FSV-Coach Sander lobt den Teamgeist

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Tolle Flanke, toller Kopfball, toller Jubel: Torschütze Brüll schultert den präzisen Vorbereiter Kessler nach dem 1:0.

Werdohl – Es muss alles seine Ordnung haben: Schiedsrichter Dirk Szkudlarski und sein Gespann inspizierten vor dem Anpfiff der Landesligapartie zwischen dem SV Attendorn und der FSV Werdohl am vergangenen Sonntag die Tornetze und bemängelten den Zustand. „Zu durchlässig“ befand der Unparteiische und veranlasste eine Reparatur.

In der Haushaltsabteilung des Vereinsheimes trieben die Gastgeber Kabelbinder auf und beseitigten mit diesen die offenen Stellen im Netz. Im Stadionrund wurden natürlich Erinnerungen an das Spiel zwischen der TSG Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen aus dem Oktober 2013 wach, in dem Kießling ein Phantomtor erzielt hatte.

Mit elf Minuten Verspätung pfiff der Unnaer Schiedsrichter die Partie an – und zunächst sah es so, als wäre die ganze Mühe umsonst gewesen: Denn beide Mannschaften neutralisierten sich, hielten sich von den Strafräumen und so auch den Tornetzen fern, ehe dann aber doch der Belastungstest folgte:

Mit dem ersten Angriff prüfte FSV-Außenverteidiger Marcus Brüll die Kabelbinder-Installation im Tornetz. Bei seinem fulminanten Kopfball wackelte das Netz gewaltig. „Ein sehr stark herausgespielter Treffer: tolle Flanke, toller Kopfball“, stellte FSV-Coach Manuel Sander heraus.

Torschütze Brüll schulterte den präzisen Vorbereiter Kessler völlig zurecht. Es war der Moment, in dem ein Ruck durch das FSV-Team ging: Die Mannschaft fand zum konzertierten Jubel zusammen und schien zu registrieren, dass nach bislang fünf Auswärtsniederlage endlich mal etwas gehen könnte.

„Unsere gute Teamarbeit war die Basis zum Erfolg. Jeder hat sich hier für den anderen eingesetzt“, bemerkte FSV-Trainer Sander. Als kluger taktischer Schachzug erwies sich, Kreativspieler Rejhan Zekovic, der gegen Bad Berleburg noch als Stürmer gespielt hatte, im offensiven Mittelfeld aufzubieten: Im Zusammenspiel mit „Zehner“ Kessler entstanden ein ums andere Mal gefährliche Aktionen.

In der Defensive stimmten die Abstände zwischen den beiden Viererketten, so dass den Gastgebern nur wenig Raum für Kombinationsspiel geboten wurde. So erarbeitete sich der SVA neben seinem Tor (52.: Balci) nur zwei weitere Torchancen (29.: Spais und 69.: Genc).

Die FSV hätte noch deutlicher gewinnen können – und dies war dann auch der einzige Kritikpunkt in der analytischen Betrachtung von Trainer Sander: „Die sich bietenden Kontergelegenheiten haben wir nicht gut genug ausgespielt. Da hatten wir Überzahlsituationen, aus denen wir nicht klar zum Abschluss kommen oder den Ball nicht quergelegt haben.“

Der erste FSV-Auswärtssieg (3:1) der laufenden Saison war verdient und wichtig, da Konkurrent Bad Berleburg durch den 1:0-Erfolg über den FC Lennestadt ebenfalls dreifach punktete.

Die Meisterschaft macht bis zum Freitag, den 6. November (19 Uhr, Heimspiel gegen den SC Hennen) Pause, aber die Pokalpflicht ruft: Am kommenden Freitag spielt die FSV im Viertelfinale bei Polonia Lüdenscheid.

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