Heimdesaster für die HSG Lüdenscheid

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Allein Falk Baberg erreichte in Reihen der HSG Lüdenscheid am Samstagabend Normalform und markierte zwölf Treffer bei der Schlappe gegen Emst.

LÜDENSCHEID -  Blamage – die Zweite: Eine Woche nach dem Auswärtsdebakel von Hohenlimburg erlebten die Landesligahandballer der HSG Lüdenscheid am Samstag auch ein Heimdesaster: Mit 22:31 (12:13) gerieten die Fath-Schützlinge selbst gegen Schlusslicht DJK Grün-Weiß Emst unter die Räder.

Was aber die Leistung der Gäste nicht schmälern soll: Die bestätigten den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen, der sich bis dato nur nicht in Punkten niedergeschlagen hatte. Bei der HSG machen sich die Langzeitausfälle der Spielmacher Opitz und Schlippe sowie von Klassekeeper Kämmerer weit schwerwiegender bemerkbar als es sich die Verantwortlichen eingestehen.

Dabei erwischte die HSG einen Start nach Maß, schien mit druckvollem Spiel den Eindruck der Hohenlimburg-Partie wegwischen zu wollen, obwohl mit Florian Paetz (Schichtdienst) kurzfristig eine weitere Stammkraft ausfiel. 6:3 führte sie nach Beckmanns Treffer (10.).

Aber dann war’s blitzschnell vorbei mit aller Herrlichkeit: Allein der überragende Falk Baberg hielt die Hausherren bis zum Wechsel (12:13) noch auf Kurs, der Angriff der Bergstädter verkümmerte zusehends, sinnbildlich holten sich die Hausherren vornehmlich gegen den Ex-Schalksmühler Frank Herwig im Deckungszentrum blutige Nasen. Das Spiel war ausschließlich nur noch auf den Rückraum zugeschnitten, der Kreis durch die gute GW-Abwehr blockiert, die Außen verhungerten. Und den Angriff bekam die HSG auch nicht in den Griff, weil der Ex-Lüdenscheider Thomas Dralus klug Regie führte und seine Nebenleute in Schusspositionen brachte. Die HSG-Keeper Kapp und Prumbaum bekamen in wechselnden Besetzungen kaum eine Hand an den Ball, sahen besonders von Außen gegen Pyde und Co. ganz alt aus.

Wer damit gerechnet hatte, dass die Walter-Sieben nach Wiederbeginn konditionell zusammenbrechen würde, sah sich getäuscht. Das Gegenteil war der Fall. Als der Gast bald nach dem 16:18 (40.) Baberg in kurze Deckung nahm, war’s um die HSG geschehen, die fast widerstandslos auseinanderfiel, Tor um Tor kassierte und schließlich beinahe gedemütigt die Halle verließ.

Jörg Hellwig

HSG: Kapp (1.-18., 43.-49., ab 58.), Prumbaum (18.-43., 49.-58.) – Bölling (2), Luft (1), Füller (3), Baberg (12/4), Beckmann (2), Czekalla (n.e.), T. Paetz (1), Lausen, Miossec, Voss (1)

GW: Botte (1.-30.), Lache (ab 31.) – Lutz (1), L. Wetzel (5/3), Boja (3), Kunath (2), Dralus (1), Wichert (2), Pyde (10), Bulk (3), Tolksdorf (3), Herwig (1)

Schiedsrichter: Abrahams/Voegele (Ergste)

Zeitstrafen: HSG 6 inkl. rote Karte gegen Miossec (41., dritte Zeitstrafe), GW 3

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