0:4-Heimpleite im vierten Spiel

Keine Kraft mehr: Alles ist wieder offen

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Die Stimmung stimmt am Sonntag am Seilersee, das Ergebnis aus Iserlohner Sicht nicht.

ISERLOHN - Roosters ohne Kraft und dringend benötigte Spritzigkeit mussten sich in Spiel vier des Play-off-Viertelfinales am Seilersee fehlerfreien Freezers geschlagen geben. Trotz einer klaren 0:4-Niederlage feierte das Publikum am Seilersee den IEC, der nichts verloren hat. Beim Stand von 2:2 geht die Serie am Mittwoch mit frischeren Beinen in Spiel fünf.

Von Mirko Heintz

Das Auftaktdrittel lief alles andere als nach Plan. Nicht, dass die Blau-Weißen schlecht gespielt hätten, sie waren meist gleichwertig, teils sogar die Mannschaft mit den besseren Chancen, der Ertrag aber stimmte nicht. Nach früher doppelter Überzahl und hervorragenden Gelegenheiten hätten die Iserlohner eigentlich in den ersten sieben, acht Minuten in Führung gehen müssen. Das erste Tor aber erzielte der Gast: Jakobsen kam in Überzahl von der Bande, zog auf die Grundlinie und brachte von dort die Scheibe aufs Iserlohner Tor. Weder ein Verteidiger noch Torhüter Erik Ersberg konnten den Puck stoppen. Es war ein Treffer, der nicht wirkungslos blieb. Hochkarätige Chancen waren wie in den ersten Spielen Mangelware im ersten Drittel. Kotschnew, der Caron ersetzte, aber musste nicht hinter sich greifen, so dass die Hanseaten den ersten kleinen Vorteil verbuchten.

Verdoppelt wurde der nur 67 Sekunden nach dem Start des zweiten Abschnitts. Wie in der Hansestadt hatten die Sauerländer Gegentreffer Nummer zwei kassiert. Der Grund war ein klarer Defensivfehler, als man Dupuis am rechten Pfosten stehend zum Schuss kommen ließ und Ersberg nur machtlos zuschauen konnte. Erneut brauchten die Roosters sechs, sieben Minuten, um sich von dem erneuten Rückschlag zu erholen. Insbesondere deshalb, weil das überragende Publikum Gas gab, fand das Pasanen-Team zurück ins Match, drückte und erarbeitete sich immer regelmäßiger beste Gelegenheiten. Allein zum Torerfolg reichte es nicht, Sertich traf nur die Latte. Statt den mittlerweile verdienten Anschlusstreffer verbucht zu haben, lagen die Roosters 0:2 hinten.

Festerling sorgt für die Entscheidung

Das Schlussdrittel: Publikum und Roosters gaben Gas, versuchten die Wende zu erzwingen, die Hamburger konzentrierten sich aber zunehmend aufs eigene Defensivspiel, standen stabil in der eigenen Zone und erlaubten wenig. Ihre erste gute Gelegenheit hatten die Sauerländer in der 51. Minute durch Mullock, der aber gestört wurde. Es war die letzte Roosters-Chance vor der Entscheidung. Festerlings Schuss ins Eck nur knappe anderthalb Minuten später bescherte den Hanseaten das 3:0. Westcotts Treffer zum 0:4 20 Sekunden vor Ende ins leere Tor war nur noch Kosmetik und doch ärgerlich in einer Phase Iserlohner Powerplays.

Am Mittwoch geht das Viertelfinale mit Spiel fünf in Hamburg weiter. Die Serie beginnt somit praktisch wieder beim 0:0. Beide Teams brauchen auf dem Weg ins Halbfinale noch zwei Siege.

Roosters: Ersberg – Brennan, Raymond; Teubert, Orendorz; Danielsmeier, Kopitz – Sertich, Wolf, Dupont; Foster, Giuliano, Frosch; Raedeke, Macek, Mulock; Fischhaber, Gödtel, Hommel

Freezers: Kotschnew – Ejdepalm, Nielsen; Schmidt, Roy; Schubert, Westcott; Bettauer – Festerling, Wolf; Flaake; Madsen, Jakobsen, Mitchell; Dupuis, Pettinger, Oppenheimer; Möchel, Krämmer, Canbana

Schiedsrichter: Aumüller (Waldkraiburg), Schütz (Moers)

Tore: 0:1 (11:20) Jakobsen, 0:2 (21:07) Dupuis (Oppenheimer, Schubert), 0:3 (52:37) Festerling (Flaake), 0:4 (59:40) Westcott (Jakobsen/Empty Net)

Strafen: Roosters: 8 + 10 (Brennan, Kopitz) – Freezers: 15 + Spieldauer (Oppenheimer)

Zuschauer: 4967

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