Friedhelm Ziel setzt bei der HSV auf neue Deckung

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Da kommt Rote Erde Schwelm mit Kai Henning: Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl absolviert am Sonntagnachmittag das erste Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung.

Werdohl - Seit knapp vier Wochen befindet sich Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl in der Vorbereitung, in der zunächst intensiv an der Ausdauer gefeilt wurde. Am Sonntag (16 Uhr) steht die erste Formüberprüfung an, wenn Ex-Coach Kai Henning mit dem Landesligisten RE Schwelm in der Sporthalle Köstersberg gastiert.

Sieben Wochen vor dem ersten Punktspiel beim SV Weterholt von einer ersten Standortbestimmung der HSV zu sprechen, wäre wohl etwas zu weit hergeholt. Zumal in der Ferienzeit nicht immer alle Akteure beim Training dabei waren. Dennoch erhofft sich Trainerfuchs Friedhelm Ziel vom ersten freundschaftlichen Vergleich gegen einen unterklassigen Kontrahenten Aufschlüsse über das Abwehrverhalten seiner Sieben.

Der Übungsleiter aus Lüdenscheid möchte in der bevorstehenden Spielzeit eine Mannschaft ins Rennen schicken, die in der Deckung wesentlich flexibler agieren soll als in der Vorsaison, in der überwiegend 6:0 oder 5:1 gespielt beziehungsweise verteidigt wurde. „Hintergrund für den Schritt hin zu einer offensiveren Deckung ist, dass wir im Innenblock bis auf Marc Bardischewski keine Spieler mit Gardemaß haben“, betont Friedhelm Ziel.

Ihm schwebt ein 3-2-1-System vor dem eigenen Kasten vor, mit dem der Ballführer des Gegners unter Druck gesetzt werden soll. „Dieses System ist für meine Mannschaft absolut ungewohnt. Es wird ein langer Weg, bis das sitzt“, so Ziel, der gegen den Landesligisten aus Schwelm die offensive Verteidigungsvariante wählen wird.

Nicht dabei sein kann Marc Bardischewski, der nach einer Operation an der Hand zwar das Ausdauertraining mit dem Team absolvieren, aber eben noch nicht mit dem Spielgerät trainieren kann. „Er kann die Hand noch nicht einsetzen. Das wird auch noch mindestens drei bis vier Wochen dauern“, meint Ziel. Während Bardischewski also nur auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen wird, deutet wenig bis gar nichts mehr darauf hin, dass der Serbe Danilo Lekovic auch in der kommenden Serie den HSV-Dress überstreifen wird. Ziel jedenfalls rechnet nicht mehr mit dem in die Heimat zurückgekehrten Linkshänder.

Einen guten Eindruck im Training hinterließen bislang die beiden Neuzugänge Martin Gerstberger und Björn Traumüller. „Gerstberger ist sehr engagiert und interessiert“, lobt Ziel den Torhüter, der vom Bezirksliga-Absteiger VfB Altena kam. Und Traumüller sei mit seiner Spielintelligenz ein belebender Faktor.

Apropos belebend: Von der Arbeit des Athletik-Spezialisten Markus Globisch, der in der Regel dienstags gymnastische Elemente in die Einheiten einfließen lässt, geriet Ziel – sonst eher ein sachlicher Vertreter – fast ins Schwärmen: „Er macht ein sehr, sehr gutes Training und hat genau meinen Nerv getroffen.“

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