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Es kommt zum Bruderduell im Lennetal: FSV und TuS in Bezirksliga 5

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Von: Thomas Busch, Michael Jeide, Axel Meyrich

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Florent Zejnullahu Trainer des TuS Plettenberg
Florent Zejnullahu trifft in der neuen Saison als Trainer des TuS Plettenberg auf die FSV Werdohl, bei der sein Bruder Fitim als Coach im Einsatz ist.  © Michael Jeide

Am Montag dieser Woche haben die Spieltechniker des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) getagt, und seit Donnerstagmittag ist die dabei vereinbarte Einteilung der überkreislichen Spielklassen nun auch öffentlich. Aus Sicht der heimischen Vereine RSV Meinerzhagen (Westfalen- und Bezirksliga), Rot-Weiß Lüdenscheid, Kiersper SC, TuS Langenholthausen (alle Landesliga), FSV Werdohl, TuS Plettenberg und TuS Ennepe (alle Bezirksliga) blieben echte Überraschungen dabei aus. Im Lennetal freut man sich aber schon jetzt auf ein Derby, das es lange nicht mehr gab.

Märkischer Kreis - Zwar hatten sowohl der TuS Plettenberg als auch der RSV Meinerzhagen II einen Antrag auf Zuteilung zur Bezirksliga-Staffel 6 gestellt, doch dass diesem jeweils nicht entsprochen wurde, ist mitnichten eine Sensation. Im Fall der Vier-Täler-Städter stellt der Sportliche Leiter Markus Hildebrandt fest: „Dass unsere Chancen nicht so hoch waren, war mir klar.“ Der TuS hatte mit kürzeren Fahrstrecken für die Studenten im Team argumentiert, denen der Iserlohner und Hagener Raum häufig näher liege. Die Plettenberger bleiben in der Staffel 5 und sind damit auch alles andere als unzufrieden. „Es freut mich natürlich, dass wir ein Brüderderby an der Lenne haben werden“, verweist Hildebrandt auf das Duell der Trainer Florent (TuS Plettenberg) und Fitim Zejnullahu (FSV Werdohl). „Ja, darauf freuen wir uns besonders“, sagt auch Moritz Klamann, Sportchef des „Neu-Starters“ aus Werdohl.

Immerhin werden es die ersten Punktspielvergleiche zwischen FSV und TuS seit der Saison 2010/11 in der Landesliga sein. Damals stiegen die Werdohler, die beide Duelle gewannen (2:0 und 2:1), am Ende in die Verbandsliga auf, die Plettenberger hingegen in die Bezirksliga ab.

„Endlich sind mal wieder ein paar Spiele dabei, die Brisanz bieten und hoffentlich auch mehr Zuschauer bringen“, zählt Hildebrandt auch die Partien gegen den Attendorner Neuling SV Türk und dessen Ortsnachbarn SC LWL 05 dazu.

Yasin Aktas, Spielertrainer von Aufsteiger RSV Meinerzhagen II, nimmt’s ebenfalls sportlich: „Damit müssen wir ja ohnehin leben“, stellt er fest und konstatiert mit Blick auf die anstehenden Duelle mit den Kreisrivalen und den Klubs aus dem nahen Raum Olpe/Wenden: „Die vielen Derbys machen die Staffel 5 ja auch sehr attraktiv.“

Ein gutes Stück Ernüchterung ob der Einteilung herrscht derweil beim einzigen verbliebenen Staffel-6-Bezirksligisten aus dem FLVW-Kreis Lüdenscheid, dem TuS Ennepe. „Das muss ich erst ‘mal sacken lassen“, sagt Torsten Kriegeskorte, in Personalunion 2. Vorsitzender und Co-Trainer der 1. Mannschaft. „Auf der einen Seite sind wir natürlich froh, dass wir in der Staffel 6 bleiben – denn das war unser Wunsch. Aber dass wir jetzt keine Derbys gegen Werdohl, Meinerzhagen oder Plettenberg haben, finde ich schon sehr schade.“

Um eine Einschätzung der Spielstärke der Bezirksliga 6 vorzunehmen, ist es Kriegeskorte noch zu früh. Fünf neue Gesichter gibt es jedenfalls: den SC Obersprockhövel II, die SG BW Haspe, die SG Hemer und den VfB Westhofen aus den Kreisligen sowie den umgruppierten VfL Schwerte. Einen Landesliga-Absteiger muss die Staffel 6 hingegen nicht aufnehmen. „Schwierig einzuschätzen“, sagt „Totti“ Kriegeskorte über die „Neuen“, will sich aber auch nicht zu viele Gedanken machen: „Wir sind immer gut damit gefahren, in erster Linie auf uns zu schauen.“

