Roosters: Acht Neue ins Team integriert

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Nach einer erfolgreichen vergangenen Spielzeit wollen die Iserlohn Roosters auch in der am Freitag beginnenden Saison 2015/16 möglichst oft jubeln.

Iserlohn - Dass die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga mal Stagnation predigen könnten, hätte kaum jemand zu erwarten gehofft. Nach der vergangenen, so erfolgreichen Spielzeit aber hätten sie in vielen Fällen gern spielendes Personal behalten, statt auszutauschen.

Insbesondere die Abgänge der Verteidiger Jonas Liwing und Sean Sullivan, die beide nach Hamburg gewechselt sind, dazu der Verlust von Brent Raedeke, der bei den Adlern Mannheim angeheuert hat, schmerzen. Nur den jetzt für die Vienna Capitals spielenden Stürmer Derek Whitmore, außerdem die bislang vertragslosen Brodie Dupont, Alex Foster und Richard Jares, wollte man am Seilersee nicht behalten. Hinzu kam das endgültige Karriereende von Collin Danielsmeier, dem Rekordspieler der Sauerländer.

Acht Neue musste Manager Karsten Mende also verpflichten, suchte nach mehr Erfahrung und einem Hauch mehr Durchsetzungskraft. Ob Brent Raedeke zu ersetzen ist, bleibt abzuwarten. Jason Jaspers, der Raedekes Position einnimmt, verfügt über die erhofften Attribute, ist aber nicht der gefährlichste Torjäger. Louie Caporusso, der für die Position Whitmores geholt wurde, muss sich noch an seine neuen Mitspieler gewöhnen. Allerdings brachte er es in der vergangenen Spielzeit in Augsburg nicht auf Whitmores Schnitt von rund 0,5 Toren pro Meisterschaftsmatch. Am Seilersee aber hat er bessere Mitspieler.

Brad Ross´ Spiel ohne Scheibe ist herausragend, mit Puck wird er sich in den kommenden Wochen wohl steigern. Bleibt die Frage, ob Petersen, Wruck und Bassen an die letztjährige Leistungsfähigkeit anknüpfen können – dann liefe alles nach Plan.

In der Verteidigung wird es darum gehen, den defensiven Standard des vergangenen Jahres zu wiederholen. Dazu hat insbesondere Jonas Liwing beigetragen. Der Schwede war hinten zuverlässigster Akteur, während Sullivan für die offensiven Akzente verantwortlich zeichnete. Er ist mit Bobby Raymond, kommt er erstmal in Fahrt, mehr als gut ersetzt. Mit J.P. Côté und einem in zwei bis drei Wochen fitten Michel Périard dürfte für Stabilität gesorgt sein.

Letztgenannter kann mit seinen Schussqualitäten auch im Powerplay helfen, genauso wie Ryan Button, der unglaubliches Talent hat, sich aber regelmäßiger daran gewöhnen muss, nicht sein eigenes Spiel, sondern das der Mannschaft aufs Eis zu bringen. Dieter Orendorz und Kevin Lavallée haben im Sommer hervorragend gearbeitet, müssen, mitgezogen von den anderen, aber versuchen, ihre gelegentlichen Aussetzer zu minimieren. Gelingt es, wird die Verteidigung im taktischen Konzept des Trainers erfolgreich sein.

Und auf der Torhüterposition? Da haben sich die Sauerländer klar verstärkt. Mit Mathias Lange ist die unumstrittene Nummer 1 an Bord geblieben. Es war der Wunsch von Manager Karsten Mende, dass ein Back-up ihm zwölf bis 15 Spiele auf hohem Niveau abnehmen kann. Mit Chet Pickard scheint man diesen Ersatz gefunden zu haben. Zwar muss auch er seine Klasse in einer Druckphase noch unter Beweis stellen, doch schon jetzt darf man sich auf ein starkes Duo freuen.

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