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TSE verliert Derby und die Tabellenführung

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Von: Lars Schäfer

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Marcel Fenner (rechts) und die TS Evingsen bissen sich gegen die Letmather Abwehr um Jan Malte Buder über weite Strecken die Zähne aus. © Schäfer, Lars

Moral und Kampfbereitschaft stimmten, Ergebnis und über weite Strecken die Leistung im aufgebauten Angriff hingegen nicht: Die TS Evingsen hat trotz beeindruckender Aufholjagd das Derby gegen den Letmather TV mit 29:33 (12:17) und damit auch die Tabellenführung in der Handball-Bezirksliga Mitte an den LTV verloren.

Altena - In den ersten Minuten war es ein ausgeglichenes Topspiel in der sehr gut besuchten Sauerlandhalle, hielt die TSE mit der Wefing-Sieben Schritt. Nach dem 4:4 (8.) aber gipfelte das Gipfeltreffen bis zur Pause in Evingser Fehlversuchen, prallten die Burgstädter allzu oft an der vielbeinigen LTV-Abwehr um die Brüder Christopher und Sebastian Temp ab oder scheiterten am guten Torhüter Tristan Mertins. Zudem leistete sich das bis dato verlustpunkfreie Team von Sascha Schmoll in den ersten 20 Minuten zwei Fehlversuche von der Marke, am Ende waren es sogar fünf verworfene Siebenmeter.

Die Letmather, die rasante Tempogegenstöße fuhren und mit Rechtsaußen Bastian Börner (6 Tore) den Mann des ersten Durchgangs in ihren Reihen hatten, brachten über 5:10 (18.) bis zur Pause ein 12:17 auf die Anzeigetafel. Das war verdient und eine hohe Hypothek für die Gastgeber.

Die Evingser waren zu Beginn der zweiten Halbzeit um den Anschluss bemüht, im Angriff aber suchten sie gegen das LTV-Bollwerk zunächst weiter vergeblich nach Lösungen. Als Christopher Temp auf 13:21 stellte (39.), ballte der Altenaer Lothar Schubert, Betreuer auf der Letmather Bank, bereits die Siegerfaust. Beim 17:26 (45.) schien die Derby-Messe endgültig gelesen. Die TSE allerdings hielt den Kopf oben, Sascha Schmoll ließ Christopher Temp und Jan Malte Buder nun kurz decken. Das schmeckte den Gästen so gar nicht.

Die Turnerschaft knabberte Tor um Tor vom deutlichen Rückstand ab, witterte spätestens nach dem 26:29 (53.) durch Brüggendieck Lunte und hatte nun auch den Funken auf die Ränge überspringen lassen. Jetzt war Feuer drin in diesem Derby. Der LTV wackelte, fiel aber nicht. Eine Zeitstrafe gegen Christian Lohmann kam für die TSE zur Unzeit, die Gäste verteidigten die 3-Tore-Führung – 29:32 (56.). Als Burzlaff dann die Kugel neben den Kasten warf und das 30:32 verpasste, sich kurz darauf zudem zwei Minuten einhandelte, war der LTV im Ziel. Buder machte mit dem 29:33 den Deckel drauf.

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