Baskets Lüdenscheid sind noch nicht hoffnungslos

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Niko Koudas gehörte in Münster zu den Spielern, die in der Defense das nötige Engagement vermissen ließen.

Lüdenscheid - Trainer Amir Hujic hatte es schon vor der Saison geahnt. „Für uns wird das so schwer wie noch nie“, mutmaßte der Bosnier – und hat leider Recht behalten. Denn nach zehn Spieltagen ziert seine Mannschaft sieg- und punktlos das Tabellenende.

Von Marc Kusche

Abzusehen war, dass die Liga durch Erstregionalliga-Absteiger BBG Herford sowie diesmal zwei gute Oberliga-Aufsteiger (TSVE Bielefeld, Baskets Schwelm) qualitativ aufgewertet wird. Ernüchternd ist hingegen, wie chancenlos die Bergstädter in vielen Spielen waren. Das war insbesondere in der ersten Hälfte der Hinrunde der Fall, als die Baskets – wie sich im Nachhinein herausstellte – durchweg Gegner hatten, die nunmehr in der oberen Tabellenhälfte zu finden sind. Doch auch anschließend reichte es gegen Konkurrenz, mit der man sich auf Augenhöhe wähnte, nicht. Die Niederlagen fielen zwar knapper aus, aber es waren eben weiterhin Niederlagen.

Und das, obwohl zwischenzeitlich gleich dreimal personell nachgebessert wurde. Der Litauer Laurynus Vaitkus erwies sich allerdings als Flop, sodass schnell die Trennung folgte, hingegen scheinen Tresor Nsiabandoki und Witali Herrmann auf einem guten Weg zu sein, für mehr Qualität zu sorgen.

Umso bitterer, dass das Schlüsselspiel beim UBC Münster II am Samstag trotz einer zwischenzeitlichen 15-Punkte-Führung noch mit 91:93 verloren ging. Ein gut funktionierendes Centerduo Kouyate/Foith (insgesamt 37 Punkte), neun erfolgreiche „Dreierversuche“, eine für Baskets-Verhältnisse ordentliche Effizienz von der Freiwurflinie (62 Prozent) sowie die Saisonbestmarke von 91 Punkten – Zahlen, die eigentlich zum ersten Erfolg hätten führen müssen.

Dass es nicht so kam, lag in erster Linie an der Defense, und das fuchste den Trainer gewaltig. „Ich will keine Namen nennen, aber es kann nicht sein, dass Spieler nach missglückten Offensivaktionen hadern, einfach stehen bleiben und nicht zurücklaufen. Das ist eine Sache der Einstellung, und die muss sich bei einigen der jüngeren Spieler schleunigst ändern“, grantelte Hujic und trauert einem „Kampfschwein“ hinterher, wie es Lorenz Winter in den vergangenen Spielzeit verkörpert hatte, der auch verbal seine Nebenleute mitreißen konnte.

Sein Comeback im neuen Jahr – falls es die Zeit des Studenten zulassen sollte – könnte nochmal eine Initialzündung geben. Denn trotz des langen Negativlaufs – hoffnungslos ist die Lage noch nicht. Bis zum ersten Nichtabstiegsplatz (Paderborn II) sind es lediglich vier Punkte, und eben diese Paderborner gastieren zum Hinrundenausklang am 17. Januar am Stadtpark.

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