Mit dem Degen um die Trophäen der Sparkasse

+
Marie Courouble gehört in der A-Jugend-Konkurrenz der Mädchen zu den Favoritinnen.

LÜDENSCHEID - Zum ersten Wochenende eines jeden Jahres gehört nun schon seit geraumer Zeit in Lüdenscheid eine Veranstaltung des LTV 61, die den Besuchern eine Facette des sportlichen Treibens präsentiert, die sonst hier eher in Trainingshallen oder eben bei Veranstaltungen in anderen Orten angeschaut werden kann: Am Samstag und Sonntag geht es einmal mehr um die Trophäe der Sparkasse Lüdenscheid – und zwar im Degenfechten.

Der Reiz des Neuen ist nach einigen spannenden Auflagen inzwischen der Gewissheit des Bekannten gewichen. Der LTV 61 hat sich im besten Sinne als Turnier-Ausrichter bewährt. Auch wenn in diesem Jahr die Technische Direktion von Herbert Plate auf Dr. Friedemann Enders übergeht, ist den Veranstaltern nicht bange, dass schon alles gut gelingen wird.

Schwierig war es im Vorfeld, die 20 Bahnen für die Sporthalle am Raithelplatz zusammenzubringen. Es dauerte ein bisschen länger als erhofft, weshalb die Ausschreibung für das Turnier etwas später auf den Weg gebracht wurde. Die Folge: Bis zum Wochenende hatten erst 112 Aktive gemeldet. Im Vorjahr waren es noch 180, von denen dann 150 tatsächlich nach Lüdenscheid kamen. „Fechter melden immer spät“, sagt Thomas Millutat, Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit, gelassen und sieht das Ende der Fahnenstange bei den Meldungen noch nicht erreicht.

Kommen werden die üblichen Verdächtigen aus Solingen und Leverkusen, auch aus Quernheim und Frankfurt. Von überall dort eben, wo der Fechtsport zu Hause ist. Es hat indes auch ein Teilnehmer aus Winchester in der Nähe von Southampton gemeldet – so wird es wieder ein internationales Turnier sein. Am Samstag ab 10 Uhr werden die 20 Bahnen bevölkert sein, daran wird sich bis zum späten Nachmittag wenig ändern im Kampf um die Trophäe der Sparkasse. Der Sonntag mit dem gewohnten Fun-Mixed-Turnier dürfte da schon weniger Wuseliges bereit halten – hier steht der Spaß im Vordergrund.

Enders nach Dijon

Der LTV 61 selbst wird am Wochenende 20 bis 25 Aktive stellen. Manche, die die ersten Erfahrungen sammeln sollen. Andere, die um den Sieg mitfechten können – wie Paul Busch bei den A-Jugendlichen oder Marie Courouble bei den A-Jugend-Mädchen. Henrike Enders wäre auch so eine. Sie wäre quasi abonniert auf Sieg, aber sie hat etwas Anderes vor. Es ist nicht einmal vermessen, festzustellen, dass sie etwas Besseres vor hat: Enders startet beim Weltcup in Dijon. Für den Vater bedeutet es: Er muss die Dinge in Lüdenscheid bestens im Griff haben und wird trotzdem immer wieder mit dem Kopf in Dijon sein. Eine doppelte Herausforderung.

Thomas Machatzke

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare