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Fisnik Zejnullahu reizt es noch einmal

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Von: Michael Jeide

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Markus Hildebrandt, Fisnik und Florent Zejnullahu
Fisnik Zejnullahu (Mitte) wechselt als spielender Co-Trainer vom RSV Meinerzhagen zum TuS Plettenberg und wurde von seinem Bruder Florent (rechts) und dem Sportlichen Leiter Markus Hildebrandt im Lennestadion begrüßt. © TuS Plettenberg

Nach Fynn Hampel und Christopher Göbel, die beide von Rot-Weiß Lüdenscheid ins Lennestadion wechseln werden, hat der Bezirksligist TuS Plettenberg den dritten Neuzugang für die Saison 2022/23 an der Angel. Diesmal kommt er vom Oberligisten RSV Meinerzhagen.

Plettenberg - „Als Florent den Impuls gab, haben wir natürlich nicht lange gefackelt.“ Markus Hildebrandt, Sportliche Leiter des TuS Plettenberg, musste nicht erst großartig überlegen, als ihn der jetzige spielende Co-Trainer und baldige – ab Sommer – Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten, Florent Zejnullahu, informierte, dass dessen Bruder Fisnik noch einmal aktiv werden möchte. Zwei Jahre nach dem Laufbahnende reizt es den 34-Jährigen wieder, sonntags nicht nur neben, sondern wieder auf dem Platz zu stehen. Und dies wird Fisnik Zejnullahu nunmehr ab der Saison 2022/23 beim TuS Plettenberg in die Tat umsetzen.

Brüder machen gemeinsame Sache

„Fisnik hat 2020 zwar offiziell aufgehört, aber beim RSV Meinerzhagen fast jede Trainingseinheit aktiv mitgemacht“, weiß Hildebrandt. „Und jetzt hat er noch einmal Lust bekommen, zu spielen und mit Florent etwas zusammen zu machen – auch, weil es vielleicht die letzte Möglichkeit sein wird, dies als Brüder gemeinsam zu tun.“ Während Florent, der zwar schon beim SSV Küntrop als Spielertrainer tätig war, in Plettenberg aber nunmehr erstmals eine überkreislich spielende Mannschaft eigenverantwortlich trainieren wird, künftig nur noch an der Seitenlinie stehen wird, soll Fisnik auf dem Platz als spielender Co-Trainer fungieren und seine Erfahrung an die jungen Spieler des TuS Plettenberg weitergeben.

Zweimal mit dem VfL Bochum beim „Sauerlandcup“ und Matchwinner im Pokalfinale 2019

Erfahrung aus einer langen Karriere, die ihn einst im Nachwuchs des VfL Bochum in die U19-Bundesliga führte, für der er in der Saison 2005/06 in 26 Spielen 21 Treffer erzielte. Zweimal spielte Fisnik Zejnullahu in jenen Jahren auch beim A-Juniorenturnier des TuS Plettenberg um den „Sauerlandcup“ mit – danach war Plettenberg, anders als für seine Brüder Fitim, mittlerweile zum zweiten Mal Trainer der FSV Werdohl, und Florent, lange ein weißer Fleck auf seiner fußballerischen Landkarte. Bis zum 31. Mai 2019: Da gewann der RSV Meinerzhagen den Kreispokal durch einen 5:2-Sieg beim TuS Plettenberg. Matchwinner damals mit zwei Toren und zwei Vorlagen: Fisnik Zejnullahu.

Teammanager beim RSV Meinerzhagen

Der Weg von Fisnik Zejnullahu führte vom VfL Bochum zu Borussia Dortmund II in die Regionalliga Nord (sechs Einsätze), dann zu Westfalia Herne und Germania Gladbeck in die Oberliga Westfalen, weiter zum Wuppertaler SV und über Borussia Dröschede, die SF Oestrich-Iserlohn und den FC Iserlohn im Jahr 2014 zurück in die engere Heimat zur FSV Werdohl. Ein Jahr später ging es zum aufstrebenden RSV Meinerzhagen. Dort machte der schussstarke Offensivspieler den Weg bis in die Oberliga mit, übernahm dann Aufgaben im Trainerstab, ist in der laufenden Saison als Teammanager an der Kaderplanung beteiligt, führte Gespräche mit Spielern.

„Fisnik hat ein Riesennetzwerk und will auch weiter im Fußball tätig bleiben, ist für alles offen“, weiß Hildebrandt, der sich auf die Zusammenarbeit freut und hofft, dass der TuS Plettenberg von Fisnik Zejnullahus Erfahrung auf und neben dem Platz profitieren kann. „Dass er zu uns kommt, macht uns mega-stolz und froh. Das Komplettpaket als Spieler und Co-Trainer ist für uns Gold wert“, sagt Markus Hildebrandt. „Fisnik hat im Fußball so viel gesehen und ist eine Persönlichkeit – das kann nur gut für uns sein.“

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