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Elf Abgänge: RSV Meinerzhagen muss den Gürtel enger schnallen

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Von: Thomas Busch

Trainer und Spieler im Gespräch
Vor einer schweren Saison stehen Trainer Mutlu Demir (rechts, hier im Gespräch mit Bruder Hakan) und der RSV. © Thomas Busch

Die gute Nachricht: Der RSV Meinerzhagen wird in der nächsten Oberliga-Saison antreten. Die schlechte: Nach zahlreichen Abgängen wird es eine sportlich schwierige Saison.

Meinerzhagen – Die personelle Entwicklung in den vergangenen Wochen legte es bereits nahe, weißen Rauch ließen die Verantwortlichen des RSV Meinerzhagen aber erst am offiziell letzten Tag des alten Spieljahres aufsteigen. „Wir werden auch 2021/22 eine Oberligamannschaft stellen“, erklärte der 1. Vorsitzende Dirk Rebein.

Dem Vereinschef und seinen Mitstreitern ist es dank der Unterstützung von Sponsoren gelungen, die auf „knapp 100 000 Euro“ bezifferte Deckungslücke im Etat für die anstehende Saison zu schließen, die der Klub im April im Rahmen eines Hilfeersuchens öffentlich gemacht hatte.

Klar ist gleichwohl: An der Oststraße muss man den Gürtel enger schnallen, was sich nicht zuletzt darin widerspiegelt, dass elf Spieler dem RSV zum 30. Juni den Rücken gekehrt haben – darunter mit Ron Berlinski, Sven Wurm und „Aki“ Tomasello drei absolute Leistungsträger. Torjäger Berlinski zieht es bekanntlich nach Verl in die 3. Liga, und auch Wurm und Tomasello liebäugeln noch mit einem Engagement im Profibereich. Erhalten bleibt den Meinerzhagenern dagegen zwar Marcel Kandziora, doch der frühere Zweitliga-Profi steht nur noch als Stand-by-Spieler zur Verfügung.

Elf Abgänge: RSV Meinerzhagen muss den Gürtel enger schnallen

Anders als in den vergangenen sechs Jahren war bei den Neuverpflichtungen kein Griff in höhere Regale drin: Auch die am Donnerstag öffentlich gemachten Zugänge Din Alajbegovic (20) vom TuS Erndtebrück und Dimitri Ivankin (18) aus der A-Jugend des FC Iserlohn sind als Perspektivspieler zu sehen. Ein weiterer externer Neuer neben den zwei Kierspern Leo Becker und Fatih Temel ist der ursprünglich für die 2. Mannschaft vorgesehene Tobias Staubach vom A-Ligisten TuS Grünenbaum. Darüber hinaus wird noch ein Trio aus der RSV-Reserve zumindest die Oberliga-Vorbereitung mitmachen.

Fazit beim Blick auf das Aufgebot, das noch durch einen Torhüter ergänzt werden soll: Die Meinerzhagener stehen vor einer schweren Saison, in der der Klassenerhalt das Maß der Dinge sein wird. Zwar kann sich die potenzielle erste Elf durchaus sehen lassen, aber die qualitativ breite Bank, die immer ein großer Pluspunkt war, gehört der Vergangenheit an. Dementsprechend viel wird davon abhängen, inwieweit die Blau-Weißen von verletzungsbedingten Ausfällen verschont bleiben werden.

Das erste Mannschaftstraining im Rahmen der Saisonvorbereitung steht am 11. Juli an, geplant sind sechs Testpartien. Dem Benefizspiel gegen den RSV Listertal (18.7.) schließen sich Auswärtsbegegnungen in Bocholt (25.7.), beim TuS Linscheid/Heedfeld (28.7.), beim FSV Duisburg (1.8.) und bei YEG Hassel an (7.8.). Am 15. August geht’s dann an der Oststraße gegen den Cronenberger SC.

Wechsel und Kader beim RSV Meinerzhagen im Überblick

Zugänge: Leo Becker, Fatih Temel (beide Kiersper SC), Din Alajbegovic (TuS Erndtebrück), Dimitri Ivankin (FC Iserlohn A-Jugend), Tobias Staubach (TuS Grünenbaum), Christopher Brock, Emre Aygün, Till Hausmann (alle 2. Mannschaft)

Abgänge: Ron Berlinski (SC Verl), Nils Buchwalder (UNH Wildcats/USA), Christian Bölker (SV 04 Attendorn), Kilian Hornbruch (SC Fortuna Köln II), Pascal Beilfuß (DJK TuS Hordel), Adil Elmoueden (IG Bönen), Brian Lengelsen (TuS Langenholthausen), Sven Wurm, Alessandro Tomasello, Can Sakar, Omar Jessey (alle Ziel unbekannt)

Kader: Johannes Focher, Bülent Kubasik – Din Alajbegovic, Emre Aygün, Til Bauman, Leo Becker, Christopher Brock, Hakan Demir, Raphael Gräßer, Till Hausmann, Dimitri Ivankin, Julian Jakobs, Marcel Kandziora, Nik Kunkel, Ali Özdemir, Ansgar Pflüger, Ewald Platt, Musa Sesay, Andreas Spais, Tobias Staubach, Fatih Temel, Tim Treude

Trainer: Mutlu Demir (seit 2015)

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