FSV-Kicker haben „Bock“ aufs Pressing

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Den letzten beiden Landesliga-Konkurrenten aus Hüsten (5:0) und Neheim (4:1) haben Falk Fischer und die FSV Werdohl die Hacken gezeigt. Diesen Trend will die Mannschaft morgen Nachmittag fortsetzen, wenn der SSV Meschede am Riesei gastiert.

WERDOHL - So weit ist es nun schon gekommen: Carsten Minker lässt die Kicker von Fußball-Landesligist FSV Werdohl in dem System spielen, was sie gerne möchten. „Gnadenlos vorne drauf gehen, den Aufbau stören, lange Bälle erzwingen – das setzen die Jungs super um. Sie investieren viel, weil sie Bock darauf haben. Das ist keine Lösung für immer, aber aktuell unsere Lösung. Sonntag wollen wir auch so gegen den SSV Meschede auftreten“, sagt Minker, der das Pressing natürlich einstudiert und eingefordert hat.

Der momentane Erfolg sorgt am Riesei dafür, „dass wir mit unseren Ergebnissen auf uns aufmerksam gemacht haben. Elf Tore hat ansonsten ja nur Erndtebrück II geschossen“, freut sich Minker beim Querverweis auf den Tabellenführer, der dann am Sonntag nächster Woche als Werdohler Gastgeber in Erscheinung treten wird. Davon, dass seine Schützlinge aber mit ihren Gedanken schon beim übernächsten Spiel sind und den „Dreier“ gegen den Tabellenvorletzten aus Meschede (nur ein Punkt aus vier Spielen/vor Wochenfrist 3:3 in Hüsten nach 0:3-Rückstand) innerlich schon auf der Habenseite verbucht haben, will Minker aber rein gar nichts hören.

„Die Jungs sollen Gas geben, müssen immer erst als Mannschaft funktionieren. Wir sind nicht in der Position, Pflichtsiege einzufordern. Natürlich waren unsere letzten Wochen gut, aber wir selbst wissen ja gar nicht genau, ob es mehr an uns liegt oder an der schwachen Tagesform des Gegners“, hat Carsten Minker zuletzt am Dienstagabend beim Training erlebt, dass die FSV-Kicker nach den jüngsten Siegen (5:0 gegen Hüsten und 4:1 in Neheim) die Bodenhaftung behalten haben.

Ebenso gut wie die Stimmung bei den drei wöchentlichen Einheiten ist die Beteiligung. Der zuletzt krankheitsbedingt ausgefallene Keeper Markus Grete war Donnerstag und Freitag wieder an Bord. Er wird aller Voraussicht nach Simon Felbick zwischen den Pfosten wieder ablösen. „Weil wir gerade bei den gemeinsamen Heimspieltagen von erster und zweiter Mannschaft personell ja alle Möglichkeiten haben, werde ich diesmal auch einen vierten und fünften Spieler auf die Bank setzen“, verriet Minker, ohne natürlich ins Detail gehen zu wollen. Fakt ist: Viel Grund für Veränderungen gibt es nicht.

Wie gehabt hat sich der Übungsleiter der FSV ausgiebig um Informationen rund um den SSV Meschede bemüht. „Fußballerisch ist das offensichtlich auch ohne die beiden Yavuz-Brüder Burak und Bilal immer noch eine gute Truppe, die unter ihrem neuen Trainer Heiko Hoffmann versucht, viele Dinge spielerisch zu lösen. Nur die Resultate und Punktausbeute stimmt bei denen noch nicht. Uns würde es auf jeden Fall entgegen kommen, wenn die nicht nur tief stehen“, so Minker, der aber auch weiß, dass man im Hochsauerland die letzten Resultate seiner Mannschaft sehr genau registriert hat. Nur Ismail Uzunoglu (Verdacht auf Kahnbeinbruch), Matthes Schröder (Bänderdehnung) und Emre Aydin (Urlaub) fehlen.

FSV: Grete, Felbick – Langenberg, Maus, Klamann, Zejnullahu, Neuke, Bierkoch, El Alami, Grahovac, Sarris, Ketzenberg, Fischer, Benli, Franz, Intravaia, De Luca, Tuz, Sander

Von Lars Becker

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