Fath peitscht die HSG im Schlussspurt zum Sieg

HSG-Kreisläufer Lars Gruber (rechts) im Duell mit dem starken HSV-Spielmacher Olli de Liello.

ÜDENSCHEID ▪ Tolle Kulisse, höchst unterhaltsames und vor allem hoch spannendes Spiel: Gut 400 Zuschauer durften sich am Samstagabend über ein gutklassiges Duell in der BGL-Halle freuen. Am Ende jubelten allerdings nur die Lüdenscheider, weil die gastgebende HSG das Kreisderby gegen die HSV Werdohl/Versetal mit 33:31 (15:17) für sich entschied. Die Gäste tröstete das Lob von allen Seiten für eine gute Leistung nicht. Zum zweiten Mal binnen einer Woche hatte das abstiegsbedrohte Meyrich-Team die Halle unglücklich mit leeren Händen verlassen müssen.

Dabei hatte der lautstarke Anhang vom Riesei eine halbe Stunde lang klar den Ton angegeben, die HSV nach 43 Minuten auf Siegkurs gelegen, aber versäumt, entscheidend nachzulegen.

Die Gäste hatten schon zu Beginn mit einer extrem offensiven 1:5-Deckung überrascht. Doch die HSG blieb ruhig. Die Routiniers Dralus – trotz bekannten Wechsels nach Werdohl war seine Vorstellung über jeden Zweifel erhaben – und vor allem der doppelt angeschlagene Fath – Schulter und Fuß – lenkten das Spiel über naturgemäß große Lücken am Kreis. 6:3 (9.) und 9:6 (14.) hießen die Stationen, ehe die Partie kippte. Am großartigen Keeper Kämmerer, der seine Gegenüber Bahr und Huhn klar ausstach, richteten sich die Gäste auf. Vorn führte de Liello im Verbund mit dem starken Hurlbrink und dem zunächst überzeugenden Bluhm die HSV über die erste Führung (12:11, 23.) zur 17:15-Pausenführung. Die HSG-Fans waren sauer, bemängelten inzwischen gänzlich fehlendes Einlaufen zum Kreis.

Besser wurd’s auch nach Wiederbeginn mit Huhn im Tor nicht – im Gegenteil: Lüling, der den enttäuschenden Lohmann in den Schatten stellte, und de Liello sorgten für die erste Vier-Tore-Führung der Gäste (20:24, 43.). Doch während sich die HSV nun einige unvorbereitete Würfe nahm und am zurückgekehrten Bahr scheiterte, peitschte der angeschlagene Fath die HSG ins Spiel zurück. Während nämlich bei der HSV die Kräfte schwanden und personelle Alternativen nicht griffen, stachen Lüdenscheids Joker: Schlippe, Luft und vor allem auch der in der Deckung neben Schürfeld überzeugende Beckmann, erhöhten nochmals den Druck im Angriffsspiel: Vom 25:27 ging die HSG erstmals wieder mit 28:27 (Schlippe) in Führung und legte dann nach J. Lakic’ Ausgleich vier entscheidende Treffer nach. Das Spiel war gelaufen, der fanatische HSV-Anhang verstummt.

HSG: Bahr (1. - 30., ab 45.), Huhn (31. - 45.) – Schürfeld, Füller (2), Heller (1), Gruber (3), Bölling (4), Brahimi (1), Beckmann (2), Schlippe (6/2), Fath (7/4), Dralus (5), Luft (2), Miossec (n.e.)

HSV: Kämmerer – Hurlbrink (6), Bluhm (4), Lüling (3), de Liello (9/4), J. Lakic (1), Blumberg, M. Lakic (2), Potberg (4), Burzlaff (2)

Schiedsrichter: Kappel/Remke (Münster)

Zeitstrafen: HSG 4 – HSV 4

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