Sander-Elf verkauft sich teuer

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Werdohls Dennis Karnbach (links) und Arne Winter nehmen Münsters Leon Alexander Lüntz in die Zange. Preußens Kapitän war mit Abstand auffälligster Spieler am Riesei.

Werdohl - Raus mit Applaus: Trotz einer letztlich deutlichen 2:7 (1:3)-Niederlage gegen den Regionalligisten SC Preußen Münster verkauften sich die C-Junioren der FSV Werdohl im Westfalenpokal-Achtelfinale vor eigenem Anhang äußerst teuer.

Von Lars Schäfer

Vor allem im ersten Durchgang bot der Bezirksligist dem Favoriten aus der höchsten Spielklasse dieser Altersklasse lange Paroli und erntete für seinen engagierten und keinesfalls ängstlichen Auftritt im „Spiel des Jahres“ Lob von allen Seiten.

Die Schützlinge von Trainer Manuel Sander agierten aus einer kompakten Hintermannschaft heraus, ohne dabei Beton anzurühren. Die Preußen übernahmen zwar von Beginn an das Kommando, für den Führungstreffer benötigte der Regionalligist allerdings einen Standard. Nach einer Ecke stieg Felix Fleck am höchsten und wuchtete die Kugel per Kopf zum 0:1 in die Maschen (9.). Die Lennetaler aber steckten den Rückstand gut weg, verbuchten wenig später ihren ersten Torschuss und durften im Anschluss an eine Ecke ebenfalls jubeln. Adrian Wolny löste sich geschickt von seinem Bewacher und versenkte das Leder per Kopf via Innenpfosten im Netz (20.). Die Freude über den Ausgleich aber währte keine 120 Sekunden. Dann tauschte Diogo Alves Duarte – der Name klingt schon nach gutem Fußball – nach einer schnellen Kombination allein vor FSV-Keeper Richter auf und schob eiskalt zum 1:2 ein (22.). Und weil das Schiedsrichtergespann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte eine vermeintliche Abseitsstellung von Leon Alexander Lüntz nicht ahndete, netzte Münsters auffälligster, weil technisch hoch veranlagter Spieler zum 1:3 ein.

In Durchgang zwei dominierte der Regionalligist das Geschehen und schraubte das Ergebnis nach zum Teil sehenswert herausgespielten Toren in die Höhe. Eine Augenweide war aber auch das 2:6 durch Werdohls Domingos Jorge Agostinho, der sich diesen Treffer redlich verdient hatte. Den Schlusspunkt aber setzte nur Sekunden später Münsters Kapitän Lüntz mit dem 2:7 (70.).

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