Eishockey, DEL

Lizenz für die Roosters, aber auch die Aussicht auf große Herausforderungen

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"Danke!" Hier bedankt sich die Mannschaft bei den Fans - nun indes geht der Dank von Clubchef Wolfgang Brück an die Mannschaft.

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters haben am Donnerstag die Lizenz für die kommende DEL-Saison erhalten. Alle 14 Clubs erhielten diese Lizenz. Das ergab die Lizenzprüfung, die in dieser Woche zu Ende gegangen ist.

„Das ist ein wichtiges Zeichen, und ich möchte allen Clubs für die Arbeit danken. Die diesjährige Prüfung war in Zeiten von Corona so anspruchsvoll wie nie zuvor. Es hat sich dabei aber auch die große Solidarität und der Zusammenhalt unserer Partner, Spieler und Mitarbeiter in Liga und Clubs gezeigt. Der Blick geht jetzt nach vorne“, sagt Jürgen Arnold, Vorsitzender des DEL-Aufsichtsrates. Die 14 Clubs haben sich derweil darauf geeinigt, den Saisonstart der DEL zu verschieben. 

Die kommende Spielzeit wird nicht vor November beginnen. Ursprünglich sollte die neue Spielzeit am 18. September starten. Aufgrund der weiterhin bestehenden behördlichen Verbote für Großveranstaltungen sieht sich die Liga gezwungen, den Start zu verschieben. „Wir gewinnen somit wertvolle Zeit, um mit Unterstützung der Politik die Chance zu erhöhen, ab November wieder vor Zuschauern Eishockey zu spielen“, sagt Jürgen Arnold. Die DEL plant momentan mit 52 Hauptrundenspielen sowie einem leicht angepassten Playoff-Modus („best of three“in der 1. Playoff-Runde, „best of five“ ab Viertelfinale). Der Spielplan für die neue Saison wird veröffentlicht, sobald das Datum für den Saisonstart konkretisiert werden kann. 

„Wir sind diesbezüglich im gemeinsamen Direktorat von DEB und DEL in einem engen Austausch und werden für alle Seiten eine gute Lösung finden. Der Deutschland-Cup, der für den 5. bis 8. November terminiert ist, ist im Terminkalender eine feste Größe und wird in diesem Zusammenhang selbstverständlich berücksichtigt“, sagt Aufsichtsrat Daniel Hopp, zugleich DEB-Vize-Präsident. Besonders im Hinblick darauf, Spiele mit Zuschauern durchzuführen, die für die Clubs wirtschaftlich eminent wichtig sind, wird derzeit ein Leitfaden erarbeitet. „Dieser Leitfaden für die Wiederzulassung von Zuschauern liegt dem Bundesministerium für Gesundheit vor. Wir setzen große Hoffnungen darauf, dass es positiv gewertet wird. Auf dieser Basis ist es dann an den Clubs und Arenen, lokale Lösungen zu finden. Unser Ziel ist, dass wir im November wieder vor Zuschauern spielen können“, ergänzt Geschäftsführer Gernot Tripcke. 

Nachdem sich die Verantwortlichen der Roosters aufgrund einer internen Abstimmung mit den anderen Clubs der DEL bislang nicht zur Lizenzierung geäußert haben, möchte die Vereinsführung festhalten: Die Iserlohn Roosters hatte ihre Lizenzunterlagen im Mai fristgerecht und vollumfänglich bei den Wirtschaftsprüfern der DEL einreicht. Auch die in den Unterlagen geforderten Gehalts-Stundungserklärungen aller bisher unter Vertrag stehenden Spieler des Clubs wurden bereits zu diesem Zeitpunkt mit übersandt. Dadurch werden 25 Prozent der vertraglich vereinbarten Gehälter von einer garantierten in eine variable, an den Gesamtumsatz des Clubs gekoppelte Zahlung, umgewandelt. 

"Wir stehen in engem Kontakt mit Partnern und Sponsoren"

„Die Zustimmung der Spieler ist aus Sicht unserer Organisation, aber auch der gesamten DEL, ein dringend notwendiger Baustein, um die kommende Saison zu realisieren. Nur so können die Iserlohn Roosters, aber auch die anderen Vereine der Liga, diese unverschuldet erlittene Herausforderung meistern. Als Geschäftsführender Gesellschafter danke ich allen Beteiligten, dass sie früh die Ernsthaftigkeit der Situation erkannt haben. Ganz persönlich bin ich unglaublich stolz, wie sehr sich unsere Spieler mit unserem Verein identifizieren und Verantwortung für die Zukunft der Iserlohn Roosters übernommen haben. Die Jungs haben das insbesondere auch für unsere Fans getan. Ihnen allen war es wichtig, mit ihrer Zustimmung zur Gehaltsstundung, die Chance auf eine DEL-Saison 20/21 zu erhöhen und die Fortsetzung unserer Eishockeytradition im Sauerland möglich zu machen“, so Clubchef Wolfgang Brück. 

Trotz der Unterstützung der Spieler und der erteilten Lizenz liegen in den kommenden Monaten große Herausforderungen vor den Iserlohn Roosters. Hierzu äußert sich nochmals Wolfgang Brück: „Wir stehen in diesen Tagen in sehr engem Kontakt mit unseren Partnern und Sponsoren. Für die allermeisten ist die aktuelle Situation, genauso wie für uns, eine ganz besondere Herausforderung. Dennoch spüren wir in der Region eine große Solidarität. Auch die angekündigten Hilfen des Bundes könnten eine große Hilfe sein. Noch aber kennen wir die detaillierten Rahmenbedingungen nicht. So bleibt es unsere Aufgabe, Tag für Tag die Perspektiven für den Start eines regulären Spielbetriebs auszuloten. Gemeinsam, auch mit der Unterstützung unserer Fans, hoffen wir diese Ausnahmesituation bewältigen zu können. “

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