Final Four: Schmallenberg holt den Kreispokal

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Die Mannschaft von Ausrichter SG Kierspe-Meinerzhagenhier mit Robin Plischka (links) gegen Netphens Spielertrainer Matthias Hoffmann - verpasste den Einzug ins Endspiel. -

Kierspe - Der TV Schmallenberg ist Handball-Kreispokalsieger 2015/16, denn das packende Endspiel beim Final-Four-Turnier in der Kiersper Felderhof-Sporthalle gewann der Tabellenzweite der Kreisliga A gegen den TVE Netphen mit 28:27 (16:17).

In der Frauen-Konkurrenz wird der designierte Oberligist TVE Netphen derweil zum „Serientäter“: Zum dritten Mal in Folge behielt er im Finale über den TuS Drolshagen die Oberhand, siegte am Sonntag klar mit 36:24 (23:9).

Knapp 400 Zuschauer verfolgten am Nachmittag die Endspiele, die beinahe schon erwartungsgemäß ohne Vertreter aus dem Altkreis Lüdenscheid über die Bühne gingen. In den Vorschlussrundenpartien der Männer zogen nämlich sowohl der TuS Grünenbaum als auch die Mannschaft der ausrichtenden SG Kierspe-Meinerzhagen den Kürzeren.

Im ersten Spiel des Tages legte der TV Schmallenberg gegen die Grünenbaumer schnell auf 4:0 (5.) vor. Zwar gelang es dem TuS zwischenzeitlich, noch einmal auf zwei Treffer heranzukommen, doch ein Zwischenspurt bescherte den deutlich variableren Hochsauerländern bis zur 23. Minute eine 12:5-Führung. Bis zur Pause verkürzten die Halveraner noch einmal auf 12:8. Aber obwohl Schmallenberg in Durchgang zwei nach dem 18:12 (40.) munter durchwechselte und sich der Vorsprung danach nur noch im Bereich von drei bis maximal fünf Toren bewegte, lief der TVS nie wirklich Gefahr, das Spiel noch aus der Hand zu geben. Auch deshalb nicht, weil der angeschlagene TuS-Torjäger Jarosi zur Pause ausgeschieden war.

Zumindest zu Beginn konnte die SG Kierspe-Meinerzhagen danach das Duell mit dem TVE Netphen offen halten. Eingangs führte die Pielhau-Sieben sogar mit 5:3 (8.), geriet über 6:6 (11.) und 10:13 (23.) bis zur Halbzeitsirene aber mit 14:18 ins Hintertreffen. Beim 16:25 (38.) sahen die Siegerländer bereits wie der sichere Sieger aus. Und dieser Eindruck trog letztlich auch nicht, denn nachdem sich die nun in der Defensive verbesserte SGKM noch einmal auf 23:27 (49.) herangearbeitet hatte, fehlten ihr Ruhe und Cleverness, um den TVE noch einmal ernsthaft zu gefährden. Am Ende siegten die Netphener mit 33:30.

Spannender als die Halbfinals verlief dagegen das Endspiel: Die Führung, die nie höher war als zwei Tore, wechselte mehrfach hin und her, und obwohl beide Mannschaften zum Ende hin die Kräfte schwanden, durfte der TV Schmallenberg erst jubeln, nachdem Bernshausens finaler Freiwurf nicht den Weg ins Tor gefunden hatte. Verdient war der Sieg des TVS gleichwohl schon – und zwar deshalb, weil er über weite Strecken der ersten und der zweiten Halbzeit stets knapp in Vorlage getreten war. Nach dem 23:21 (42.) drohte die Partie allerdings zu kippen, denn nach einem Vier-Tore-Lauf des TVE Netphen lagen die Hochsauerländer elf Minuten vor Schluss plötzlich mit 23:25 zurück. Aber die Heimes-Truppe kämpfte sich mit großer Willenskraft zurück, glich wieder aus und brachte in einer torarmen Endphase das Spiel schließlich mit 28:27 nach Hause.

Zuvor im Frauen-Finale hatte der ungeschlagene Verbandsliga-Spitzenreiter TVE Netphen den Grundstein zum Erfolg über den bereits als Absteiger aus der Oberliga feststehenden TuS Drolshagen schon im ersten Durchgang gelegt. Über 6:2 (9.), 13:6 (19.) und 23:9 (30.) waren die Stötzel-Schützlinge klar Chef im Ring. Den Umstand, dass der TVE nach dem Seitenwechsel in der Abwehr etwas experimentierte, nutzte der TuS immerhin dazu, den Rückstand konstant zu halten. So siegte das Netphener Team um die Meinerzhagenerin Yasemin Batgün am Ende „nur“ mit 36:24.

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