Fußball, Kreisliga A

Trainerwechsel vor dem Krisengipfel

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Ismail Uzunoglu (links) soll sich bei Eyüpspor bis Saisonende allein auf seine Rolle als Spieler konzentrieren.

Altena/Werdohl – Am schon vorletzten Hinrundenspieltag des Lüdenscheider Kreisoberhauses treffen am Sonntag (14.30 Uhr) in Altenmühle zwei Mannschaften aufeinander, die im bisherigen Saisonverlauf überrascht haben – allerdings im negativen Sinne.

Das Derby zwischen Eyüpspor Werdohl und dem VfB Altena, es ist der Vergleich zwischen dem Tabellenletzten gegen den Vorletzten. Ein Kellerduell, das zugleich Krisengipfel ist. „Wir haben uns die Saison ganz anders vorgestellt“, sagt Mikail Kocak. Der Sportliche Leiter der Werdohler spricht seine Enttäuschung über das bisherige Abschneiden von Eyüpspor, das zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierte und vor allem beim 1:4 gegen TS Plettenberg enttäuschte, offen und ehrlich aus.

Olcay Bulut neu auf der Kommandobrücke

Vor allem aber präsentierte Kocak am Montagabend einen neuen Cheftrainer, der das Team bis zum Saisonende betreuen und schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller herausführen soll. „Ab sofort ist Olcay Bulut unser Trainer. Er kennt den Verein, hat lange für uns gespielt und im Jugendbereich schon als Trainer gearbeitet. Es ist eine sehr gute Lösung. Ismail Uzunoglu und ‘Bubi’ Topcu sollen als Spieler den Kopf komplett frei haben“, betont Kocak. „Isi“ und „Bubi“, die nach der Trennung der Werdohler von Murat Uzun Mitte September die sportliche Verantwortung für das A-Liga-Team übernommen hatten, sollen ihre fußballerische Klasse und Erfahrung fortan voll und ganz auf den Platz bringen und der Mannschaft aktiv helfen, wieder in die Spur zu finden.

Und Olcay Bulut, älterer Bruder des Werdohler Profis Onur Bulut, soll als Seitenlinienchef das Team auf Kurs bringen. „Wir müssen jetzt Punkte holen. Jedes Spiel wird wichtig sein“, verdeutlicht Mikail Kocak, der die Rote Laterne am liebsten schon am Sonntag weiterreichen möchte an den VfB Altena, der mit sieben Punkten aus zehn Spielen zwei Zähler mehr gesammelt hat als die Kicker aus Altenmühle, den eigenen Ansprüchen aber ebenfalls weit hinterherhinkt.

Altena gewillt, die Zweikämpfe anzunehmen

Christian Weiß, bei den Burgstädtern Trainer und Sportchef in Personalunion, war nach der 2:5-Pleite am Sonntag bei TS Plettenberg bedient. „Wir sind komplett in alte Muster zurückgefallen, haben keine Zweikämpfe angenommen. Die Einstellung hat komplett gefehlt. Wenn wir das jetzt nicht hinkriegen, dann wird es eng“, betont Weiß, der nach den beiden Heimsiegen gegen Stöcken-Dahlerbrück und SC Lüdenscheid eigentlich gedacht hatte, dass der Bock umgestoßen worden ist.

 „Wir sind in Plettenberg aber auf den Boden der Tatsachen zurückgeknallt und müssen jetzt am Sonntag gegen Eyüp unbedingt die Zweikämpfe annehmen“, gibt Weiß die Richtung unmissverständlich vor. Der 30-Jährige weiß um die Ausgangssituation und hofft natürlich auf einen Erfolg im Kellerduell. Er sagt aber auch: „Wenn wir da verlieren, dann brennt es lichterloh.“

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