Auf die EM soll die WM in Altena folgen

Annika Lipina ging in der offene Klasse bis 67,5 kg an den Start und zog 100,0 kg.

Altena - Europäische Flaggen wiesen den Weg zur Sauerlandhalle und auch die war bunt geschmückt und bot ein tolles Bild für Sportler und Zuschauer. Die Kraftsportler aus Altena um Marcus Glock hatten viel Arbeit und Mühe in die Vorbereitung der Europameisterschaft im Kraftdreikampf, Bankdrücken und Kreuzheben gesteckt und wurden am Ende mit viel Lob belohnt.

Rund 100 Zuschauer waren es am Sonntagmittag, die die Abschlusswettkämpfe im Kreuzheben verfolgten, bei denen auch die Altenaer an den Start gingen. Zwölf heimische Athleten hatten sich auf den Deutschen Meisterschaften qualifiziert, elf konnten am Ende aber nur bei der Heim-EM ihr Können unter Beweis stellen. Pech hatte Melissa Tank, die sich am Samstag beim Einsatz als Helferin an der Schulter verletzte und am Sonntag passen musste. Dennoch stand sie ihren Teamkollegen motivierend zur Seite und durfte sich mit ihnen über elf Europameistertitel freuen, die die Altenaer aber größtenteils ohne Konkurrenz verbuchen konnten (Ergebnisse siehe nebenstehend).

Denn die Teilnehmerzahl von insgesamt rund 60 ließ zu wünschen übrig. „Eigentlich sind es bei einer EM weitaus mehr Athleten, zumal sich allein 60 auf der DM qualifiziert haben. Momentan sind aber überall nur wenig Starter – vielleicht wegen der Fußball-WM“, meinte Glock, der sich letztlich aber über eine schöne Entschädigung freuen durfte. „Der Verband hat uns gesagt, dass wir in drei, vier Jahren die Weltmeisterschaft ausrichten dürfen. Das ist doch toll.“

Dass die Altenaer auch als WM-Gastgeber eine gute Figur machen werden, davon ist der Präsident der EPC, Gerhard Holleitner (Wien) überzeugt, der sich von der EM begeistert zeigte. „Man sieht, was für eine Liebe dahinter steckt. Alle helfen mit, wo es nur geht. Besser hätten wir es gar nicht haben können. Marcus Glock kann die Kinder und Jugendlichen einfach sehr gut motivieren und macht eine tolle Arbeit. Natürlich wäre eine WM in Altena nochmal eine besondere Herausforderung, aber da mache ich mir keine Sorgen. Und Marcus bekommt von uns jede Unterstützung, die er braucht“, so Holleitner.

Und auch die Athleten fühlten sich überaus wohl in der Burgstadt, wie zum Beispiel der Europameister im Kraftdreikampf, Ringo Riedel aus Bremen. „Es gefällt mit wirklich gut hier. Marcus Glock macht das super, bindet bei seiner Moderation auch das Publikum immer mit ein, das bringt eine tolle Stimmung. Hinzu kommen das tolle Bühnenbild und das Posing im Rahmenprogramm – man merkt, dass sich der Ausrichter viel Mühe gegeben hat. Alles wird ruck-zuck sauber gemacht und läuft ohne Probleme. Es gibt Essen und Trinken, so dass nichts zu wünschen übrig lässt“, lobte Riedel. Und auch Marcus Glock selbst war stolz: „Es war einfach toll, alle Athleten waren in Topform. Besonders stolz bin ich aber auf die Jugend, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Und natürlich habe ich mich über das Vertrauen gefreut, das mir der Verband entgegengebracht hat.“ - von Britta Kaufmann

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