Fußball

Eine Hymne und moderne Technik

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Die Gruppe Hazard im 30 Meter-Vollsprint in der Feelgood-Arena.

Plettenberg – „Hala Madrid“ – zu den Klängen der Vereinshymne von Real Madrid liefen gestern 44 Kinder zur mittlerweile dritten Ferien-freizeit des erfolgreichsten europäischen Fußballvereins in die Herscheider Feelgood-Arena ein.

Wie schon in den vergangenen beiden Jahren ist die Fundación Real Madrid Clinic, die offizielle Fußballschule der Königlichen, zu Gast in der Ebbegemeinde und wird dem heimischen Fußballnachwuchs fünf Tage lang die Trainingsphilosophie der Jugendakademie Reals nahe bringen. 44 Kinder, darunter auch einige Mädchen – das sind neun mehr als 2018 und fünf weniger als 2017. Eine mehr als ordentliche Beteiligung, berücksichtigt man, dass das Camp des VfL Bochum beim benachbarten TuS Plettenberg erst am Wochenende mit 33 Teilnehmern über die Bühne gegangen ist und ein anderes Feriencamp, das des Fußballkreises, mangels der nötigen Anzahl Anmeldungen abgesagt werden musste.

Abschlussveranstaltung mit Ehrungen und Urkunden

Der Einmarsch mit Hymne war neu für Herscheid, neu sind auch die drei Trainer, die sich seit gestern um die in die drei Gruppen „Ramos“ (die ältesten Kinder), „Kroos“ (das mittlere Alter) und „Hazard“ (die jüngsten Kinder) kümmern. Timo Nickel (22) arbeitet seit diesem Jahr im Trainerteam von Real Madrid, hat für den VfL Bochum in der A-Junioren-Bundesliga gespielt und ist aktuell beim SC Union Bergen (Kreisliga A) aktiv. Ebenfalls aus dem Revier kommt Dimitrios Tziampazakis, der im zweiten Jahr für die Madrilenen als Trainer arbeitet, zuvor beim DSC Wanne-Eickel im Nachwuchsbereich tätig war und davor für Fortuna Herne in der Bezirksliga gespielt hat. Campleiter ist George Manolis, der schon im fünften Jahr „jede Woche in den Sommerferien“ in Diensten von Real durch die Lande reist. TuS Dornberg, Arminia Bielefeld und der FC Gütersloh waren die Stationen des Fußballlehrers, der vorher in Bielefeld als Gastronom tätig war.

„Wir wollen bis zum Ende der Woche Freunde bleiben“, rief Manolis den im Mittelkreis versammelten Kindern zu, nachdem alle Teilnehmer des Camps ausgestattet worden waren und der Campleiter Disziplin, nicht zuletzt beim Umgang mit den Trinkflaschen, eingefordert hatte. Der Ablauf der Woche ist nicht anders als bei den ersten beiden Auflagen. Warmup, zwei Stunden Training, sportgerechtes Mittagessen im „Adler“, nochmal zwei Stunden Training – so läuft es bei Freitag. An diesem Tag gibt es natürlich eine Abschlussveranstaltung, bei der Urkunden verliehen werden und der „Best Teamplayer“ ausgezeichnet wird. Auf die Frage, was in diesem Jahr aber wirklich neu beim Camp von Real Madrid ist, deutet Manolis auf die Sportstation, ein Gerät, das auch in Herscheid eingesetzt wird, allerdings erst am Mittwoch. „Ein Dribbelparcours mit elektronischer Zeitmessung – absolut spannend“ versprechen die Organisatoren. Die Kinder können sich dann gegenseitig herausfordern. Dann packt George Manolis die Sportstation sicherheitshalber erst einmal weg. Schließlich ist das Ding 8000 Euro wert. „Ohne Computer und Handy geht heute gar nichts mehr“, sagt George Manolis. Für die Kinder dürfte gerade die Verbindung aus Bewegung und Technik reizvoll sein – und vielleicht ein Weg, künftig die Daddler und Gamer aus dem stickigen Zimmer nach draußen an die frische Luft zu locken.

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