Tennis

Faszination auf roter Asche

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Artur Tomaszewski (hinten links) mit den Teilnehmern des Tenniscamps auf der Anlage des LTV von 1899 am Stadtpark. Neben spielerischen Einheiten stehen auch konditionelle Parts auf dem Programm.

Lüdenscheid – „Ich habe es leider nicht gesehen, weil das meine Nerven nicht aushalten. Ich bin da ein zu großer Federer-Fan“, erzählt Artur Tomaszewski im Nachgang über eines der wohl besten Grand-Slam-Finalspiele aller Zeiten, des Novak Djokovic am Sonntag in Wimbledon gegen Roger Federer nach fast fünf Stunden für sich entschied.

Allein dieses Match zeigte viel über die Faszination Tennis: Physis und Psyche sind beide gleichermaßen wichtig für den Erfolg. Nicht zu Weltklassespielern, aber sicherlich zu besseren Racket-Assen werden die Kinder des Tenniscamps gemacht, das Tomaszewski auf der Anlage des LTV von 1899 seit Montag und noch bis Donnerstag am Stadtpark durchführt. Unterstützt von zwei weiteren Betreuern sind 17 tennisbegeisterte Kinder im Alter zwischen sechs und 16 Jahren auf der roten Asche aktiv und werden sowohl konditionell als auch spielerisch geschult. Um 10 Uhr beginnen die Kinder, gegen 16 Uhr ist die tägliche Arbeit beendet. „Mittags gibt es auch ein gemeinsames Essen und für alle Teilnehmer ein T-Shirt“, erklärt Tomaszewski.

Weiteres Camp am Ferienende

Ein Unterstützer an seiner Seite ist Kaspar Volz, eigentlich Mitglied der 1. Mannschaft, aber mittlerweile studienbedingt nach Southampton gezogen. „Auch in Southampton spiele ich an der Universität weiterhin Tennis. Wenn ich hier vor Ort bin, helfe ich gerne bei dem Camp und unterstütze Artur“, erklärt Volz. Die Sonne scheint in diesen Tagen nicht über der Bergstadt, für Tomaszewski sind es genau deswegen nahezu optimale Bedingungen: „Wir hatten auch schon einmal Jahre, da war es sehr warm, und die Kinder waren am Ende des Tages ziemlich platt und nicht mehr komplett konzentriert. Die Temperaturen sind derzeit wesentlich angenehmer für so ein Camp. Aber die Hauptsache ist, dass es nicht regnet“, erklärt der Trainer, der zu seiner Zeit beim UHC Hamburg auch als Trainingspartner des damals noch 13 bis 14 Jahre alten „Sascha“ Zverev agierte („Schon damals hat er die Schläge sehr früh genommen, ein absolutes Ausnahmetalent“) und seinen großen Erfahrungsschatz nun in Lüdenscheid mit Freude an die Kinder weitergibt.

Die Sommerferien beginnen und enden beim Lüdenscheider TV von 1899 mit einem Camp. Auch in der sechsten Ferienwoche (19. bis 22. August) bietet Tomaszewski den Kindern die Möglichkeit, die Faszination des Tennissports weiter für sich zu entdecken.

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