Fünf Treffer reichen in Berlin nicht zum Punkt

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Nach dem 6:0 gegen Augsburg trafen die Roosters fünf Mal in Berlin, konnten aber trotzdem nicht punkten.

BERLIN -  Die Iserlohn Roosters haben die DEL-Auftaktgala gegen Ausgburg (6:0) am Sonntag nicht vergolden können. Beim amtierenden Meister Eisbären Berlin gelangen den Sauerländern zwar fünf Treffer, doch die Gastgeber hatten nach 60 Minuten die Nase mit 7:5 (3:4, 2:0, 2:1) vorne.

Das Team von Doug Mason (ohne den verletzten Jeff Giuliano) hatte sich bei der Defensivarbeit zu viele Fehler erlaubt. Mason: „Wir haben genug Tore geschossen, aber zu viele Gegentreffer kassiert. Letztlich können wir mit drei Punkten nach dem ersten Wochenende zufrieden sein, nicht aber mit dieser Niederlage. Da hat uns Berlin eine Lektion erteilt.“

Begeisternde Drittel haben die Sauerländer in Berlin schön des öfteren gezeigt, dieser Auftaktabschnitt aber war einmalig: Sieben Tore fielen in den ersten 20 Minuten, beide Teams zelebrierten herausragende Offensivaktionen, zeigten aber auch unglaubliche Defizite in der Verteidigung. Schon nach 44 Sekunden eröffnete Olver das muntere Toreschießen, 84 Sekunden später glich Kopitz aus. Berlins zweiter Treffer durch Rankel fiel in Überzahl, als Brennan auf der Strafbank saß. Raedekes Ausgleich folgte per Rebound. Als die Eisbären dann zum dritten Mal in Führung gingen, war endgültig klar: Das Abwehrverhalten der Sauerländer musste sich deutlich verbessern. Das gelang, allerdings nicht zu Lasten der „Abteilung Sturm“. Die verbuchte durch Wolf in Überzahl nicht nur den Ausgleich (18.), sondern nach tollem Zuspiel von Fischhaber durch Froschs Flachschuss ins lange Eck sogar die 4:3-Führung (19.).

Im Mitteldrittel musste Caron bereits nach 126 Sekunden wieder hinter sich greifen musste. Ein erneuter Deckungsfehler wurde von den Eisbären eiskalt genutzt, Tallackson traf zum 4:4. Jetzt waren die Gastgeber die bessere Mannschaft, verstärkten erneut den Druck. Dem hatten die Sauerländer deutlich weniger entgegen zu setzen. Auch in zwei Überzahlsituationen, als Tallackson auf der Strafbank saß, wussten die Sauerländer nicht zum Ausgleich zu kommen. Die Eisbären machten es besser. Talbot klinkte ein – 5:4.

Mit diesem Zwischenstand retteten sich die Roosters in die zweite Drittelpause. Nach Strafen gegen York und Mulock mussten sie den letzten Abschnitt in doppelter Unterzahl beginnen. Das nutzten die Hauptstädter, um auf 6:4 zu enteilen. Zwar verkürzte Danielsmeier erneut für die Gäste, die bei Raedekes Pfostenschuss am 6:6 schnuperten. Mason holte Caron vom Eis, doch statt des ersehnten Punktgewinns gab es das siebte Gegentor. - ecke/MiHei

Eisbären: Zepp – Hördler, Lalonde; Baxmann, Sharrow; Haase, Trivellato – Talbot, Rankel, TJ. Mulock; Olver, Busch, Tallackson; Weiß, Braun, Sparre; Supis, Kabitzky, Schlenker

Roosters: Caron – Brennan, Raymond; Gödtel, Jares; Danielsmeier, Orendorz – Sertich, Wolf, Tyson Mulock; York, Macek, Raedeke; Foster, Frosch; Fischhaber, Hommel, Kopitz

Schiedsrichter: Lenhart (Kassel), Oswald (Kaufbeuren)

Tore: 1:0 (00:44) Olver (Baxmann), 1:1 (2:08) Kopitz (Hommel), 2:1 (4:42) Baxmann (Braun, Hördler/5:4), 2:2 (7:21) Raedeke (Frosch, Foster), 3:2 (12:21) Rankel (Talbot, Haase), 3:3 (17:06) Wolf (Sertich, York/5:4), 3:4 (18:54) Frosch (Fischhaber, Foster), 4:4 (22:06) Tallackson (Weiß, Foster), 5:4 (14:35) Talbot (Busch, Tallackson/5:4), 6:4 (41:39) Busch (Hördler/5:3), 6:5 (48:20) Danielsmeier (York, Macek), 7:5 (59:19) Braun (Baxmann, Hördler)

Strafminuten: Eisbären 12; Roosters 10

Zuschauer: 13 100

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