Deckung ist der Schlüssel zum HSG-Sieg

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Die HSG Lüdenscheid feierte enthusiastisch den überraschenden Auswärtserfolg in Arnsberg, der ihr etwas Luft zum Tabellenende verschafft.

Lüdenscheid - „Eine schöne und lautstarke Rückfahrt“, konstatierte Trainer Volker Schnippering sichtlich erleichtert nach dem 32:27-Auswärtscoup des Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid in der gefürchteten Arnsberger Rundturnhalle.

Der dritte Saisonsieg, den nach dem Sturz auf den vorletzten Tabellenplatz niemand hatte unbedingt erwarten können, wirkte wie ein Befreiungssschlag für die Bergstädter, die auf den viertletzten Platz nach vorn kletterten und nun gegen Gegner ihrer „Kragenweite“ bis Weihnachten noch reichlich Punkte sammeln wollen.

Der Erfolg in der Bezirkshauptstadt ist umso so höher zu bewerten, weil die HSG in Arnsberg in der Vergangenheit nur ganz selten gepunktet hatte und in der Vergangenheit stets mit dem Haftmittelverbot an der Ruhrpromenade gehadert hatte.

Diesmal aber war vieles anders: „Schon auf der Hinfahrt war eine ganz andere Stimmung zu spüren als zuletzt“, meinte Coach Schnippering. Die Aussprache mit dem Team und Kritik an dessen Körpersprache beim Heimdebakel gegen Halingen zeigte Wirkung: Die HSG entpuppte sich jederzeit als eine echte Einheit, die mit viel Leidenschaft die Aufgabe in Arnsberg unbedingt lösen wollte.

Am Ende standen 32 harzfreie Treffer in gut gefüllter Halle mit toller Stimmung auf dem Konto der Gäste – wohl ein Rekordwert für die HSG. Die hatte die Order vom geduldigen Spiel bis zur Lücke im gegnerischen Deckungsblock – nach Möglichkeit im Nahbereich – gut umgesetzt. Bis auf jene zehn Minuten vor der Pause, als sie eine 14:10-Führung durch sieben Gegentore in Folge in ein 14:17 verdaddelte. Da stimmten weder Rücklaufverhalten noch die Abschlüsse. Insgesamt aber verteilten sich die Tore auf nahezu alle Akteure mit den „Spitzen“ Justus Jaschke (10/8, ohne Fehlschuss von der Marke) und Phil Lausen (6).

Der Schlüssel zum Sieg freilich lag woanders. Nämlich in der Abwehr, die mit toller Steiegerung nach dem Wechsel und der Bereitschaft in jeder Sekunde dem Nachbarn zu helfen, den nicht glücklich agierenden Keepern viel Arbeit abnahm, mit einem ganz starken Sebastian Bölling hervorragend blockte und vor allem von der Ball abgewandten Seite gut zur Ballseite verschob und so den Raum für TVA-Kreisläufer Andreas Grote extrem minimierte.

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