Fußball-Oberliga

RSV verpasst Herbstmeisterschaft

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So jubelt ein „Knipser“: Ron Berlinski erzielte beide RSV-Tore.

Ennepetal – Erneut nur eine Woche währte das Gastspiel des RSV Meinerzhagen an der Oberliga-Spitze. Zum Hinrundenabschluss kam er beim TuS Ennepetal nicht über ein 2:2-Remis hinaus, weshalb der SC Wiedenbrück wieder vorbeizog und sich nun mit dem Prädikat „Herbstmeister“ schmücken darf.

Die von böigen Regenschauern begleitete Anfangsviertelstunde hielt zwei frühe Schockmomente für die Gäste parat: Jeweils nach RSV-Ballverlust in der Vorwärtsbewegung schalteten die Ennepetaler blitzschnell, und Ibrahim Lahchaychi (10.) und Abdulah El Youbari (14.) schossen den TuS gegen Meinerzhagens aufgerückte Defensivreihe mit 2:0 in Führung.

Augenfällig schon zu Beginn: Die Ennepetaler waren in erster Linie auf Spielzerstörung bedacht. Das war natürlich völlig legitim, zumal ein guter Schiedsrichter die dabei übertrieben praktizierte Zweikampfhärte der Thamm-Elf sicherlich unterbunden und geahndet hätte. Nur: Ein guter Spielleiter war Referee Stefan Tendyck gestern nicht. Dass er erst in der 72. Minute die erste Gelbe Karte gegen die Ennepetaler verhängte, war schlichtweg ein Witz.

Lachen konnten die Meinerzhagener darüber mitnichten, denn ohnehin taten sie sich mit der Körperlichkeit des Gegners schwer – die Auswärtspartien in Kaan-Marienborn (0:4) und Paderborn (1:4) ließen grüßen. Anders als in den genannten Partien bekam der RSV diesmal freilich die Kurve.

Zwar verfehlte Marcel Kandziora per Kopf (13.) und per Fuß (38.) das Ziel und war Ron Berlinskis Versuch, TuS-Keeper Marvin Weusthoff zu überlupfen (41.), eine Spur zu kühn. Doch die Demir/Ermes-Schützlinge bissen sich ins Spiel und kamen noch vor der Pause zum Anschlusstor: Alessandro Tomasello wurde kurz vor der Torauslinie von Wilfried Sarr abgeräumt, und Berlinski zeigte vom Elfmeterpunkt keine Nerven.

Der zweite Durchgang gehörte gänzlich den Meinerzhagenern, Zielwasser war am Sonntag aber kein Bestandteil der Bordküche des RSV, dessen beste Torchancen Berlinski (60.) und Tomasello (77.) vergaben. Als Ennepetals Florian Gerding nach Sesay-Flanke Berlinski ungewollt das 2:2 auflegte, war das vor allem eins: überfällig.

In den nebst Nachspielzeit noch verbleibenden zehn Minuten setzten die Gäste alles auf eine Karte, ein dritter Streich gelang ihnen jedoch nicht. Dass es nach dem Schlusspfiff noch zur Rudelbildung kam – TuS-Kapitän El Youbari war einmal mehr als Agent Provocateur mittendrin –, passte ins Bild eines für den RSV unrunden Sonntags.

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