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Ein vielversprechender erster Test

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Von: Lars Schäfer

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Langenholthausens Neuzugang Jan Elias Clement (links) machte zunächst auf der rechten Außenbahn und später im Angriff ein gutes Spiel. © Schäfer

Fußball-Landesligist TuS Langenholthausen hat nach achtmonatiger Corona-Zwangspause sein erstes Testspiel absolviert. Es war ein 90-Münuter, der sich sehen lassen konnte.

Langenholthausen - Ja, Gian-Marco De Luca hat in seiner Laufbahn schon etliche Tore erzielt, darunter auch einige sehr wichtige und entscheidende. Die „Bude“, die der erfahrene Angreifer des Landesligisten TuS Langenholthausen am Samstagnachmittag machte, fällt nicht ansatzweise in die Kategorie wichtig, erst recht war sie nicht entscheidend. Und doch war De Lucas 1:0-Führungstreffer gegen den Oberligisten SG Finnentrop/Bamenohl ein besonderer. Zum einen, weil es ein in der Entstehung ein überaus sehenswerter Treffer war. Zum anderen, weil der Stürmer mit italienischen Wurzeln das erste Langenholthausener Tor nach achtmonatiger Corona-Zwangspause erzielte. Dass der TuS seinen ersten 90-Minüter seit Oktober 2020 letztlich mit 1:2 (1:2) gegen den Oberligisten verlor, es war eher zweitrangig nach diesem freundschaftlichen Vergleich, in dem sich die Mayer-Elf sehr achtbar aus der Affäre zog und einen ersten vielversprechenden Eindruck hinterließ.

„Wir haben gut gestanden und es auch wirklich gut gemacht. Es war ein guter Test, ich bin sehr zufrieden“, betonte Uli Mayer. Mit Torhüter Bastian Horch, Jan Elias Clement und Sebastian Schmerbeck gaben drei der elf Neuzugänge ihr Startelfdebüt im TuS-Dress, mit Horst das Silva Ferreira und Arbi Najpi brachte Mayer nach dem Seitenwechsel zwei weitere „Neue“, die sich gut einfügten. Horch durfte sich bereits nach sechs Minuten gegen Kümhof zum ersten Mal auszeichnen, keine 120 Sekunden später zappelte die Kugel dann auf der Gegenseite im Netz. Rechtsverteidiger Alexander Arf legte ein halbhohes Anspiel auf Höhe der Mittellinie technisch hervorragend direkt in den Lauf des lauernden De Luca, der der SG-Hintermannschaft entwischte und im Stile eines Torjägers den ersten Angriff seines Teams eiskalt vollendete.

Durch De Luca, Kessler, Clement und dem starken Taktgeber Robin Hoffmann blieb der TuS auch in der Folgezeit gefährlich gegen die Gäste, die durch ihr Gegenpressing in Minute 19 den Ausgleich erzwangen. Einen Fehler im Aufbauspiel des Landesligisten quittierte SG-Neuzugang Jerome König mit dem 1:1, acht Minuten später stellte Laurits Strotmann gegen kurzzeitig unsortierte Hausherren auf 1:2. Clement, der den rechten Flügel beackerte, verpasste kurz darauf nach Kessler-Pass den Ausgleich, unterm Strich aber spielte der TuS eine gute erste Halbzeit. Dass nach monatelanger Pause hier und da noch Sand im Getriebe steckte, es verstand sich von selbst.

Auch nach dem Wechsel hatte die Mayer-Elf einige richtig gute Ballpassagen, fuhr den einen oder anderen Konter und hätte durch Kessler, der nach einer De Luca-Flanke zum Abschluss kam, wie auch durch Clement (66.) nach einem feinem Spielzug über Apolinarski und Kessler ausgleichen können (53.). Auf der anderen Seite hielt Horch gegen Tews gut (51.) und gegen Lang, dessen Distanzschuss er noch gegen die Latte lenken konnte, hervorragend (59.). Weitere Abschlüsse des Oberligisten wurden eins ums andere Mal geblockt, nach 90 Minuten blieb es bei der knappen Niederlage, mit dem sich der TuS aber gut anfreunden konnte. „Die Jungs haben sich gequält. Das hat mir gefallen“, so Uli Mayer.

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