FSV Werdohl startet mit 0:1-Niederlage

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Mit der Fußspitze hat Gian-Marco De Luca diesen Ball über Keeper Stäglitz in Richtung Tor gelupft. Doch der Schlussmann der SF-Reserve kratzte die Kugel mit einem Hechtsprung von der Linie und lenkte ihn gegen den Pfosten, von wo er ins Feld zurücksprang.

WERDOHL - Mit einer vermeidbaren 0:1 (0:0)-Niederlage ist die Landesliga-Elf der FSV Werdohl in die neue Saison gestartet. Zwar agierte die Reserve der SF Siegen, die mit vier Akteuren aus dem Regionalliga-Aufgebot zum Riesei gekommen war, vor allem vor dem Wechsel spielerisch überlegen. Doch in den letzten 20 Minuten der Partie besaßen die Gastgeber genügend Chancen, um sich noch einen Teilerfolg zu sichern.

Diese Erkenntnis war das Positive, was Trainer Carsten Minker am Sonntagnachmittag mit nach Hause nehmen durfte. In der ersten Halbzeit waren die Gastgeber dagegen noch voll und ganz mit der Defensivbewegung beschäftigt. Die Gäste ließen Ball und Gegner gut laufen, waren entsprechend feldüberlegen, nur klare Chancen spielten sie sich nicht heraus. Gefährlich wurde es fast ausschließlich, wenn geblockte Schüsse direkt vor die Füße des Gegners fielen. Doch gegen Erner (7.) und Arslan (27./38.) sowie gegen Kameraj (33.) nach schönen Zuspiel von May war FSV-Keeper Grete zur Stelle. Sein Pendant Florian Säglitz verbrachte dagegen einen ruhigen ersten Durchgang, brachte nur Tuz (17./daneben) den Ball einmal in Richtung Tor.

Dass der Siegener Kapitän allerdings ein Rückhalt seiner Mannschaft ist, konnte er nach dem Wechsel beweisen. Der Auftakt der zweiten Hälfte gehörte aber noch den Gästen. Sieben Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Arslan von der linken Außenbahn flankte und Julian Quaas am zweiten Pfosten zum 0:1 einköpfte. Und wenn FSV-Keeper Grete nicht anschließend vor Germann (63.) geklärt und dann klasse Mays 25-m-Freistoß (67.) aus dem Winkel gefischt hätte, wäre die Partie wohl vorzeitig entschieden gewesen.

So aber durfte die FSV hoffen, und sie tat auch was dafür. Tuz (68./scheitert an Säglitz) sorgte für den zweiten FSV-Torschuss. Zwei Minuten später hob De Luca den Ball mit der Fußspitze über Säglitz, doch der Keeper hechtete hinterher und lenkte den Ball noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten. Minker stellte um, ging mehr Risiko, doch Tuz (77./78.) kam zweimal nicht ganz an den Ball, ehe erst Intravaia (87.) und dann Fischer (90.) aus 14 Metern freistehend verzogen. Der Ausgleich wäre wirklich nicht unverdient gewesen.

FSV: Grete – Langenberg, Zejnullahu (72. Franz), Bierkoch, Neuke – El Alami, Klamann – Intravaia, Tuz, Fischer – De Luca (79. Maus)

SF II: Säglitz – Kapusuz, Nonnast, Schadeberg, Schneider – Germann, May – Arslan (86. Valido), Kameraj, Erner (60. Kesen) – Quaas (60. Shabanaj)

Schiedsrichter: Kleiböhmer (Hagen)

Tore: 0:1 (52.) Quaas

Carsten Minker (FSV Werdohl): „Das ist einfach schade. In der Endphase hat zum Ausgleich nicht viel gefehlt, da fehlte in zwei, drei Szenen nur das nötige Quäntchen Glück. Unter dem Strich war es deswegen eine unglückliche Niederlage. Trotzdem bin ich über weite Strecken zufrieden.“

Matthias Hagner (SF Siegen II): „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Spiel nicht. Es war in der ersten Halbzeit ein Spiel mit wenig Torraumszenen und einem nervösen Beginn von uns. Die erste Elf hatte ein Durchschnittsalter von 19,8 Jahren, da muss man Geduld haben. Werdohl hat nie aufgegeben und hätte wohl auch einen Punkt verdient gehabt.

Von Stefan Herholz

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