Bittere Fußverletzung

Roosters-Kapitän Michael Wolf sagt WM-Teilnahme ab

+
Die Eishockey-Weltmeisterschaft findet in diesem Jahr ohne Roosters-Kapitän Michael Wolf statt.

Iserlohn/Füssen - Die Eishockey-Weltmeisterschaft findet in diesem Jahr ohne Michael Wolf, Kapitän der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) statt. Die Absage wegen einer Fußverletzung ist Wolf nicht leicht gefallen.

„Papa wird zuhause sein“, flüstert Stefanie Wolf ihrer kleinen Tochter in Ohr – „den ganzen Sommer“. Dass sich die Ehefrau von Michael Wolf nach dessen Absage für die Eishockey-Weltmeisterschaft wegen einer Fußverletzung über die Tatsache freut, ihren Ehemann deutlich früher als üblich daheim und entspannt zu sehen, dürfte niemanden überraschen. Sie hat in den vergangenen Jahren oft genug auf ihn verzichtet. Wie groß die Freude bei Michael selbst ist, lässt sich nur erahnen. Beim Kurzbesuch am Seilersee versucht er, niemanden zu sehr hinter die Kulissen blicken zu lassen.

Fakt ist, der 33-jährige geht so gelassen wie selten mit der Verletzungssituation um. „Ich habe so viele Jahre sowohl für die Roosters, als auch für die Nationalmannschaft fast alle Spiele bestreiten können, war nie verletzt, dann muss man auch einmal damit leben können, eine Weltmeisterschaft abzusagen.“

Das hat er trotzdem nicht gern getan. Zu viele Mitstreiter haben bereits signalisiert, das Team im weißrussischen Minsk nicht unterstützen zu können. „Ich habe am Wochenende mit dem Bundestrainer gesprochen und dann haben wir entschieden, dass es der beste Weg ist, für mich und für das Team“, so Wolf weiter. Schon in der Saison hatte der gebürtige Füssener sich eine Knieverletzung zugezogen, musste deshalb sechs Wochen pausieren.

Trotz seiner harten Arbeit und seines Kampfeswillens kam er, zumindest nach seiner eigenen Wahrnehmung, nie wieder richtig in Tritt. Einen Wolf, der sich nicht vollkommen fit fühlt, kann der Bundestrainer auch nicht guten Gewissens in den Kader nehmen.

Das gilt erst recht, weil noch ein zweites Problem in der ersten Nationalmannschaftswoche hinzukam. „Mein Fuß war schon in den Playoffs nicht in Ordnung, die Belastung beim ersten Nationalmannschafts-Lehrgang führte dann aber zu einem Bruch, den wir jetzt erst einmal auskurieren müssen. Zunächst hatten wir vermutet, dass alles nicht zu schlimm ist, dann aber haben die Ärzte mir endgültig eine längere Pause verordnet“, so Wolf.

Damit ist die Weltmeisterschaft Geschichte, mindestens sechs Wochen muss Wolf auf Training oder andere sportliche Aktivitäten verzichten. „Um die Saison muss ich mir allerdings nach aktuellem Stand der Dinge keine Sorgen machen. Jetzt aber ist es wichtig, auf seinen Körper zu hören und kein Risiko einzugehen.“ - MiHei

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare