Roosters erzwingen drittes Spiel

Der Eishockeytempel bebt: Showdown an der Isar

+
Die Szene, die zum 1:0 führte: Michael Wolf traf am Mittwochabend gegen die Münchener bereits nach 3:28 Minuten und ebnete den Roosters so den Weg ins dritte Pre-Play-Off-Spiel.

ISERLOHN - Playoff-Traum am Seilersee: Die Roosters gewannen Spiel zwei der Serie gegen die Redbulls vom EHC München 3:2 (2:0, 0:0, 1:2) und sicherten sich nach einem guten Spiel mit 25 schlechten Defensiv-Sekunden im letzten Drittel einen verdienten Erfolg. So kommt es am Freitagabend zum großen Pre-Play-Off-Showdown an der Isar.

Von Mirko Heintz

Idealer Auftakt: Besser als am Mittwochabend die Roosters kann man in ein Auftaktdrittel nicht starten. Druckvoll, kämpferisch bärenstark und aus einer gut aufgestellten Defensive heraus schockten die Sauerländer den Gast.

Aufgepeitscht von 4800 Fans am Seilersee spielten die Gastgeber das Team aus Oberbayern an die Wand, feierten schon nach 208 Sekunden den Führungstreffer durch Michael Wolf. Der schnappte sich eine wirr geleitete Scheibe der Münchener im Drittel des EHC, ging allein auf den Kasten von Noronen zu, wartete lange und hämmerte die Scheibe unter die Latte. Die Halle brodelte und explodierte im Moment, als die Scheibe die Torlinie überquerte.

Es sollte aber nicht der einzige große Moment der Sauerländer in Drittel eins gewesen sein. Auch weiter ergoss sich Angriffswelle auf Angriffswelle in Richtung des Münchener Kastens. Noronen war im Dauerstress und musste nach Raymonds verdecktem Schuss zum zweiten Mal hinter sich greifen (7.). Es schien als würde der altehrwürdige Eishockeytempel in Iserlohn in seinen Grundfesten beben.

Pre-Playoff-Jubel am Seilersee

Treffer zwei veränderte die Taktik des IEC. Statt weiter auf aggressives Forechecking zu setzen, zogen sich die Sauerländer mehr in die Defensive zurück, hatten weitere Gelegenheiten über Danielsmeier und Raedeke, erlaubten letztlich aber den Redbulls mehr Aktivität auf dem Eis.

Ungenutzte Überzahl im Mitteldrittel

Die Münchener legten vor allem in Sachen Härte zu: Fast sieben Minuten verbrachten die Sauerländer so im Mittelabschnitt mit mindestens einem Mann mehr auf dem Eis, waren allerdings nicht in der Lage, diesen Vorteil zu nutzen. Gelegenheiten waren da, aber nicht die geniale Idee für eine überraschende Aktion. So blieb das Drittel torlos.

Besorgniserregend war der Moment, als Richard Jares ein Puck aus kürzester Distanz im Gesicht traf und der Tscheche mit Verdacht auf Unterkieferbruch ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Teubert erzielt Treffer zum 3:0

Drittel drei: Zwei Tore Vorsprung – und die Defensive stand. Pasanen beorderte erst Giuliano nach dem Jares-Ausfall für einige Wechsel in die Verteidigung, entschied sich dann aber doch für Danielsmeier und beorderte Hommel in die vierte Reihe. Souverän spielte das gastgebende Team, erarbeitete sich verdient das 3:0 von Colten Teubert (51.).

Die Entscheidung aber war das noch nicht: Binnen 25 Sekunden verbuchten die Münchener durch Palmieri und Carciola zwei Treffer (55.). Aber sie schaffen es nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. Selbst eine Unterzahl nach Sertich-Strafe überstanden die Roosters – und freuen sich nun auf den Freitagabend in München.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare