Voltigieren

Die Rückkehr auf die große Bühne

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Jolina Ossenberg-Engels zeigte im Einzel auf Equido eine starke Leistung, insbesondere in der Kür.

Die Corona-Zwangspause war für die Voltigierer des RV Altena, wie für so viele andere Sportlerinnen und Sportler auch, zäh und lang. Sehr lang sogar. Monatelang fielen reihenweise Turniere und Wettkämpfe aus. Nicht nur die kleineren Turniere, sondern auch die großen und internationalen. Ende Juni endete diese lange Turnierpause für Jolina Ossenberg-Engels, Alisa Koopmann, Fiona Mischnik und Longenführerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels, ging in Budapest ein internationales Voltigierturnier, abgekürzt CVI, über die Bühne. Auf einer sehr großen Bühne vor Publikum.

Altena - Lange An- und Abreise mit dem Auto, ein notwendiger negativer PCR-Test vor der Einreise und die Ungewissheit, was im und um das Pferdecentrum inmitten der ungarischen Hauptstadt los sein wird – all das nahmen die Altenaer Pferdeakrobaten auf sich, um endlich wieder einen großen Wettkampf zu bestreiten. Die Strapazen waren es letztlich wert, vertraten die Burgstädter nicht nur die eigenen Farben, sondern auch die ihres Landes erfolgreich.

Jolina Ossenberg-Engels meisterte mit dem zwölfjährigen braunen Wallach Equido, der sich erst seit etwas mehr als einem Jahr im Stall der Burgstädter befindet, im Einzel das 3*-CVI mit Rang vier. Nach dem Pflichtprogramm stand für Jolina Ossenberg-Engels und Equido noch Rang sieben zu Buche, doch nach dem feinen Technikprogramm ging es bereits vor auf Rang vier, bei dem es dann auch nach der Kür bleiben sollte. Vierte hinter den europäischen Top-Voltigiererinnen Eva Nagiller (Österreich), Marina Mohar (Schweiz) und Anna Cavallaro (Italien), das war aller Ehren wert. „Jolina hat es wirklich gut gemacht. Natürlich gibt es noch einiges zu tun, aber nach der langen Pause war das toll“, fand Claudia Döller-Ossenberg-Engels lobende Worte, die sich auch Equido verdient hatte. Der Wallach nämlich zeigte sich in der sehr gut besuchten Halle unbeeindruckt. „Es waren sehr viele Zuschauer da. Man war irgendwie erschlagen, weil es fast wie früher war“, meinte Claudia Döller-Ossenberg-Engels.

Unbeeindruckt von den äußeren Bedingungen zeigte sich auch das Junioren-Doppel Alisa Koopmann und Fiona Mischnik. Das Pas de Deux aus der Burgstadt beendete den ersten CVI*-Start auf dem elfjährigen schwarzen Wallach Flying Dutchman gleich mit dem Sieg. Und weil dem so war, startete das Doppel des RV Altena in Budapest auch gleich noch im 2*-CVI. Auch auf diesem höheren Niveau lief es gut für Alisa Koopmann und Fiona Mischnik, die mit Rang vier belohnt wurden. „Damit sind wir absolut zufrieden. Die Zwei haben sich gut eingefunden und die Aufregung gemeistert. Sie haben versucht, Ausdruck in der Kür hereinzukriegen. Das ist ihnen gelungen, aber wir werden weiter am Ausdruck arbeiten“, sagte die Longenführerin.

Nächste Station: Schweden

Nach der Rückkehr aus Budapest wurde das Training auf der Reitanlage Döller-Ossenberg-Engels in Küntrop fortgesetzt, weil der nächste Wettkampf schon auf dem Fahrplan steht. Am Mittwoch machen sich die Altenaer Voltigierer auf den Weg nach Flyinge, einem Ort in der Gemeinde Eslöv in Südschweden. Den Ort und das Turnier kennen einige Altenaer Voltigierer bereits, weil sie dort schon den einen oder anderen schönen Erfolg verbucht haben in der Vor-Corona-Zeit. „Das ist eine super Anlage“, freut sich Döller-Ossenberg-Engels auf die Turniertage. Das Junior-Doppel Fiona Mischnik und Alisa Koopmann wird mit Flying Dutchman wieder an den Start gehen, ebenso wie Jolina Ossenberg-Engels mit Equido im Einzel. Im Gegensatz zum CVI in Budapest startet in Schweden aber auch das Altenaer S-Team auf Cairo. Zu den Gruppenvoltigierern gehören neben Jolina Ossenberg-Engels und Alisa Koopmann auch Svenja Staupe, Alica Engler, Kiara Meißner sowie Jona Kehl.

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