Eishockey

Euphorie bei den Roosters-Fans nach der Foucault-Verpflichtung

Joel Lowry (14, Iserlohn Roosters) Christian Hommel (Sportlicher Leiter, Iserlohn Roosters)
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Viel Lob gab es für Christian Hommel (2. von links, hier im Gespräch mit Joel Lowry) nach dem Transfer von Kris Foucault.

Die Euphorie in den sozialen Netzwerken hätte kaum größer sein können. Die Verpflichtung von Stürmer Kris Foucault ist bei den Fans der Iserlohn Roosters mit ganz großer Freude zur Kenntnis genommen worden. 

Iserlohn - Von ,Geiler Transfer‘ über Lob für den Manager unter dem Motto ,Bravo Homsi‘ bis ,Das ist ja Wahnsinn‘, war alles dabei. Die Fans, das kann man nicht nur den Worten unter dem Foucault-Transfer entnehmen, sind sehr zufrieden, was man am Seilersee derzeit möglich macht.

Dabei scheint der Club die Voraussetzungen zu bereiten, die konkrete Werbung übernehmen die Spieler. So wie Teamkapitän Torsten Ankert. „Torsten Ankert hat sehr, sehr viel Positives vom Seilersee berichtet, über die sportliche Ausrichtung, über den Zusammenhalt in der Kabine und viele gute Typen“, sagt Foucault, der, noch in Berlin, seine Heimreise nach Kanada für den 27. Mai plant. Aber, Ankert war definitiv nicht der Einzige, der Werbung machte. Vor allem auch Brent Aubin und seine Familie dürften ein starkes Argument gewesen sein. „Wenn man in eine neue Stadt kommt und viele Spieler aus der Kabine kennt, dann ist das ein unglaublicher Bonus. Mein Sohn beispielsweise ist mit Brents Familie und den Töchtern aufgewachsen. Auch Torsten Ankert und Philipp Riefers sind wirklich gute Typen. So ist die Vorfreude auf die neue Heimat schon jetzt richtig groß“, so der Meisterstürmer, der aus Berlin an den Seilersee kommen wird.

„Ein absoluter Familienmensch“

Auch Aubin freut sich, wieder mit seinem Ex-Teamkollegen aus Wolfsburger Tagen auf dem Eis stehen zu können. „Er ist ein wirklich herausragender Offensivspieler und er bringt tolle Skills mit, die uns beim Toreschießen helfen werden. ,Fünf-gegen Fünf‘ ist er schon richtig gut, seine ganz besonderen Stärken aber hat er im Powerplay. Hier zählt er aus meiner Sicht zu den Top 5-Spielern in der gesamten DEL. Genauso wichtig aber ist, dass er ein absoluter Familienmensch ist – einer, den man gern in der eigenen Kabine um sich hat“, unterstreicht Aubin, der mittlerweile mit der Familie wieder in der Heimat nahe Montréal angekommen ist.

 Letztlich ist nicht immer Geld entscheidend, sondern die Frage, wie früh man einen Spieler anspricht. 

Christian Hommel, Sportlicher Leiter der Roosters

Ausschlaggebend dürfte am Ende vor allem das Angebot der Roosters gewesen sein, gleich zwei Jahre mit Foucault zusammenarbeiten zu wollen. „Das ist vor allem für unsere Kinder wichtig, die in den letzten Jahren einfach zu oft umziehen mussten“, so der 30-Jährige.

Ein sehr guter Ersatz für Alex Grenier

Eine Ölquelle hat man am Seilersee trotz der bemerkenswerten Personalpolitik bislang nicht entdeckt, unterstreicht Manager Christian Hommel: „Dann würde ich mir, ehrlich gesagt, noch weniger Sorgen um den Club machen. Letztlich ist nicht immer Geld entscheidend, sondern die Frage, wie früh man einen Spieler anspricht. Auf der anderen Seite ist der Markt auch noch nicht so aufgestellt, dass die Spieler genau das verdienen können, was sie sich wünschen, dafür ist die Corona-Pandemie einfach noch zu präsent.“ Schwer zu beantworten ist die Frage, ob die Iserlohn Roosters einen Spieler gefunden haben, der mit seiner Qualität tatsächlich den Abgang von Alex Grenier, der bekanntlich in die Schweiz gewechselt ist, vergessen machen kann. „Man kann die beiden sicherlich nicht eins zu eins vergleichen. Aber Kris kann Tore vorbereiten, Kris kann Tore schießen. Er hat gezeigt, welchen Wert er für seine Vereine haben kann. Ich denke, wir haben sicherlich einen sehr guten Ersatz für die Position gefunden.

Das gilt auch deshalb, weil Foucault noch klar definierte Ziele hat: „Ich will mich weiterentwickeln und dazu gehört die Chance noch mehr auf dem Eis zu zeigen, was ich kann“, so der Kanadier. Bedeutet im Klartext, er will wieder mehr Eiszeit, als das in Berlin der Fall war.

Maxim Rausch gibt als neue Heimat Iserlohn an

Am Pfingstwochenende wurde bekannt, dass die Sauerländer auf der Suche nach einem weiteren Talent fündig geworden sein könnten. Von den Jungadlern aus Mannheim wechselt wohl der mittlerweile 18-Jährige Maxim Rausch an den Seilersee. Der Verteidiger hat einen neuen Instagram-Account und dort als neue Heimat Iserlohn angegeben. Der Youngster stand in der vergangenen Spielzeit 32 Mal für den EHC Freiburg aus der DEL2 auf dem Eis, kam als 17-Jähriger in den Breisgau, konnte dort sein Potenzial andeuten, was er auch in der deutschen U18-Nationalmannschaft schon getan hat. 

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