„Moderne Sportstätte 2022“

Fördermittel fürs Schneckenhaus: Leiser soll‘s werden und kühler

Frau am Mikrofon
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Brigitte Klein freut sich über die Zusage für die Fördermittel des Landes NRW.

Die Turbo-Schnecken Lüdenscheid wurden als zweiter Sportverein in Lüdenscheid beim Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ berücksichtigt. Das Schneckenhaus wird profitieren.

Lüdenscheid – Nach dem LTC Augustenthal profitieren auch die Turbo-Schnecken Lüdenscheid vom Landes-Programm „Moderne Sportstätte 2022“: Die von den Schnecken beantragten Maßnahmen am Schneckenhaus werden vom Land Nordrhein-Westfalen mit 98 728 Euro gefördert.

„Das Programm kam zur rechten Zeit, sonst hätten wir diese Maßnahmen wohl eher nach hinten schieben müssen“, sagt die Vorsitzende der Turbo-Schnecken, Brigitte Klein, und freut sich über den Geldsegen, mit dem gleich eine ganze Reihe von Arbeiten finanziert werden sollen. So soll das Grundstück um das denkmalgeschützte Schneckenhaus einen neuen Zaun erhalten, im Haus selbst ist eine neue Geräte-Sicherungsanlage mit Regalen für die Hilfsmittel, die in den Übungsstunden benötigt werden, im Foyer geplant.

Während diese beiden Neuerungen direkt ins Auge fallen werden, sollen die anderen beiden den Mitgliedern die Zeit im Schneckenhaus noch angenehmer machen – und auch den Gästen, die die Räumlichkeiten zum Beispiel für Fortbildungen buchen. Wurde es im Sommer in der Vergangenheit in den Schulungsräumen teilweise extrem heiß und waren zudem vom Beamer an eine Leinwand projizierte Inhalte durch die Sonneneinstrahlung kaum mehr zu sehen, so soll nun als energetische Maßnahme eine neue Sonnenschutz-Verschattungs-Anlage Abhilfe schaffen.

Fördermittel fürs Schneckenhaus: Leiser soll‘s werden und kühler

„So werden wir im Sommer keine 40 Grad mehr in den Räumen haben“, freut sich Klein, „es geht um den Wärmeschutz und die Blendwirkung.“ Folien, die innen an den Fensterfronten angebracht werden sollen, sollen sonnenabweisend wirken. Sowohl in der Halle 1 als auch in den Schulungsräumen und im Büro.

Dazu soll punktuell ein Schallschutz in den sehr hohen Räumen eingebaut werden. Gerade in der oberen Etage im Studio ist es in Teilen bisher sehr laut gewesen, auch im Bistrobereich. Auch diese Maßnahme ist im Förderprogramm-Paket, das nun genehmigt worden ist, enthalten.

Mit den Turbo-Schnecken freut sich CDU-Ratsherr Michael Meyer als Vorsitzender des Stadtsportverbandes. „Das Programm ist generell eine tolle Sache für Vereine, die das Risiko eingegangen sind, eine eigene Trainingsstätte zu unterhalten“, sagt Meyer und hofft, dass noch andere Lüdenscheider Vereine dem Beispiel der Turbo-Schnecken folgen werden, denn von den 980 000 Euro, die im Förderprogramm Lüdenscheid zugeteilt worden sind, sind in der Bergstadt noch nicht einmal 50 Prozent abgerufen worden.

In Lüdenscheid noch nicht alle Mittel abgerufen

Während in benachbarten kleineren Kommunen die Maßnahmen in Teilen von den kommunalen Sportverbänden zusammengestrichen werden mussten, weil das Gesamtvolumen den für die Kommune veranschlagten Förderbetrag überstieg, ist der Rücklauf an Anträgen in Lüdenscheid deutlich geringer. Auch deshalb, weil hier viele Vereine keine eigenen Immobilien besitzen, den Übungsbetrieb in kommunalen Sportstätten abwickeln.

In Lüdenscheid sind bisher die Anträge des LTC Augustenthal (62 584 Euro) und der Turbo-Schnecken (98 728 Euro) bewilligt. Der Antrag des Lüdenscheider Tennis-Vereins von 1899 (113 000 Euro) steht nach Aussage des Stadtsportverbandes kurz vor der Bewilligung. Nach geklärten Fragen rund um die Pachtverträge sollen in der nächsten Förderrunde auch Anträge des Türkischen SV Lüdenscheid, des LTV 61 (Tennis und American Football) und von Rot-Weiß Lüdenscheid zum Zuge kommen. Darüberhinaus hat auch die Tennisabteilung von TuRa Eggenscheid angekündigt, Fördermittel über dieses Programm beantragen zu wollen.

Programm „Moderne Sportstätte 2022“

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms des Landes NRW zur Verfügung.

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