Roosters gehen Berlin aus dem Weg

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Spielt mit den Roosters in den Pre-Play-Offs gegen den EHC Red Bull München: Brooks Macek (rechts).

STRAUBING - Der Play-Off-Gegner der Iserlohn Roosters heißt EHC Red Bull München. Bei den Straubing Tigers kassierten die Sauerländer am Freitagabend eine sinnvolle Niederlage und gehen damit in den Pre-Play-Offs der DEL den Eisbären Berlin aus dem Weg, die in Ingolstadt den nächsten Sieg einfuhren und in der Tabelle auf Platz acht rutschten. Die Roosters beendeten die Hauptrunde als Zehnter.

Die Blicke schon beim ersten Bully garantierten volle Konzentration. Fokussiert, bedacht auf die kleinen taktischen Umstellungen im eigenen Spiel und mit leicht veränderten Angriffsformationen, agierten die Iserlohner auf Straubinger Eis clever. Die Blau-Weißen übernahmen schnell die Kontrolle und gingen verdient in Führung. Giulianos Handgelenkschuss von der blauen Linie passte genau ins linke obere Eck (6.). Im weiteren Verlauf verpassten es die Sauerländer, in Überzahl auf 2:0 zu erhöhen, sahen sich aber Mitte des ersten Abschnitts dann selbst in doppelter Unterzahl auf dem Eis – eine Gelegenheit, die sich die Tigers nicht nehmen ließen und durch Stewart ausglichen (12.). Negativ im Iserlohner Spiel die zweite, ebenfalls ungenutzte Powerplay-Chance, die auch die Trainer sichtlich ärgerten. So endeten die ersten 20 Minuten unentschieden. München führte nach einem frühen Treffer in Augsburg, und auch Ingolstadt lag gegen Berlin vorn – nach Drittel eins hieß der Gegner München, und damit hätten die Sauerländer leben können.

Vielleicht auch deshalb riskierten die Trainer im Mittelabschnitt kleine taktische Anpassungen an das obligatorische Defensivspiel, wurden aber, als sie es taten, vom Gegner abgestraft. Resultat: Straubings Fühungstreffer durch Blaine Down aus kurzer Distanz (32.). Die Idee von Bartman und Pasanen mit einem hochstehenden Stürmer vor dem Drittel des Gegners durchkreuzte zwar auch die taktische Ausrichtung des Gegners, brachte aber nicht den erhofften Erfolg. Ohnehin fehlte dem Match im zweiten Abschnitt die Intensität. Spannender war da schon die Partie in Ingolstadt, die die Berliner drehen konnte und nach 40 Minuten mit 3:1 führten. Bei einem Sieg in Niederbayern – das schien klar – hätten die Roosters gegen Berlin antreten müssen, im Fall einer Niederlage gegen München.

In Kenntnis des Berliner Ergebnisses gaben die Iserlohner vielleicht unterbewusst nicht mehr alles, kassierten nach einer weiteren Hinausstellung gegen Christian Hommel durch Röthkes unhaltbaren Schlagschuss das 1:3 (44.). Danach mühte sich das Team vom Seilersee noch einmal, in die Partie zurückzufinden, kassierte stattdessen aber sogar noch das 1:4.

Tigers: Bacashihua – Sullivan, Dotzler; Osterloh, Kramer; Sturm, Ondruschka; Canzanello – Brandl, Brandt, Schönberger; Flache, Röthke, Stewart; Endraß, Wörle, Down

Roosters: Lange – Orendorz, Teubert; Jares, Danielsmeier; Raymond, Brennan – Conolly, Raedeke, Macek; Sertich, Mulock, Wolf; Foster, Giuliano, Dupont; Frosch, Hommel, Gödtel

Schiedsrichter: Rohatsch (Lindau), Schimm (Waldkraiburg)

Tore: 0:1 (05:06) Giuliano (Foster, Dupont), 1:1 (11:43) Stewart (Flache, Canzanello/5:3), 2:1 (31:59) Down (Wörle, Flache), 3:1 (43:14) Röthke (Flache/5:4), 4:1 (54:22) Endraß (Sturm, Down/5:4)

Zeitstrafen: Tigers 10 – Roosters 16

Von Mirko Heintz

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