„Special Teams“ machen den Unterschied

Verteidigten letztlich vergeblich das Roosters-Gehäuse bei der Niederlage in Hamburg: Goalie Mathias Lange und Collin Danielsmeier. Foto: Jentzsch

Hamburg - Ein schwacher Start, drei „Eigentore“ und drei Powerplaytreffer der Hamburg Freezers bei vier Gelegenheiten, während die Iserlohn Roosters bei vier Überzahlspielen nicht einmal trafen – so ließ sich die sonntägliche 4:9-Schlappe der Sauerländer in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in Kurzform erklären.

Von Mirko Heintz

Drittel eins in der ausverkauften O2-World begann aus Sicht der Pasanen-Schützlinge schauerlich. Schon nach 30 Sekunden lag die Scheibe nach einem Handgelenkschuss Jakobsons im Tor der Roosters. Dann leistete sich Bassen einen Stockschlag, die Freezers in Überzahl brauchten 16 Sekunden bis zu einer herrlichen Kombination vor dem Tor und zum 2:0 (3.).

Die Gäste schüttelten sich, waren nach einem schönen Konter, den Friedrich zum 1:2 abschloss, wieder im Spiel (8.). Aber nicht allzu lange: Denn ein weiterer Überzahltreffer durch Madsen, unsichtbar für den anschließend gegen Lange ausgetauschten Dshunussow (13.), und ein unglückliches Eigentor Liwings (14.) sorgten für einen 1:4-Zwischenstand nach 20 Minuten.

Tore von York und Macek bringen Roosters heran

Es musste besser werden, und das wurde es auch. Denn durch frühe Treffer von York und Macek (22./27.) zum 3:4 robbten sich die Roosters wieder heran, standen kurz darauf sogar vor dem Ausgleich: Petersen, sonst per Alleingang meist erfolgreich, verpasste seine Konterchance gegen Kotschnew. Stattdessen gelang Pettinger der dritte Überzahltreffer für die Hanseaten (31.), ehe es kurios wurde: Krämmer hatte aufs Tor geschossen, Lange abgewehrt – gegen den Rücken eines Verteidigers, von dessen Rücken die Scheibe ins Tor fiel – 6:3 (37.). Petersens 4:6 nur 72 Sekunden vor Drittel-ende ließ dann aber die Hoffnung für den Schlussabschnitt zurückkehren.

Dupuis macht mit dem 7:4 alles klar

Und wenn das Team vom Seilersee früh die erste Überzahl zum direkten Anschlusstreffer genutzt hätte, vielleicht wäre noch etwas möglich gewesen. Einmal mehr aber blieb ein Iserlohner Powerplay ungenutzt, Minuten später machten es die Freezers durch Dupuis deutlich besser, verbuchten ihren siebten Treffer des Nachmittags und entschieden damit endgültig die Partie (49.).

Es folgten noch die Gegentore Nummer acht und neun, womit die Waldstädter zwar verdient, aber unter Wert geschlagen waren.

Freezers: Kotschnew – Brett Festerling, Roy; Schubert, Westcott, Klassen, Stamler – Jakobsen, Clark, Flaake; Sertich, Pettinger, Madsen; Pohl, Krämmer, Oppenheimer; Dupuis, Schmidt, Mitchell

Roosters: Dshunussow (ab 12:33 Lange) – Sullivan, Liwing; Button, Lavallée; Danielsmeier, Orendorz – Bassen, Connolly, Blank; York, Wruck, Petersen; Raedeke, Friedrich, Macek; Foster, Kahle

Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Krawinkel (Moers)

Tore: 1:0 (00:30) Jakobsen (Clark, Flaake), 2:0 (02:44) Sertich (Pettinger, Openheimer/5:4), 2:1 (07:55) Friedrich (Macek) 3:1 (12:33) Madsen (Roy, Sertich/5:4) , 4:1 (13:43) Dupuis, 4:2 (21:23) York (Petersen, Wruck) 4:3 (26:29) Macek (Foster, Button), 5:3 (30:48) Pettinger (Roy/5:4), 6:3 (36:40) Krämmer (Oppenheimer, Pohl), 6:4 (38:28) Petersen (York), 7:4 (48:01) Dupuis (Clark), 8:4 (55:07) Schubert (Dupuis, Clark), 9:4 (59:43) Clark (Oppenheimer)

Strafen: Freezers: 14; Roosters: 14

Zuschauer: 12 800 (ausverkauft)

Am Montag wollen die Roosters einen neuen Stürmer vorstellen, der dann am Dienstag gegen Krefeld bereits debütieren soll.

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