Fußball-Bezirksligen

Tabellenbegradigung in Lüdenscheid und Neuenrade

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Flog im Hinspiel einigermaßen überraschend vom Feld und dürfte deshalb besonders motiviert sein: RWL-Angreifer Lukas Finke.

Kreisgebiet - Ein Stück weit Tabellenbegradigung ist am Samstag angesagt, wenn die heimischen Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiß Lüdenscheid und TuS Neunenrade zu Nachholspielen antreten.

Bezirksliga 6: RW Lüdenscheid – SSV Kalthof (15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen):  Punkte statt Rakete und Narrhallamarsch: Für Bezirksligaspitzenreiter Rot-Weiß Lüdenscheid gibt’s dieser Tage wichtigeres als Karneval. Die Bergstädter treffen auf den "Anti-Lieblingsgegner" SSV Kalthof aus dem Nordkreis, als Tabellenfünfter nach enttäuschender Vorsaison inzwischen zu einem erweiterten Ligaspitzenteam gereift.

Und noch ein Grund ist eine Warnung für die noch unbesiegten Hausherren: Der SSV zählt mit seiner kampfstarken Truppe wahrlich nicht zu den Lieblingsgegnern der Bergstädter. Immerhin gelang im Hinspiel in der SSV-Arena nach zwei Niederlagen in der Vorsaison beim 2:2 wenigstens ein Punktgewinn, freilich hätte es ein Dreier sein müssen, obwohl die Umstände gegen RWL sprachen: Denn schon nach einer guten Halben Stunde war Führungstorschütze Lukas Finke nach einem Zweikampf mit Kalthofs Vasileiou unter zweifelhaften Umständen des Feldes verwiesen worden. Auch in Unterzahl hatte RWL anschließend den Gegner beherrscht, aber außer Viggianis 2:0 das dritte oder vierte mögliche Tor leichtsinnig liegen lassen. Das rächte sich in der Schlussphase, als die Axourgos-Elf die Brechstange auspackte und RWL entscheidende Fehler unterliefen, die dem eingewechselten Alper Serter und dem bekannt kopfballstarken Außenverteidiger Apostolos Vasileiou noch den späten Ausgleich ermöglichten.

„Das wird schon ein dicker Prüfstein für uns“, ist RWL-Neucoach Sven Krahmer sicher, dass den Rot-Weißen die Aufgabe heute Nachmittag keineswegs leicht gemacht wird. „Wir begegnen dem Gegner mit Respekt, wissen aber um unsere Chance, im Nachholspiel gegenüber unserer Konkurrenz noch einmal drei Zähler vorzulegen. Und diese Chance wollen wir uns nicht entgehen lassen, wir wollen die drei Punkte unbedingt“, kündigt Krahmer den Lenzen, Hegemann und Co. einen hoch motivierten Gastgeber an. „Wir werden sicher das Spiel machen müssen und wollen das auch, werden Kalthof aber nicht den Gefallen tun, ins offene Messer zu laufen.“ Die Zeichen bei RWL stehen dennoch auf Sieg. Allerdings muss Krahmer gegen die Nordkreis-Kicker auf Keeper Jonas Brackmann (Urlaub) verzichten, für den nach überstandener Rippenprellung aber Jan Reischel wieder zwischen die Pfosten rücken kann. Bezirksliga 4: TuS Neuenrade – FSV Bad Wünnenberg/Leiberg (15 Uhr, Waldstadion):  Der erste Anlauf auf die Partie Anfang Dezember wurde nach der Halbzeitpause nicht mehr fortgeführt, weil die „Plastikwiese“ immer glatter geworden war. Ein wenig zum Verdruss der Gastgeber, denn die lagen gegen den damaligen und auch aktuellen Tabellenzweiten aus dem Kreis Paderborn nach 45 Minuten überraschend mit 2:1 vorn.

Und auch über die heutigen Ansetzung ist TuS-Trainer Abi Ouhbi nicht gerade glücklich. Mit dem Gegner hatten sich die Hönnestädter schon auf den Ostermontag als Nachholtermin geeinigt, doch Staffelleiter Dirk Potthöfer (Meschede) legte sein Veto ein und ordnete den 22. Februar an. So muss Ouhbi heute neben den angeschlagenen Fabrice Kelé und Batuhan Kirci auch auf Ufuk Öztürk und Mustafa Gündogdu verzichten, die beide einen schon länger geplanten Kurzurlaub antreten. Ansonsten bleibt der Kader gegenüber dem Vorsonntag (1:1 zum Jahresauftakt gegen TuRa Freienohl) unverändert, eventuell kommt noch Marcel Maiwurm dazu.

Wie Neuenrade, so ist auch Bad Wünnenberg/Leiberg mit einem Teilerfolg in die Restserie gestartet. Während die Gastgeber aufgrund vergebener Großchancen aber zwei verlorenen Punkten nachtrauerten, durfte sich die Mannschaft von Trainer Ralf Brake mit dem einen Zähler glücklich schätzen, denn der 2:2-Ausgleich bei der SG Serkenrode/Fretter gelang erst in der 89. Minute. Überhaupt hat das Team um Top-Torjäger Hendrik Mühlenbein (schon 21 Saisontreffer) das Siegen auf fremden Plätzen scheinbar verlernt, denn der letzte Auswärts-„Dreier“ datiert vom 6. Oktober (2:1 in Freienohl). Und auch deshalb ist der Rückstand auf Primus FC Arpe-Wormbach auf mittlerweile fünf Zähler angewachsen.

„Nichtsdestotrotz ist das noch immer eine der stärksten Mannschaften der Liga. Wenn die einmal ins Rollen kommen, sieht man auch schon mal ganz alt aus“, erinnert sich Ouhbi noch an das 1:7-Hinspieldebakel. Doch aus den damaligen Fehlern hatte sein Team zumindest bei der ersten Ansetzung im Dezember gelernt. Dem Gegner wurde die Initiative überlassen, über eine stabile Defensive wurde auf Konter gesetzt – und das trug bis zum Abbruch mit der 2:1-Führung auch Früchte. Von daher wäre es keine Überraschung, wenn der Neuling heute mit einer ähnlichen taktischen Ausrichtung ins Match gehen würde, um einen oder gar vielleicht drei Bonuspunkte im Kampf um den Klassenerhalt einzuheimsen.

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