LTV 99 muss zwei ganz harte Nüsse knacken

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Robin Sanz blickt mit dem Westfalenliga-Team des LTV 99 am Sonntag gegen den Tennispark Versmold einer ganz schweren Aufgabe entgegen.

Lüdenscheid - Am Donnerstag spielte die Liga, doch die beiden Teams des Lüdenscheider TV von 1899 auf Verbandsebene waren spielfrei. Dafür sind beide Mannschaften am Sonntag gefordert – bei sportlichen Aufgaben, die beide nicht zu lösen sein werden. Die Spiele:

Von Thomas Machatzke

Westfalenliga: LTV von 1899 – Tennispark Versmold (Sonntag, 10 Uhr, Stadtpark): Der Titelfavorit gibt seine Visitenkarte in Lüdenscheid ab: Im Sommer 2014 noch gastierte der LTV 99 zur Saisonpremiere in der Westfalenliga beim Tennispark Versmold – nun sind die Versmolder zu Gast.

2014 war es ein enges Kräftemessen mit dem besseren Ende für die Gastgeber, die mit Hilfe der großen Privat-Fleischerei Reinert den Weg nach oben angetreten haben. Nach einem vierten Tabellenplatz in der Premierensaison hat der Tennispark diesmal noch einmal deutlich nachgerüstet. Zwischen die starke deutsche Spitzenkraft Daniel Masur und den Rumänen Laurentiu Erlic (im Vorjahr Nummer zwei mit einer 4:2-Bilanz) sind in diesem Jahr an Position zwei und drei mit Philipp Scholz und Florian Stephan zwei weitere starke deutsche Spieler geholt worden. Kurzum: Die Versmolder wollen den nächsten Aufstieg – und dürften den möglicherweise im letzten Saisonspiel mit dem ebenfalls stark einzuschätzenden TSC Hansa Dortmund in einem echten Endspiel auskämpfen.

Der LTV 99 sieht die Versmold-Partie nach seinen beiden Auftaktniederlagen eher als Zwischenstation auf dem Weg zu den entscheidenden Partien gegen Brackwede und Rechen Bochum am Ende der Spielzeit. Erst in diesen Partien wird auch Fabricio Neis wieder für den Stadtpark aufschlagen. Der Brasilianer spielt bis dahin drei Future-Turniere, war in dieser Woche in Prag aktiv.

Für den Sonntag bedeutet dies, dass Max Drüppel an der Spitzenposition Daniel Masur herausfordern darf. Zu Rogier Wassen (2), Dino Jablonski (4) und Robin Sanz (6) gesellen sich am Sonntag die beiden USA-Rückkehrer Marvin Müller (3) und Finn Glowick (5) hinzu. Sie haben die Möglichkeit, sich gegen den hohen Favoriten ohne jeden Druck einzuspielen.

Verbandsliga: TC Halden 2000 – LTV von 1899 II (Sonntag, 10 Uhr, Anlage an der Lennestraße in Hagen): Es ist ein Gegner, der gerade vorne so stark besetzt ist, dass die Lüdenscheider auch im dritten Saisonspiel wieder nur als Außenseiter ins Rennen gehen. „Vorne wird es schwierig, aber wir wollen unsere Chance suchen und probieren, vor allem an den hinteren Positionen zu punkten“, sagt Kapitän Lennart Fastabend vor der Reise der LTV-Reserve ins benachbarte Hagen (Beginn Sonntag um 10 Uhr).

Personell ist die Lage unverändert: Finn Glowick ist zwar zurück aus den USA, wird aber im Westfalenliga-Team benötigt. So spielt Marc Schlösser an der Spitzenposition und wird hier gegen Stefan Mäkelburg ebenso einen ganz schweren Stand haben wie Christoph Quandel an Position zwei gegen Lars Tillmann. Dahinter soll es die junge Garde richten: Mit Ludger Fastabend (3), Maximilian Grundmann (4) und Max Dominicus hat LTV-Kapitän Lennart Fastabend (5) wieder drei ganz junge Spieler mit im Team. Und die wollen ihre etablierten Gegner aus der Nachbarstadt zumindest ärgern und ihnen den einen oder anderen Punkt abnehmen. Ob es dann am Ende für eine Überraschung reicht? Es ist zumindest nicht ganz hoffnunglos für den Neuling aus der Bergstadt.

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