Die Fußballjugend kämpft um die Bezirksligaplätze

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Die C II-Junioren von Rot-Weiß Lüdenscheid stapeln zum Aufstiegsrundenauftakt tief, schicken allerdings auch einen fast kompletten Jungjahrgang ins Rennen.

Lüdenscheid - Es gilt für fünf Lüdenscheider Fußball-Nachwuchsmannschaften: Für vier beginnt an diesem Wochenende der Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga, während die C-Jugend des SC Lüdenscheid in der Relegation den Klassenerhalt in der Bezirksliga unter Dach und Fach bringen möchte.

A-Junioren: RW Lüdenscheid – TuS Erndtebrück (Sonntag, 11 Uhr/Kunstrasen Nattenberg): „Uns erwarten in der reinen Meisterrunde natürlich andere Kaliber als in der Liga. Deswegen gehen wir nicht blauäugig in diese Duelle“, weiß A-Junioren-Trainer Martin Rost, der ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. Zurückgreifen kann Rost auf eine „volle Bank“, zudem stoßen einige B-Jugendspieler in den Kader, um „flexibler zu sein“. Bewusst verzichtet hat der Trainer im Vorfeld auf die Sichtung der gegnerischen Teams: „Sonst fokussiert man sich zu sehr auf die Eindrücke aus nur einem Spiel. Wir sind sowieso auf alle Möglichkeiten vorbereitet, haben alles durchgespielt und sind flexibel aufgestellt.“

B-Junioren: FC Lennestadt – SC Lüdenscheid (Sonntag, 11 Uhr/Hensel-Stadion): Beim Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga vertraut das Team des SC, das größtenteils aus Jungjahrgängen besteht, auf ihre spielerischen Qualitäten. Die Mannschaft ist aufstiegsrundenerfahren, schaffte als C-Jugend-Altjahrgang in der Spielzeit 12/13 schon einmal via Aufstiegsrunde den Sprung in die Bezirksliga. Nun soll der nächste Coup gelingen. Den FC Lennestadt sieht Gäste-Trainer Hassan El Mourabit körperlich im Vorteil. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen der Offensivakteure Fabian Steiner und Tim Schulze, die gestern erstmals nach den Werdohl-Spielen wieder ins Mannschaftstraining rückten. „Die Chancen stehen 50:50, aber wir haben einen großen Kader und fahren mit 23 Mann dorthin. Mit einem Unentschieden wäre ich zufrieden, Hauptsache wir verlieren zum Auftakt nicht. Wir sind gut vorbereitet“, gibt El Mourabit das Ziel aus. Als Mittel zum Erfolg soll das schnelle Umschaltspiel über die schnellen Flügelstürmer Steuber und Karaboga dienen. „Wir sind gut eingeschworen und haben Charakter. Bei uns arbeitet Jeder für jeden“, ist der SC-Trainer zuversichtlich.

B-Juniorinnen: FSV Gevelsberg – LTV 61 (Sonntag, 11 Uhr/Kunstrasen des Stadions Stefansbachtal): Der Spielplan ist nicht gerade günstig für den LTV 61, der in einer Sechsergruppe drei Auswärtsspiele zu bestreiten hat, darunter gleich die ersten beiden. „Gevelsberg und am Mittwoch Nette sind gleich richtige Kaliber. Wollen wir aufsteigen, und das ist ohne wenn und aber das Ziel, müssen wir gewinnen“, gibt Trainer Marco Lagoudakis unmissverständlich die Richtung vor. Nach der Abschlussfahrt über Pfingsten nach Holland wurde in dieser Woche noch zweimal trainiert, bis auf die verletzte Krischker (Knie) ist der Kader komplett. Gevelsberg wurde in beeindruckender Manier Hagener Kreismeister (63 von 66 mögliche Punkten, 144:7-Tore), hat mit Westfalenauswahl-Torhüterin Vollmerhaus, die aber auch im Feld spielen kann, und Torjägerin Rüggeberg seine stärkste Kräfte. „Bange machen gilt nicht, auch meine Mannschaft hat ihre Qualitäten“, strahlt Lagoudakis viel Zuversicht aus.

C-Junioren: SpVg BG Schwerin – SC Lüdenscheid (Heute, 15 Uhr/Sportanlage Grafweg): Das Gäste-Team von Trainer Doxakis Balmadakis hat zur Vorbereitung auf die Abstiegsrelegation, bestehend aus dem SC, der SpVg BG Schwerin und dem VfL Schwerte, unter der Woche vermehrt die Defensive trainiert. Übungen für die Abwehr und die defensiven Mittelfeldspieler, kurz „Sechser“, standen auf dem Programm, denn: „Wir wollen unter keinen Umständen ein Gegentor kassieren. Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass sie einen bulligen Stoßstürmer haben, aber auch Probleme in der Hintermannschaft“, weiß Balmadakis. Verzichten muss er auf einen seiner zwei Torjäger, Caglar Tabakoglu fällt nach einer Fuß-OP definitiv aus. Ob er nun mit einem Angreifer, oder einer Doppelspitze agieren lässt, ließ Balmadakis offen. Ängstlich ist der Trainer trotz des Ausfalls aber nicht: „Die Jungs wollen, sind gut drauf und motiviert.“

C-Junioren: RWL II – SV Germania Salchendorf (Heute, 15 Uhr/ Nattenberg): „Wir werden keine Chance haben, versuchen diese aber zu nutzen“, stapelt Trainer Stefan Grappendorf tief, sieht er sein Team, bis auf zwei Ausnahmen mit Jungjahrgängen gespickt, in der Aufstiegsrunde körperlich im Nachteil, betont aber: „Das ist eine wunderbare Sache für die Kinder, die haben sich das mit 24 Siegen aus 26 Spielen und elf Punkten Vorsprung mehr als verdient. Realistisch gesehen sind unsere Chancen aber begrenzt.“ Zum Auftakt lässt er sein Team erstmal defensiv agieren, schiebt die Favoritenrolle den Gästen zu. Das Mittel zum Erfolg: „Wir lassen den Gegner kommen, denn der muss unbedingt aufsteigen. Salchendorf ist körperlich robust und dynamisch.“ Verzichten muss Grappendorf auf Alexis Morellas (privat verhindert).

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