Indoor Cup

Überraschungssieg am Riesei

+
Bürgermeisterin Silvia Vossloh und Alexander Schulte von der Goldbäckerei Grote mit der Mannschaft der Füchse Berlin.

Kreisgebiet - Der Indoor Cup, ausgerichtet vom TSV Lüdenscheid und der FSV Werdohl ist Geschichte. Wie sich die Bayern geschlagen haben und welche Überraschung es gab, erfahren Sie hier:

„Das war schon eine absolute Überraschung“, stellte Ahmet Halilcavusogullari nach dem Finale des Indoor Goldcups fest. Gemeint war der im Vorfeld nicht zu erwartende Triumph der Füchse Berlin, die sich durch einen 3:1-Sieg im Finale gegen die Eintracht aus Frankfurt den Titel des Indoor Cups sicherten. 

Daran, dass dieser Erfolg berechtigt ist, hatte Halilcavusogullari, der einen großen Anteil an der Organisation des Turniers hatte, keinerlei Zweifel: „Das ist auf jeden Fall ein verdienter Sieg. Berlin hat sehr mutig, mit einem sehr hoch stehenden Torwart gespielt.“ Auch die Ergebnisse des gesamten Turniers belegten die Dominanz der Hauptstädter, denn die Füchse mussten sich an beiden Spieltagen lediglich ein einziges Mal geschlagen geben. Gegen den Nachwuchs des FC Bayern München setzte es in der Gruppenphase des Goldcups eine klare 1:5-Niederlage. Die restlichen Partien gewannen die Füchse jedoch allesamt und zogen somit ins Viertelfinale ein, das mit 4:1 gegen den FC Hansa Rostock gewonnen wurde. 

Auch der Primus im deutschen Fußball, der FC Bayern München, erreichte das Viertelfinale. Nach einer 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt war der Indoor Cup für die Bayern jedoch früher beendet als zuvor vermutet. In den weiteren Viertelfinals trafen die Engländer von Luton Town FC auf den SSV Ulm und mussten sich denkbar knapp mit 1:2 geschlagen geben. Zudem gewann der FSV Mainz 05 deutlich mit 5:0 gegen die Mannschaft des SV Waldhof Mannheim. 

Weniger deutlich ging es in den Halbfinal-Partien zu. Nach einem harten Kampf, der aber auch – wie im gesamten Turnier – einige technisch sehr anspruchsvolle Höhepunkte beinhaltete, setzte sich Eintracht Frankfurt mit 2:1 gegen den FSV Mainz 05 durch. Im anderen Halbfinale kam es zum Duell zweier anderer heißer Titelkandidaten; Mit hoher Laufbereitschaft schafften es die Füchse Berlin letztlich, den SSV Ulm mit 2:0 niederzuringen und ins Finale einzuziehen. Auch im Neunmeterschießen hatten die Ulmer mit 0:2 das Nachsehen. Diesmal gegen den FSV Mainz 05. 

Der Torwart des FSV Mainz 05 zeigte im Neunmeterschießen um Platz drei eine starke Leistung und führte seine Mannschaft zum Sieg.

Zum Abschluss des Goldcups kam es dann zum Finale zwischen den Füchsen Berlin und Eintracht Frankfurt. Hier erwischten die Reinickendorfer einen Blitzstart, gingen bereits in den Anfangsminuten mit 1:0 in Führung. Dabei schafften es die Berliner immer wieder, die Eintracht früh im Spielaufbau zu stören und ließen wenig bis gar keine Torchancen zu. Bedingt war dies auch durch die sehr offensive Spielweise ihres Torhüters, der teilweise zehn Meter vor seinem Tor stand und so lange Bälle der Hessen abfing, bevor sie ihren Zielspieler erreichten. Im weiteren Verlauf der Partie erhöhten die Füchse auf 2:0 – auch weil sich die Frankfurter auch im Finale äußerst fair verhielten (siehe Infobox). Bis zum Ende der Partie gelang den Hessen zwar der zwischenzeitliche Anschlusstreffer, doch nachdem die Eintracht daraus resultierend hohes Risiko ging, sorgten die Berliner per Konter zum 3:1 für die Entscheidung. 

Auch bei der Siegerehrung, die von Werdohls Bürgermeisterin Silvia Vossloh und Alexander Schulte vom Turniersponsor, der Goldbäckerei Grote, durchgeführt wurde, war die Freude der Hauptstädter groß, während die Enttäuschung der SGE allmählich dem Stolz über das Erreichen des zweiten Platzes wich. Dank großer goldener Pokale war ein würdiger Abschluss für ein spannendes und sportlich sehenswertes Turnier geschaffen, das wiederholenswert erscheint.

Eintracht Frankfurt demonstriert Fair-Play

Es lief das Finale des Goldcups am Werdohler Riesei. Die Überraschungsmannschaft der Füchse Berlin führte gegen den Bundesliga-Nachwuchs von Eintracht Frankfurt mit 1:0. Vor dem Tor der Frankfurter kam es zu einer unübersichtlichen Szene. Plötzlich schrien die Zuschauer, vornehmlich die Sympathisanten der Berliner, auf, denn sie hatten den Ball hinter der Linie gesehen. Der Unparteiische hingegen sah dies entweder nicht oder bewertete die Szene anders und forderte zum Weiterspielen auf – allen Berliner Beschwerden zum Trotz. Für etwa eine Minute wurde das Spiel fortgeführt, doch an der Bande neben dem Tor der Eintracht machten die beiden Trainer der Hessen lautstark auf sich aufmerksam. Der Schiedsrichter bemerkte dies, unterbrach die Partie und begab sich zu den Frankfurtern. Nach einem kurzen Dialog ertönte ein Pfiff, und der Schiedsrichter entschied letztlich doch auf Tor für die Füchse. Anerkennungsvoll spendeten die Zuschauer und auch die Hauptstädter Applaus. Mit dieser Geste zum eigenen Nachteil sorgten die Frankfurter für den Fair-Play-Moment des Turniers, gleichwohl sie dadurch mit 0:2 in Rückstand gerieten. Zwar verloren sie das Finale letztlich verdient mit 1:3. Doch manchmal ist die Demonstration von Sportsgeist mehr wert als ein Turniersieg.

Die Berliner jubeln, doch der Schiedsrichter lässt zunächst weiterspielen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare