1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ein Totalausfall der kompletten Mannschaft

Erstellt:

Von: Michael Jeide

Kommentare

Sah kurz vor der Pause in Herbede die Rote Karte: Björn Traumüller.
Sah kurz vor der Pause in Herbede die Rote Karte: Björn Traumüller. © Jeide, Michael

Fehlstart ins Handballjahr 2023 für die HSV Plettenberg/Werdohl: In der harzfreien Wittener Jahnsporthalle mussten die Lennetaler am Samstag ihre zweite Niederlage in dieser Saison einstecken. Diese fiel beim HSV Herbede mit 30:22 (15:11) am Ende deutlich aus. Es war ein Rückschlag im Kampf um die Tabellenspitze, wo nun Ligaprimus SG Ruhrtal wieder die besseren Karten hat.

Witten - Bis auf Dominic Scheerer konnte Spielertrainer Pierre van der Hurk seine Bestbesetzung auf die Platte schicken. Der Start in die Partie verlief auch noch relativ gut: Die Gäste setzten sich auf zwei Tore ab (4:6/10.), lagen auch nach einer Viertelstunde noch knapp vorn (6:7). „Bis dahin war es in Ansätzen noch okay, aber danach haben wir alles vermissen lassen“, beschreibt van der Hurk das, was sich im langen Rest der Partie abspielte. „Es war ein Totalausfall der kompletten Mannschaft. Das darf uns so nicht passieren.“

Herbede bekam dank leichter Fehler und verworfener Bälle der Gäste allmählich Oberwasser. Fabian Gerth, mit fünf Treffern bester Werfer der Lennetaler, schaffte mit dem 9:9 (20.) zwar noch einmal den Ausgleich, verkürzte auch auf 12:11 (26.), aber bis zur Pause setzte sich das Team von der Ruhr auf 15:11 ab. Für Björn Traumüller war die Begegnung da bereits beendet. Er sah 26 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff die Rote Karte, weil er bei einem Wurf von Linksaußen in den Mann gegangen war. „Unnötig“, befand van der Hurk.

Das kann mal passieren. Mund abwischen, weiter trainieren und es wieder gut machen.

HSV-Trainer Pierre van der Hurk

Nach Wiederbeginn kamen die Plettenberger und Werdohler nach dem zweiten vergebenen Siebenmeter der Gastgeber noch einmal auf 16:14 (36.) heran, doch Herbede enteilte auf 19:14 und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr entreißen, machte nach dem 27:21 (55.) mit einem weiteren 3:0-Lauf alles klar. „Wir waren einfach nicht clever genug. Dass es ohne Harz schwer werden würde, war klar, aber wir haben mit dem Spielgerät, das zur Verfügung stand, einfach nicht gut Handball gespielt. Dazu kam eine schwache Abwehr- und Torhüterleistung“, war van der Hurk enttäuscht, verfiel aber nicht in Panik: „Das kann mal passieren. Mund abwischen, weiter trainieren und es wieder gut machen.“

Auch interessant

Kommentare