Handball, Landesliga-Splitter

TSE empfängt Top-Team / HSG zum Siegen verdammt  

+
Neuzugang Sascha Pennekamp hat mit Ligaschlusslicht HSG Lüdenscheid nach sechs Spieltagen jede Menge Luft nach oben – immerhin zeigte sich das Team nach der schwachen Vorstellung gegen Volmetal II sehr selbstkritisch.

Kreisgebiet - Während die TS Evingsen in der Handball-Landesliga zu Hause die Spitzenmannschaft der HSG Hohenlimburg empfängt, geht es für Schlusslicht HSG Lüdenscheid zum Rangsechsten TV Olpe.

TS Evingsen – HSG Hohenlimburg / Samstag, 18.30 Uhr: Bei der TS Evingsen läuft es in diesen Tagen nicht rund, und zumindest vordergründig ist das Programm, das den Handball-Landesligisten in den kommenden drei Partien erwartet, nicht dazu angetan, ernsthaft mit einer Trendwende zu rechnen. HSG Hohenlimburg, HVE Villigst-Ergste und HSG Schwerte-Westhofen heißen die nächsten Gegner – drei der vier Landesliga-Spitzenmannschaften also.

Den Anfang macht am Samstag das Heimspiel gegen die viertplatzierten Hohenlimburger. „Eine Mannschaft mit erfahrenen Individualisten und einigen Youngstern, die eine robuste Abwehr stellt“, charakterisiert TSE-Coach Sascha Schmoll die Truppe seines Trainerkollegen Faruk Brahimi. Nur knapp zehn Kilometer Luftlinie trennen die Spielstätten der Vereine – nicht nur deshalb kennt man einander recht gut.

Doch Schmolls Fokus liegt vor dem morgigen Aufeinandertreffen weniger auf dem Gegner als vielmehr auf seiner eigenen Mannschaft. „Wir wissen, dass wir Handball spielen können“, sagt er, „aber das ist uns momentan abhandengekommen.“ Das heißt: Für die Evingser geht es vor allem darum, wieder in die Spur zu kommen. Oder, wie es der Trainer formuliert: „Wir müssen endlich wieder zu uns selbst finden!“ Dass in dieser Trainingswoche einige personelle Ausfälle zu verzeichnen waren, macht dieses Unterfangen fraglos nicht leichter.

Schmoll erinnert an Ergebnisse der vergangenen Saison

Gleichwohl ist Sascha Schmoll bemüht, seine Schützlinge an die vergangene Saison zu erinnern: „Da haben wir zu Hause auch gegen Top-Teams gepunktet.“ In der laufenden Spielzeit ist das bislang zwar noch nicht gelungen, aber vielleicht vermag nun ja der Gedanke daran zu beflügeln, welch gute Leistungen der Vorjahresaufsteiger in der Vergangenheit mit eigenem Publikum im Rpücken abgerufen hat... Eine Grundvoraussetzung dafür, der HSG Hohenlimburg die Stirn bieten zu können, ist freulich eine Steigerung im Defensivbereich.

„Unsere 6:0-Abwehr muss wieder zeigen, dass sie auch eine gute 6:0-Abwehr ist“, betont Schmoll, der wieder auf sein etatmäßiges Torwart-Duo Martin Gerstberger und Pascal Hoinka zurückgreifen kann. Fehlen werden dagegen Yannik Freiwald, der vor Wochenfrist in Bösperde einen Nasenbeinbruch erlitten hat, sowie Benedikt Fink und Christian Becker.

TV Olpe – HSG Lüdenscheid / Samstag, 18.30 Uhr, Kreissporthalle:  Es hat geblitzt und gedonnert, aber die große Aussprache zwischen sportlicher Leitung, Trainerteam und Mannschaft soll beim Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid am Montagabend letztlich ein „reinigendes Gewitter“ gewesen sein. „Die Mannschaft hat sich sehr selbstkritisch gezeigt und deutlich gemacht, dass es eine solche Vorstellung wie gegen Volmetal II nicht noch einmal geben wird“, versichert Teammanager Michael Mirus und erwartet am Samstag beim Gastspiel in Olpe eine Art Aufbruch in bessere Zeiten vom bislang punktlosen Schlusslicht.

Gastgeber TV Olpe gehört freilich trotz des bislang etwas enttäuschenden sechsten Platzes nicht zu den Liga-Leichtgewichten. „Für mich waren sie vor Saisonbeginn eigentlich der Geheimfavorit“, hat auch Mirus jede Menge Respekt vor den Gastgebern. Der ehemalige tunesische Erstligasprofi Lajnef, im September sogar DHB-Torschütze des Monats, der Halbrechte Tom Fuhrmann, der Halblinke Johannes Krause, dazu – bislang allerdings selten – der Ferndorfer Ex-Profi André Genz – da kommt geballte Rückraumpower auf die HSG zu, zudem mit Heinrich und Stahl das ungleiche Kreisläuferduo, das in der Liga seinesgleichen sucht.

Ferizi eventuell mit an Bord

„Und dann sitzt mit Jo Braun auch noch ein Trainerfuchs auf der Bank“, fürchtet Mirus ganz dicke Bretter bohren zu müssen. Zumal den Bergstädtern ein Schmalspuraufgebot droht: Neben den Abwehrstrategen Julius Hahn (Prüfungen) muss Chefcoach Axel Schürfeld auch auf die privat verhinderten Jan Hirnschal und David Wizy verzichten, ein dickes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Deckungs-Störspieler Phil Bieker (muskuläre Probleme) und ein weiteres hinter Keeper Luan Ferizi, der trotz seines Zusammenbruchs am letzten Samstag möglicherweise wieder zur Verfügung steht.

Eventuell nähme die HSG dann Anleihen bei der Reserve, aber auch trotz drohenden Miniaufgebots erwartet das sportliche Führungsteam der HSG eine Trotzreaktion der Mannschaft, in der nicht wieder jeder sein eigenes Süppchen kochen soll wie bei der Heimpleite gegen die Volmetaler Reserve: „Alle sind einsichtig, dass sie so etwas vor allem auch gegenüber unseren Fans nicht wiederholen dürfen, sondern sich jetzt als Team endgültig zusammenraufen müssen und beginnen, Punkte zu sammeln“, ist Mirus überzeugt, dass es keine Lippenbekenntnisse waren, die von den Aktiven am Montag zu hören waren. Am Samstag ist das Team dennoch Außenseiter, kann aber zumindest etwas für das eigene Selbstvertrauen tun.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare