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Florian Kalb ganz knapp am Finale vorbei

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Von: Thomas Machatzke

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Deutsche Meisterschaften Leichtathletik Berlin Florian Kalb
Florian Kalb (Mitte) neben dem neuen Deutschen Meister über die 1500-Meter-Distanz, Christoph Kessler (links). Für Kalb reichte es in Berlin knapp nicht zum Einzug ins Finale. © Wolfgang Birkenstock

Nur ganz knapp verpasste der Lüdenscheider Florian Kalb am Samstag bei den Deutschen Meisterschaften der Leichathleten im Berliner Olympiastadion den Einzug in den Endlauf über die 1500-Meter-Strecke.

Berlin - Kalb, der bei der LG Lüdenscheid groß geworden ist, inzwischen aber schon lange in Tübingen studiert und für den LAV Stadtwerke Tübingen startet, hatte die Auslosung das zweite Halbfinale zugewiesen. Das erste Halbfinale war nicht sonderlich schnell gewesen. Da sich die jeweils ersten Vier beider Halbfinals und zudem die weiteren vier zweitschnellsten Läufer fürs Finale qualifizierten, lag im Tempo eine Chance – auch für Kalb.

Der Lüdenscheider ging entsprechend im zweiten Halbfinale das Rennen sehr forsch an und wurde bei der ersten Zwischenzeit nach 400 Metern in 1:02,46 Minuten als Erster des Feldes gestoppt. Diese Position wusste Kalb gegen die besten Läufer Deutschlands natürlich nicht zu halten, doch das Tempo des Rennens war deutlich höher als im ersten Halbfinale. Vielleicht aber nach der ersten sehr schnellen Runde zu schnell für Kalb. Am Ende kam er in 3:51,50 Minuten als Neunter ins Ziel.

Kessler sichert sich den Titel

Kurios: Damit war Kalb zwar schneller als der Sieger des ersten Halbfinals, Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund, 3:52,96), doch die Qualifikationsplätze fürs Finale gingen bei den vier weiteren Zeitschnellsten der zwei Halbfinalläufe an die vier Läufer auf den Rängen fünf bis acht im zweiten Halbfinale. Also an genau jene vier Läufer, die Kalb auf Rang neun verwiesen hatten. Der Rangachte Jakob Rettschlag (Vehlefanz) kam nach 3:49,29 Minuten ins Ziel. Um ihn zu schlagen, hätte der Lüdenscheider ganz dicht an seine persönliche Bestzeit (3:49,21) heranlaufen müssen. Das gelang Kalb am Samstag an der Spree indes nicht. Und so musste er am Sonntagnachmittag zuschauen, als die zwölf qualifizierten Mittelstreckler um den Titel liefen.

Den sicherte sich in einem nicht sehr schnellen Finale Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) in 3:44,64 Minuten vor Marius Probst (TV Wattenscheid, 3:44,72) und Mohamed Mohumed (Dortmund, 3:45,20). Florian Kalb war in diesem Jahr bei den nationalen Titelkämpfen der Leichtathleten in Berlin der einzige Athlet mit Wurzeln im märkischen Südkreis.

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