Ebenfalls nur bedingt überrascht die Zusammensetzung der vom vermehrten Aufstieg der Abbruch-Saison 2019/20 bereinigten Westfalenligen, die beide wieder mit jeweils 16 statt zuletzt 18 Mannschaften daherkommen. In der Staffel 2 trifft der RSV Meinerzhagen mit dem Holzwickeder SC und dem auch in der Staffel 1 denkbaren SC Westfalia Herne zwei Mitabsteiger sowie zudem acht Vereine wieder, mit denen er es dort schon in der Meister-Saison 2018/19 zu tun hatte. Kein Wiedersehen wird es mit dem Ex-Meinerzhagener Adil Elmoueden geben: Der dynamische Linksverteidiger wird mit seinem aktuellen Klub, dem Landesliga-4-Champion IG Bönen, in der Westfalenliga 1 antreten.

Wie erwartet auf 34 Spiele einstellen müssen sich in der Landesliga 2 TuS Langenholthausen, Rot-Weiß Lüdenscheid und Neuling Kiersper SC: Weil die siebte Spielebene gleich zehn Westfalenliga-Absteiger aufnehmen muss, sind die vier Staffeln jeweils 18 Mannschaften stark. TuS, RWL und KSC müssen sich in Gestalt des FSV Gerlingen und des FC Borussia Dröschede indes nur mit zwei Ex-Westfalenligisten herumschlagen – der SV Hohenlimburg 10 und die SpVg Hagen 11 wurden nämlich der „Ruhrgebiet-Landesliga“ 3 zugeschlagen, der SC Berchum/Garenfeld als dritter Hagener Vertreter aus der Staffel 2 dorthin umgruppiert. Stattdessen geht’s für das heimische Trio gleich zwei Mal in den Kreis Soest, weil der SuS Bad Westernkotten aus der Staffel 1 in die Staffel 2 umgruppiert wurde und mit Westfalia Soest ein Aufsteiger aus der Bezirksliga hinzukommt.

Auf einen Blick: Die Ligen mit heimischer Beteiligung

Die überkreislichen Spielklassen mit heimischer Beteiligung auf einen Blick.

Westfalenliga 2 (16 Mannschaften): SC Westfalia Herne, Holzwickeder SC, RSV Meinerzhagen (alle Absteiger aus Oberliga), FC Brünninghausen, YEG Hassel, DJK TuS Hordel, FC Iserlohn, FC Lennestadt, SC Neheim, SV Wacker Obercastrop, BSV Schüren, SV Sodingen, DSC Wanne-Eickel, SV Concordia Wiemelhausen, Türkspor Dortmund (Aufsteiger aus Landesliga 3), SC Obersprockhövel (Aufsteiger aus Landesliga 2)

Landesliga 2 (18 Mannschaften): FC Borussia Dröschede, FSV Gerlingen (beide Absteiger aus Westfalenliga 2), FC Arpe-Wormbach, SV 04 Attendorn, SV Brilon, SC Drolshagen, Rot-Weiß Erlinghausen, Rot-Weiß Hünsborn, TuS Langenholthausen, Rot-Weiß Lüdenscheid, BSV Menden, SpVg Olpe, TSV Weißtal, SuS Bad Westernkotten (umgruppiert aus Landesliga 1), Kiersper SC (Aufsteiger aus Bezirksliga 6), SV Germania Salchendorf (Aufsteiger aus Bezirksliga 5), SV Schmallenberg/Fredeburg (Aufsteiger aus Bezirksliga 4), SV Westfalia Soest (Aufsteiger aus Bezirksliga 7)

Bezirksliga 5 (16 Mannschaften): VSV Wenden, FSV Werdohl (beide Absteiger aus Landesliga 2), FC Altenhof, FC Eiserfeld, SG Freier Grund, Fortuna Freudenberg, SC Listernohl/Windhausen/Lichtringhausen, SG Mudersbach/Brachbach, SuS Niederschelden, SV Ottfingen, TuS Plettenberg, SV Rothemühle, VfR Rüblinghausen, SV Türk Attendorn (Aufsteiger Kreis Olpe), SG Hickengrund (Aufsteiger Kreis Siegen-Wittgenstein), RSV Meinerzhagen II (Aufsteiger Kreis Lüdenscheid)

Bezirksliga 6 (16 Mannschaften): SV Deilinghofen-Sundwig, TuS Ennepe, FSV Gevelsberg, FC Hellas/Makedonikos Hagen, FC Herdecke-Ende, TSK Hohenlimburg, Sportfreunde Hüingsen, ASSV Letmathe, VfB Schwelm, FC BW Voerde, FC Wetter, VfL Schwerte (umgruppiert aus Bezirksliga 8), SG Blau-Weiß Haspe, SC Obersprockhövel II (beide Aufsteiger Kreis Hagen), SG Hemer (Aufsteiger Kreis Iserlohn), VfB Westhofen (Aufsteiger Kreis Dortmund)

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