Inline-Skaterhockey

Scheidung von Fonso

+
Toni Fonso ist nicht mehr Trainer der Highlander Lüdenscheid. 

Lüdenscheid – Die jüngsten sportlichen Auftritte hatten es zwar erahnen lassen, letztlich ist es aber doch ein überraschender Schritt: Vier Tage nach dem Pokalcoup gegen die Rockets Essen haben sich die Highlander Lüdenscheid und Cheftrainer Toni Fonso getrennt.

Nach einem Gespräch mit Abteilungsleiter Dr. Stephan Seuster verabschiedete sich der 50-Jährige am Mittwochabend aus der Bergstadt. Der Ex-Eishockeyprofi hatte erst Ende 2016 beim Bergstädter Inline-Skaterhockey-Erstligisten angeheuert und nach zwei Spielzeiten an der Seite von Carsten Lang nach dessen Rückzug in dieser Saison allein das Ruder auf der Kommandobrücke bei den „Schotten“ übernommen. In fachlicher und taktischer Hinsicht war dem Iserlohner sicher kein Vorwurf zu machen, mit seiner überaus temperamentvollen Art schien Toni Fonso vornehmlich bei den jüngeren Akteuren aber zu sehr anzuecken.

Nach der desaströsen Saisonbilanz von nur acht Punkten aus zwölf Spielen bis zum Auswärtsspiel in Essen, verbunden mit erschreckend schwachen Darbietungen, waren dem Übungsleiter auch die letzten Argumente ausgegangen, hatte er offene Kritik an den Auftritten seiner Schützlinge geäußert.

Ausgerechnet als sich der Coach dann in den länger geplanten Urlaub verabschiedet hatte und die Mannschaft auf sich allein gestellt war, rissen Kapitän Matti Stein und Co. das Ruder bei den Lüdenscheidern herum, überzeugten selbst bei ihrer knappen Niederlage in Essen, entführten dann zwei Zähler aus Bissendorf und feierten am vergangenen Wochenende schließlich nach 0:5-Rückstand die große Pokalsause gegen die Essener Raketen (9:6), die verbunden mit dem Einzug ins Halbfinale im ISHD-Pokal war.

Schon unmittelbar nach dem Spiel gegen die Rockets glaubte selbst Routinier und Assistenzkapitän Christian Unger nicht mehr an einen Verbleib des Trainers. „Ich glaube nicht, dass er wiederkommt“, formulierte er durchaus direkt. Fonso selbst kommentierte seinen Abschied aus Lüdenscheid mit folgenden Worten: „Nach einem intensiven Gespräch mit Doc Seuster haben wir gemeinsam entschieden, mein Trainerengagement bei den Highlandern mit sofortiger Wirkung zu beenden. Der Grund hierfür liegt ausschließlich darin, dass ich die Mannschaft nicht mehr erreiche und ich meine professionelle Einstellung zum Sport daher nicht auf sie übertragen kann. Ich wünsche der Mannschaft aber weiterhin viel Glück und werde mich noch persönlich von ihr verabschieden.“

Zunächst wird’s in der BGL-Sporthalle keinen Nachfolger als Highlander-Trainer für Fonso geben, sondern sich das Team wie in den vorangegangenen drei Begegnungen vielmehr weiterhin unter Regie von Kapitän Matti Stein und Christian Unger selbst coachen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare