Viele hässliche Szenen im Spiel Unna – Lüdenscheid

Lüdenscheids Kreisläuferin Kim Malcus musste nach dem Spiel mit einer Gesichtsverletzung ins Krankenhaus. Foto: Krüger

Unna - Die 24:32 (11:17)-Niederlage der Handball-Landesliga-Frauen der HSG Lüdenscheid beim TV Unna ging in Ordnung. Was bei dem Spiel in der Kreissporthalle Unna nicht in Ordnung ging, waren die vielen hässlichen Szenen in der Partie, die die Schiedsrichter Dargel/Garus (Heessen) schließlich nicht mehr im Griff hatten

Von Axel Krüger und Marcus Kleinhofer

Zwar verteilten die Unparteiischen insgesamt 16 Zeitstrafen sowie zwei rote Karten – doch blieben zahlreiche Szenen ohne Strafe oder wurden nicht ausreichend geahndet. Da war zum Beispiel ein Würgegriff von hinten von Friederike Jacobi gegen Lüdenscheids Ott in der ersten Halbzeit (nicht einmal Freiwurf), das Festhalten von hinten von Hofmanns Wurfarm durch Unnas Fischer nach 41 Minuten (nur zwei Minuten) oder von Oepens Kopftreffer gegen Laura Jacobi kurz vor Schluss (nicht einmal Freiwurf).

Römer und Malcus scheiden verletzt aus

Da mit harten Bandagen gekämpft und eben teilweise mit völlig überzogener Härte gespielt wurde, endete das Spiel vorzeitig für die verletzten Römer (Unna) und Malcus (Lüdenscheid, von Bongers bei deren Offensivfoul schwer im Gesicht getroffen) sowie für Katharina Kaiser (Lüdenscheid, „rot“ nach dritter Zeitstrafe) und Hofmann (Lüdenscheid, „rot“ nach Foul an Römer).

TV Unna zeigt die bessere Spielanlage

Daran, dass der Erfolg der Gastgeberinnen verdient war, bestand kein Zweifel. Unna zeigte die bessere Spielanlage mit einem treffsicheren Rückraum und hatte in Braun eine sehr gute Torhüterin. Lüdenscheid dagegen ließ zu viele Chancen aus, um erfolgreich zu sein – allein im ersten Durchgang wurden drei Siebenmeter nicht genutzt. So steuerte der TVU nach einer 3:0-Führung stets dem Sieg entgegen, ließ die HSG nie näher als bis auf zwei Tore herankommen und fuhr über 16:10 (27.) und 28:20 (50.) einen ungefährdeten Erfolg ein.

Kierspe-Meinerzhagen verliert in Siegen

Der zweite Frauenhandball-Landesligist aus dem märkischen Südkreis, die SG Kierspe-Meinerzhagen, unterlag bei Spitzenreiter RSVE Siegen 20:31 (6:15). Im ersten Durchgang fanden die Gäste im Angriff überhaupt nicht ins Spiel. Ein Doppelschlag zum 8:15 aus SGKM-Sicht (32.) läutete dann immerhin einen zweiten Durchgang ein, den die Volmetalerinnen erträglicher gestalteten. Allerdings gingen die Siegenerinnen auch nicht mehr bis an ihre Grenzen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare