Altenaer Jubel über EM-Bronze

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Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes verzauberten mit einem herausragenden zweiten Durchgang am Sonntag Richter und Publikum und erfüllten sich trotz des Patzers am Freitag den Traum von einer EM-Medaille.

Ebreichsdorf - Der Traum von der EM-Medaille wurde wahr für die Altenaer Doppelvoltigierer Timo Gerdes und Jolina Ossenberg-Engels. Das Duo aus der Burgstadt gewann bei der Europameisterschaft im österreichischen Ebreichsdorf Bronze im Pas de Deux – und das nach einer spannenden Aufholjagd.

Im ersten Durchgang am Freitag lief noch nicht alles perfekt – und ein Sturz am Ende ließ zunächst die Medaillenträume zerplatzen. Doch all das schien am Sonntag vergessen. Befreit und in absoluter Harmonie turnten Ossenberg-Engels und Gerdes zu ihrer persönlichen Bestleistung.

Die akrobatische Geschichte über Liebe, Leidenschaft, Hass und Verzweiflung zu Falcos Hit „Jeanny“ begeisterte die mehr als 1000 Zuschauer in der Halle. Dafür gab es absolute Höchstnoten. Die Richter bei C und E sahen die Altenaer sogar klar vorne. Noten bis zu 9.720 wurden gezückt. „Das war einfach der Hammer. Wir konnten es gar nicht glauben“, erzählte Jolina Ossenberg-Engels nach dem Turnier.

Schon nach dem Abgang fielen sich die Altenaer strahlend in die Arme und ließen sich von den Zuschauern feiern. All die Anspannung der vergangenen Wochen fiel ab. Sie wussten, dass sie die perfekte Leistung abgeliefert hatten. Das Warten auf die Noten aber wurde zur Zitterstunde. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sie bekannt wurden. Aber schon der Applaus der Zuschauer, als die Wertung auf dem Bildschirm in der Halle auftauchte, zeigte, dass es gut war. Am Ende gab es eine Note von 8,590 – Weltklasseniveau.

Jetzt hieß es zittern, denn die Österreicher kamen als nächstes Paar, und nach dem ersten Durchgang lagen sie vor den Altenaern auf Rang drei. Auch die Österreicher lieferten ab und zeigten eine weitere fehlerfreie Runde. Doch die Kür von Stefan Csandl und Theresa Thiel hielt nicht mit der von Ossenberg-Engels und Gerdes mit. Insgesamt war sie doch deutlich leichter als die der Altenaer. Am Ende lagen Gerdes/Ossenberg-Engels 0,245 Punkte vor den Österreichern. Damit war klar: Bronze war ihnen nicht mehr zu nehmen. Gold und Silber gingen wenig überraschend an die Italiener Lorenzo Lupacchini/Silvia Stopazzini und an das zweite deutsche Team Theresa-Sophie Bresch/Torben Jacobs aus Köln.

„Heute hat einfach alles gepasst. Schon beim Abgang wussten wir, dass es eventuell für eine Medaille reichen könnte. Allerdings hatten die Österreicher einen doch noch recht deutlichen Vorsprung aus dem ersten Durchgang. Das war ein ganz schöner Krimi“, freute sich Timo Gerdes. Auf jeden Fall haben die Burgstädter die Erwartungen bei dieser EM voll und ganz erfüllt. Ziel war ein Platz unter den besten Fünf. Von einer Medaille hatten sie lediglich geträumt...

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