Aufstieg: TS Evingsen macht in Olpe ihr Meisterstück

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Nicht zu stoppen: Evingsens René Heupel steuerte acht Tore zum 30:25-Erfolg in Olpe bei und war nach Max Heinemann zweitbester Schütze seiner Mannschaft.

Olpe - Auf den Rängen klatschten, trommelten und sangen die rund 50 mitgereisten Schlachtenbummler der TS Evingsen, auf dem Spielfeld tanzte, hüpfte und jubelte die Mannschaft ausgelassen in frisch gedruckten Meister-T-Shirts: Die Olper Kreissporthalle verwandelte sich Sekunden nach der Schlusssirene in einen wahren Freudentempel.

Mit 30:25 (13:13) hatte die TS Evingsen soeben den TV Olpe in die Knie gezwungen und die vorzeitige Meisterschaft in der Handball-Kreisliga perfekt gemacht.

Freudetrunken lagen sich die Evingser noch Minuten nach dem Ende des vorletzten Punktspiels dieser Spielzeit in den Armen, „Meistermacher“ Boris Heinemann herzte mehrfach jeden seiner Akteure und TSE-Abteilungsleiter Klaus Druskus musste die eine oder andere Träne verdrücken.

Es waren pure Emotionen, die sich in den Reihen des künftigen Bezirksligisten entluden. Emotionen, die auf der gemeinsamen Rückfahrt im Sonderbus und bei der anschließenden Meistersause im Vereinslokal ihren Höhepunkt erreichten. „Wir haben es ordentlich krachen lassen und sind in Evingsen sogar mit einem Feuerwerk empfangen worden. Die Mannschaft hat den Erfolg in vollen Zügen genossen und ausgelassen gefeiert. Wir sind verdienter Meister und ich bin mächtig stolz auf dieses Team. Die harte Vorbereitung und die intensive Arbeit während der Saison haben sich bezahlt gemacht“, sagte Boris Heinemann am Montag.

Der TSE-Spielertrainer freut sich „wahnsinng auf die Bezirksliga“, in der er „mit dem Abstieg nichts zu tun haben“ möchte.

Hier tanzt der Meister: Unmittelbar nach Spielende feierten die Evingser um Alexander Lüling (links) ausgelassen die vorzeitige Meisterschaft in der Kreisliga – natürlich in den frisch gedruckten Meister-T-Shirts.

Bis der vorzeitige Titelgewinn aber unter Dach und Fach war, musste der Klassenprimus am Samstagabend ein ganz dickes Brett bohren. Der TV Olpe, seines Zeichens Tabellenvorletzter, spielte befreit auf und bot den nervös startenden Gästen vor allem in Durchgang eins die Stirn. Vor allem Olpes Steffen Sauermann bekamen Lohmann, Heupel und Co. im ersten Durchgang nicht in den Griff und fingen sich zu leichte Gegentore.

Auf der Gegenseite hatte TVO-Keeper Thomas Schmidt einen Sahnetag erwischt und zeichnete sich gegen Lüling, Max Heinemann oder Lohmann gleich mehrfach aus. Seine gute Leistung krönte Schmidt sogar mit einem Tor, als er gegen Ende der dann allerdings schon entschiedenen Partie TSE-Schlussmann Hoinka mit einem Wurf aus 20 Metern düpierte.

Olpes routinierter Spielmacher Ingo Schmeer hingegen blieb in Durchgang eins blass, was ganz sicher auch der zeitweisen 5:1-Deckung der Gäste geschuldet war. Dennoch: Die Kreisstädter waren Mitte des ersten Abschnitts die bessere Mannschaft und führten nach 19 Minuten nicht zufälig mit 9:6. Evingsens Spielertrainer Boris Heinemann reagierte und rüttelte seine Schützlinge bei einer lautstarken Ansprache wach. Prompt wirkte der Spitzenreiter in der Abwehr kompakter und schloss seine Angriffe auch nicht mehr zu überhastet ab. Der verdiente Lohn war der 13:13-Ausgleich durch Dominik Maier Sekunden vor der Pause.

Der Moment des Glücks: Mit der Schlusssirene stürmte das komplette Team das Feld und lag sich in den Armen.

Den Sieg aufs Gleis stellte die Turnerschaft dann in den ersten Minuten nach dem Wechsel, als die meisten TSE-Anhänger noch gar nicht zurück auf ihren Plätzen waren. René Heupel sorgte zunächst für die Gäste-Führung, die der in Durchgang zwei überragende Alexander Lüling mit einem Doppelschlag weiter ausbaute.

Zwar kämpfte sich Olpe Mitte der zweiten Halbzeit wieder auf ein Tor heran, doch erneut war es Lüling, der Verantwortung übernahm und binnen 60 Sekunden das Spielgerät gleich zweimal in die Maschen wuchtete und den Anhang in Verzückung versetzte – 20:23 (46.).

Spätestens jetzt war klar, dass sich der Klassenprimus den Titel-Matchball nicht mehr abnehmen lassen würde. Auch eine doppelte Unterzahl überstanden die „Heinemänner“ schadlos. Und als Max Heinemann per Siebenmeter und Heupel nach einem Tempo-Gegenstoß die Führung auf 26:22 (54.) ausbauten, konnte TSE-Abteilungsleiter Klaus Druskus auch die Tragetasche mit den Meister-Shirts öffnen.

Vor den Fans musste sich das Team erst hinsetzen, dann ging bei der „Humba Humba Täterä“ die Post ab.

Der TVO erkannte die Aussichtslosigkeit und bäumte sich in den Schlussminuten auch nicht mehr auf. So lagen sich die Akteure auf der TSE-Bank bereits Sekunden vor der Schlusssirene in den Armen, ehe das Signal zur rauschenden Meisterfete ertönte. - Von Lars Schäfer

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