Handball

Entscheidung: Ligapokal findet ohne die SGSH Dragons statt

Handballer im Zweikampf
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Lieber Testspiele gegen Hagen (Foto mit Brian Gipperich) oder Volmetal: Die SGSH hat sich gegen einen Start im Ligapokal des DHB entschieden.

Der Ligapokal der Handball-Drittligisten findet ohne die SGSH Dragons statt. Nachdem im Laufe des Mittwochs die Ahlener SG ihren Rückzug erklärt hatte, entschied die SGSH, ebenfalls nicht anzutreten. Ahlen war einer von drei NRW-Vereinen in der Runde, das SGSH-Spielmodus-Modell mit einer regionalen NRW-Vorrunde war damit vom Tisch.

Schalksmühle – Die Drittliga-Handballer der SGSH Dragons nehmen nicht am Ligapokal der 3. Liga teil und verzichten damit auf den Kampf um einen Platz im DHB-Pokal 2021/22. Die Entscheidung fiel am späten Mittwochabend – noch bevor die Drittligisten über den Spielmodus abstimmen sollten.

Auslöser war am Ende die Absage der Ahlener SG: Wie der TSV Burgdorf II und der HSC Bad Neustadt hatten auch die Ahlener im Laufe des Mittwochs bei Staffelleiter Andreas Tiemann ihren Verzicht auf den Ligapokal erklärt. Damit war das SGSH-Modus-Modell mit einer Dreier-Gruppe mit allen NRW-Teams hinfällig geworden, war der SGSH zudem die kürzeste Auswärtsreise der Runde weggebrochen.

„Wir haben uns dann kurzfristig mit Axel Vormann und Mark Schmetz abgestimmt“, berichtet Dragons-Vorsitzender Mark Schür, „und haben dann gemeinsam entschieden, dass es unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn macht für uns, diese Runde zu spielen. Auch wenn die Mannschaft unheimlich gerne wieder im Wettkampf aktiv geworden wäre.“

Entscheidung: Ligapokal findet ohne die SGSH Dragons statt

Zwar wäre die Anzahl der Spiele nach dem Ahlener Rückzug von zehn auf acht reduziert worden, doch letztlich überwogen im SGSH-Lager doch die Zweifel: Die weiten Auswärtsfahrten nach Aurich, Cloppenburg und Habenhausen (Bremen) wurden unter Gesichtspunkten der Pandemie (Infektionsrisiko) und auch aufgrund der Kosten (Busfahrt, doppeltes Testen) als nicht vernünftig eingestuft.

Staffelleiter Andreas Tiemann nahm die Entscheidung zur Kenntnis, ohne sie werten zu wollen. Der Westfale aus Hille ist natürlich traurig, dass nun mit dem Team HandbALL Lippe II nur eine NRW-Mannschaft den Ligapokal spielt – noch dazu eine, die sich nicht für den DHB-Pokal qualifizieren darf.

„Es wäre eine schöne Vorstellung gewesen, in NRW eine regionale Gruppe mit kleinen Wegen zu haben“, sagt Tiemann, „aber letztlich hat auch die Landesregierung dazu beigetragen, dass es nicht so gekommen ist. Während im Süden und in der Mitte des Landes die Drittligisten schon lange ohne Einschränkungen trainieren dürfen und hier auch viele Mannschaften gemeldet haben, ist das Thema in NRW von der Landesregierung schwammig angegangen worden, waren die Auflagen härter. Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass eine Mannschaft nicht meldet, wenn sie so lange nicht in die Halle darf. Da will man mit nur vier Wochen Vorbereitung nach einer so langen Pause nichts riskieren.“

Wir hätten gerne gespielt, aber wir können die Entscheidung von Vereinsseite nachvollziehen. Wir schauen jetzt nach Testspielgegnern, um so noch etwas Spielpraxis zu sammeln...

Mark Schmetz (Trainer SGSH Dragons)

Bei der SGSH war Training zwar erlaubt, doch letztlich sieht Tiemann eine Sogwirkung: Die Nachbarn durften in Teilen nicht in die Halle und zogen es auch deshalb vor, nicht zu melden. Ohne die Nachbarn aber ist die Runde dann auch für diejenigen offenbar unattraktiv geworden, die beim Faktor Training bessere Karten in ihren Kommunen hatten.

Mark Schür bringt Turnierwettbewerb in der Region ins Gespräch

„Wir hätten gerne gespielt, aber wir können die Entscheidung von Vereinsseite nachvollziehen“, kommentiert SGSH-Cheftrainer Mark Schmetz den Schritt, „wir schauen jetzt nach Testspielgegnern, um so noch etwas Spielpraxis zu sammeln.“

Mark Schür unterstützt dieses Anliegen. „Vielleicht haben Mannschaften wir Hagen, Krefeld oder Spenge, die die Aufstiegsrunde spielen, Interesse, mit einem Testspiel gegen uns im Rhythmus zu bleiben“, sagt Schür mit Blick auf die Siebener-Staffeln in den Aufstiegsrunden, „und vielleicht gelingt es uns ja auch, mit den Nachbarn, die spielen wollen, und einem Sponsor einen Turnierwettbewerb auf die Beine zu stellen. Mit Spielen, die man vielleicht über die Facebook-Seite ins Internet streamen könnte. Aber Hauptsache, es bleibt in der Region…“

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