Fußball-Landesliga

Kontaktloser Aufgalopp mit elf Neuzugängen

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Die Neuzugänge des TuS Langenholthausen (hintere Reihe von links): Leonhard Diehl, Torben Ochs, Horst da Silva Ferreira, Brian Lengelsen, Sebastian Schmerbeck, Jan Elias Clement sowie (vorne von links) Orcun Akpinar, Bastian Horch, Arbi Najpi, Mathias Ernst und Luis Giannopoulos.

Als die Akteure am Dienstagabend nach und nach eintrudelten in der Düsterloh-Arena, da stand Uli Mayer zusammen mit Torwarttrainer Michael Stiefermann bereits mit Hütchen und Zetteln auf dem Kunstgrün. Nach mehr als sieben Monaten Zwangspause bereitete der 53-jährige Chefcoach des Fußball-Landesligisten TuS Langenholthausen bestens gelaunt die erste und noch kontaktlose Trainingseinheit vor, die zugleich Startschuss für die Vorbereitung auf die Saison 21/22 war.

Langenholthausen - „Diese Vorbereitung wird anders verlaufen als eine übliche Vorbereitung. Sie wird länger sein und soll und muss nach der langen Pause langsamer aufgebaut werden“, sagte Mayer, der in den vergangenen amateurfußballfreien Monaten zwar mit dem Fahrrad mal am Düsterloh gewesen war, tatsächlich aber seit Ende Oktober die giftgrünen Kunsthalme nicht mehr betreten hatte. „Die Fußballschuhe passen aber noch“, sagte der TuS-Coach mit einem Augenzwinkern.

Noch bevor sich die Mannschaft, die mit elf Neuzugängen sowohl an Quantität als auch an Qualität gewonnen hat, in Bewegung setzte, gehörte das Wort dem Präsidenten. Begleitet von seinem Stellvertreter Thomas Arf und Geschäftsführer Andreas Aßhoff begrüßte Charly Grote das Team und insbesondere die elf Neuzugänge, die bei der ersten Einheit allesamt dabei waren. Ebenfalls mit auf dem Platz war Dennis Thomée, der neue Trainer der Langenholthausener A-Liga-Reserve. Der 32-Jährige, zuletzt Seitenlinienchef des SV Affeln, hospitiert in diesem Sommer bei Uli Mayer. Sein eigenes Team bittet Thomée am 30. Juni zum Aufgalopp. Der Affelner wird die TuS-Zweitvertretung dann von der ersten Einheit an und nicht, wie zunächst aus familiären Gründen geplant, erst ab dem 1. Oktober betreuen. Durch die Annullierung der Saison 20/21 sei die Fußball-Pause lang genug gewesen.

Luis Giannopoulos ist der elfte Neuzugang

Doch zurück zum Landesliga-Team: Mit den Torhütern Bastian Horch (SV Hüsten 09) und Mathias Ernst (SV Affeln) sowie den Feldspielern Sebastian Schmerbeck (FC Iserlohn), Brian Lengelsen (RSV Meinerzhagen), Horst da Silva Ferreira, Arbi Najpi (beide Westfalia Soest, A-Junioren), Orcun Akpinar (TuS Sundern), Jan Elias Clement (SV Arnsberg 09), Torben Ochs (SF Hüingsen) und Leonhard Diehl (FC Iserlohn, A-Junioren) hatte der TuS in den vergangenen Wochen und Monaten nach und nach zehn Neuzugänge verkündet, beim Aufgalopp am Dienstag wurde dann noch der elfte und zugleich jüngste „Neue“ präsentiert. Der Neuenrader Luis Giannopoulos, der noch eine Saison A-Jugend spielen könnte, wechselt aus der U19 von Rot-Weiß Lüdenscheid an den Düsterloh und wird dort zum Senior erklärt.

Giannopoulos ist einer von mehreren sehr jungen Spielern, die der TuS verpflichtete. „Wir haben ganz bewusst einige junge Spieler geholt, weil wir auch perspektivisch an die nächsten Jahre denken müssen. Wir werden diese Spieler, die Leistungsfußball gewöhnt sind und eine gute Ausbildung genossen haben, hier vernünftig aufbauen“, betonte Uli Mayer, der zudem darauf hinwies, das „der Wunsch, junge Spieler mit in den Kader zu nehmen“, auch aus der Mannschaft heraus und insbesondere von den gestandenen Akteuren gekommen sei. „Das hat mir imponiert, wie die Mannschaft tickt“, so Mayer.

TuS-Präsident Charly Grote zeigt es: Besucher können in der Düsterloh-Arena nun per Luca-App einchecken.

Neben Talent hat der TuS aber auch Erfahrung verpflichtet. Der höherklassig erprobte Rückkehrer Torben Ochs soll der Hintermannschaft weitere Sicherheit verleihen und Sebastian Schmerbeck hat zuletzt beim FC Iserlohn ja Westfalenliga-Erfahrungen gesammelt. Nicht zu vergessen sind natürlich auch Robin Hoffmann und Jan Apolinarski. Hoffmann war erst Anfang Oktober 2020 vom Regionalligisten Rot-Weiß Ahlen zum TuS gewechselt, machte bis zum Lockdown Anfang November nur wenige Spiele im grün-weißen Dress. Auch Jan Apolinarski war erst im September vergangenen Jahres vom FC Iserlohn zum TuS-Kader gestoßen, machte wegen der Saison-Annullierung ebenfalls nur wenige Spiele. Zumindest gefühlt sind auch sie noch Neuzugänge. „Wir sind froh, so einen Kader aufgebaut zu haben“, betonte Uli Mayer, der als Saisonziel einen „Platz unter den ersten Fünf“ nannte.

Bis zum Saisonstart Mitte August gilt es nun, aus dem drei Torhüter und 23 Feldspieler umfassenden Kader mit vielen neuen Gesichtern eine schlagkräftige Einheit zu formen. In den ersten drei Trainingswochen stehen jeweils drei Einheiten an, in denen es nach der langen Pause laut Mayer darum gehen wird, wieder in „Bewegungsabläufe zu kommen“ und sich peu à peu wieder an den Ball zu gewöhnen. Ab der vierten Trainingswoche soll die Intensität (fünf Einheiten pro Woche) erhöht werden, am 3. Juli steht gegen den Bezirksligisten SV Schmallenberg/Fredeburg das erste Testspiel auf dem Programm.

Erste Einheit findet noch kontaktlos statt

Am Dienstag musste wegen der Inzidenz im MK noch kontaktlos trainiert werden, ab Freitag ist Kontaktsport im Kreisgebiet wieder erlaubt. In puncto Kontaktnachverfolgung ist der TuS im Übrigen einen Schritt weiter. Präsident Charly Grote erklärte am Dienstag, dass Besucher in der Düsterloh-Arena nun per Luca-App einchecken können.

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