Kapitän verletzt / 3:1-Sieg gegen Ingolstadt

Dem Wolf-Schock folgt ein weiterer Erfolg

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Dritter Sieg in Folge: So viel Grund zum Jubeln hatten die Roosters, die sich am Freitagabend gegen Ingolstadt durchsetzten, selten in dieser Spielzeit.

ISERLOHN - Fünf der letzten sieben Heimspiele hatten die Roosters gegen die Panther am Seilersee gewonnen, im ersten Spiel des neuen Jahres folgte Erfolg Nummer sechs. Mit einer tollen Leistung feierten die Roosters zum ersten Mal in Folge in dieser Saison den dritten Sieg in Serie – unter schwierigen Rahmenbedingungen.

Damit hatte auch Mannschaftskapitän Michael Wolf selbst nicht gerechnet. Nach anhaltenden Schmerzen war der Füssener am Donnerstag von den Mannschaftsärzten der Roosters zu eine Routinekontrolle geschickt worden – das Ergebnis, das erst kurz vor Beginn der Partie veröffentlicht wurde, war umso niederschmetternder. Mit einer Verletzung am Unterkörper, wie es am Seilersee seit dieser Saison heißt, wird er mindestens vier Wochen – also bis zur Olympiapause – ausfallen. Für Wolf rutschte Brooks Macek in die erste Sturmformation, spielte an der Seite von Geburtstagskind Mike York und Brent Raedeke. Giuliano hatte Cheftrainer Pasanen aus der Abwehr in den Angriff beordert, dafür Dieter Orendorz wieder in die Defensive gestellt – ein kluger Schachzug.

Nach gutem Auftakt der Sauerländer war es ausgerechnet der Youngster, der den IEC 1:0 in Führung bringen sollte. Sein Schuss vom Außenrand des Bullykreises unter die Latte blieb unhaltbar für Timo Pielmeier im Kasten der Panther (9.). War die Stimmung auf den Rängen schon jetzt hervorragend, wurde sie 68 Sekunden später noch viel besser, denn nachdem Orendorz sein erstes DEL-Tor überhaupt erzielt hatte, verbuchte Hommel mit dem 2:0 seinen ersten Saisontreffer. Ein hervorragender Start in diese Partie. Die Panther kamen erst in den letzten fünf Drittelminuten besser ins Match, Mathias Lange und die Defensive machten bis dato ein richtig gutes Match.

Sertich nach hohem Stock außen vor

Das änderte sich auch im Mittelabschnitt nicht, obwohl es die Gäste waren, die auf 1:2 herankamen. Grund dafür war eine Spieldauerdisziplinarstrafe nach einem hohen Stock von Marty Sertich. Die beförderte den Mittelstürmer der zweiten Reihe unter die Dusche und riss nach dem Ausfall von Wolf eine weitere kleine Lücke in die Überzahl der Sauerländer. Das aber sollte erst später zum Problem werden, denn obwohl Gelegenheiten da waren, fehlte es den Sauerländern am Feintuning. Ärgerlicher aber war der Anschlusstreffer zum 1:2 (25.). Der fiel eine Minute vor Ablauf der Strafe gegen durch Laliberte, der sich völlig frei im Slot vor dem Tor freigelaufen hatte und dem starken Lange keine Chance ließ. So blieb es nach 40 Minuten beim knappen Vorsprung des IEC.

York sorgt für die Entscheidung

Den versuchten die Gastgeber im Schlussdrittel weiter auszubauen, waren mutig und wurden belohnt. Tim Hamblay saß auf der Strafbank, als York die Scheibe am rechten Pfosten vor die Füße viel, er den Puck über den Schoner des am Boden liegenden Pielmeiers zu lupfen versuchte und genau in diesem Moment ein Ingolstädter den Kasten verschob. Die Unparteiischen entschieden auf Tor, gingen zum Videobeweis und bestätigten ihre Entscheidung – 3:1 (46.). Sollte das Geburtstagskind York die Partie entschieden haben? In den folgenden Minuten arbeiteten die Roosters solide defensiv, und das sorgte am Ende dafür, dass sie die Partie leicht und locker über die Zeit brachten.

Mirko Heintz

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