Die erhoffte Initialzündung der HSV

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Mit den Fans im Rücken will die HSV Plettenberg/Werdohl um Trainer Friedhelm Ziel in den bevorstehenden „Wochen der Wahrheit“ die nötigen Punkte für den Klassenerhalt in der Verbandsliga einfahren.

Werdohl - Im Überlebenskampf der Handball-Verbandsliga gab es am frühen Sonntagabend einen großen Gewinner – und der kam aus dem Lennetal. Die HSV Plettenberg/Werdohl belohnte sich für zuletzt immer bessere Leistungen beim TuS Hattingen mit dem zweiten Saisonsieg und nutzte die „Vorlagen“ der direkten Konkurrenten im Tabellenkeller, die zuvor allesamt leer ausgegangen waren.

Von Lars Schäfer

Der 16. Spieltag verlief somit ganz nach dem Geschmack von HSV-Trainer Friedhelm Ziel und seiner Gefolgschaft. Der Rückstand des Tabellenvorletzten auf PSV Recklinghausen und Westfalia Herne wurde von jeweils sechs auf nun vier Zähler verkürzt, die seit Wochen bestehenden Hoffnungen auf den Klassenverbleib auch tabellarisch untermauert. Mehr noch: Geht es nach Trainerfuchs Friedhelm Ziel, war der verdiente Erfolg beim entschleunigten TuS Hattingen die Initialzündung für die Aufholjagd von Bardischewski, van der Hurk und Co.

„Die nächsten vier Spiele sind die entscheidenden. Und wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um in diesen Partien erfolgreich zu sein“, gibt sich Ziel gewohnt kämpferisch. Der akribisch arbeitende Übungsleiter verfolgte am Freitagabend den Auftritt des Tabellenletzten TuS Borussia Höchsten beim Titelanwärter OSC Dortmund, sah eine spannende Partie, in der sich der Favorit knapp mit 29:28 behauptete. Am Sonntagmorgen dann sah sich Ziel das Derby HSG Vest Recklinghausen gegen PSV Recklinghausen an, in dem die abstiegsbedrohte PSV ebenfalls mit einem Tor knapp das Nachsehen hatte. Aus Sicht der HSV müsste wohl das Wort „glücklicherweise“ angefügt werden.

„Alle Mannschaften, die unten stehen, bäumen sich auf. Alle versuchen, jetzt noch das Ruder herumzureißen“, hat Ziel beobachtet. Beobachtet hat er am Wochenende aber auch, dass es seiner Sieben nach lethargischem Beginn in Hattingen nach rund zehn Minuten gelang, den Hochgeschwindigkeits-Handball des TuS zu unterbinden. Die schnellen Gegenstöße wurden von der HSV durch gutes Rückzugsverhalten gestört, die Gastgeber fast schon gezwungen, ungeliebte Positionsangriffe zu fahren. Diese taktische Maßnahme war laut Friedhelm Ziel letztlich auch der Schlüssel zum verdienten 32:30-Erfolg seiner Truppe, die verletzungsbedingt arg gebeutelt ins Rennen gegangen war. Daher kommt für Ziel das nächste, spielfreie Wochenende trotz frisch getankten Selbstvertrauens zur rechten Zeit: „Diese knapp zwei Wochen werden ausreichen, um die Blessuren auszukurieren. Ich bin guter Dinge, dass wir ab dem nächsten Heimspiel gegen Riemke wieder einen vollen Kader haben werden.“

Bis dahin wird der HSV-Coach mit seinen Schützlingen im Training weiter hart arbeiten. Auch im taktischen Bereich hat Ziel in Hattingen noch Dinge ausgemacht, die es zu verbessern gilt. In erster Linie wird er das Angriffskonzept mit seinen Jungs weiter verfeinern, um in den „Wochen der Wahrheit“ mit den Heimspielen gegen Teutonia Riemke (22. Februar), HC Westfalia Herne (1. März) und PSV Recklinghausen (14. März) sowie dem Auswärtsspiel beim TuS Ferndorf II (8. März) bestens gerüstet zu sein. Informationen über die kommenden Gegner hat Ziel bereits reichlich gesammelt, hat sie allesamt selbst unter die Lupe genommen. Daher wird er wie am Sonntag in Hattingen auch in den nächsten Spielen eine Mannschaft aufs Parkett schicken, die über sämtliche Stärken und Schwächen der Gegner bestens gebrieft und eingestellt sein wird.

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