„Es wird wieder Zeit für einen Dreier“

+
Auf RWL und seinen Torjäger Redouane El Alami (rechts, im Duell mit Gerlingens Florian Brüser) wartet erneut ein Spitzenspiel, am Sonntag geht’s gegen Fortuna Freudenberg

Lüdenscheid - Es ist die hohe Zeit der Spitzenspiele für Tabellenführer Rot-Weiß Lüdenscheid. Zwei Wochen nach dem torlosen Remis beim Co-Tabellenführer FSV Gerlingen haben die Bergstädter am Sonntagnachmittag (15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) zur „Unzeit“ den Bezirksligavierten Fortuna Freudenberg zu Gast.

Unzeit deshalb, weil eine halbe Stunde später in der Bundesliga die „Mutter aller Derbys“, das Duell zwischen BVB und Schalke 04, angepfiffen wird. Ein Duell in der Gunst des Publikums, das Rot-Weiß nur verlieren kann und sich deshalb auf eine kleine Kulisse einstellen muss, nachdem Versuche, die Partie auf den Samstag vorzuziehen, am Freudenberger Veto gescheitert waren.

RWL schluckt die bittere Pille, will sich dafür im Gegenzug für entgangene mögliche TV-Freuden mit einem „Dreier“ trösten. „Nach zwei Unentschieden finde ich es an der Zeit, wieder einmal einen Sieg zu landen, zumal wir zu Hause spielen“, sagt RW-Trainer Marco Sadowski. Dabei hat er durchaus jede Menge Respekt vor den Gästen. „Natürlich hat Fortuna eine starke Mannschaft, mit Maik Wolf einen guten Trainer und unter den ersten Acht der Tabelle kann jede Mannschaft jede andere schlagen. Aber wir sind auch selbstbewusst genug zu sagen, dass wir, wenn wir diszipliniert und konzentriert spielen, für jeden Gegner eine ganz harte Nuss sind. Vor allem daheim, wo wir uns noch eine Spur leichter tun und etwas lockerer spielen als auswärts.“

„Die Lüdenscheider stehen völlig zurecht ganz oben im Klassement. Deswegen wird die Begegnung auch für uns mit unserer jungen Truppe keine Standortbestimmung. Nichtsdestotrotz fahren wir nicht zu einem netten Besuch nach Lüdenscheid. Wir wollen dort Punkte mitnehmen, das ist doch ganz klar“, formulierte Freudenbergs sportlicher Leiter Mieke Rosenthal gegenüber Siegener Medien die Ansprüche der Fortuna.

Beide Teams können personell aus dem Vollen schöpfen. Der Gast hat drei Wochen nicht gespielt, RWL ist durch den Pokaltermin in Herscheid im Rhythmus geblieben, beklagt als einzigen angeschlagenen Akteur Stürmer Patrick Klatt (Prellung).

Ansonsten ist aber alles an Bord, so dass der prall gefüllte Rot-Weiß-Kader Sadowski das Luxusproblem beschert, auch gestandene leistungsstarke Akteure zunächst auf die Bank verbannen zu müssen. Einer der „Härtefälle“ ist dabei aktuell der etatmäßige Kapitän Christos Katsaros, der sich nach überstandener Verletzungspause zunächst weiter hinter dem derzeit bärenstarken Innenverteidigerduo Mark Sattler/Gürkan Besirlioglu einreihen muss.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare