Eishockey: Iserlohn Roosters

Gelungener Appetitanreger

+
Gut gefüllt war die Tribüne der Eissporthalle am Seilersee beim Trainingsspielchen der neuen Roosters-Mannschaft. Insgesamt waren am Samstag mehr als 1500 Besucher zur Saisoneröffnungsfeier der Sauerländer gekommen.

Iserlohn - „Danke, dass so viele gekommen sind, um uns im Training anzuschauen. Dieser Tag hat mal wieder gezeigt, wir sind eine besondere Eishockeyfamilie“, lachte Stürmer Marko Friedrich in der Kabine.

Mehr als 1500 Fans hatten ihn, seine alten und neuen Teamkollegen am Samstag am Seilersee begrüßt, damit für eine ganz besondere Kulisse gesorgt. „Das ist schon toll, diese Euphorie zu sehen“, meinte Neuzugang Daine Todd am Rande des von Cheftrainer Rob Daum geplanten Trainingsspiel, das einen Großteil der Trainingszeit in Anspruch nahm. Blau spielte gegen Rot und gewann. Doch das Ergebnis war nur sekundär. Wichtig war allen, sich einen ersten Eindruck des neuen Teams zu verschaffen beziehungsweise zu sehen, was Iserlohner Eishockey-Euphorie wirklich bedeutet. 

Das erlebte vor allem auch Jon Matsumoto. Der Neuzugang vom Deutschen Meister aus München und Playoff-MVP der Vorsaison, der, wenig verwunderlich, lautstark von den Anhängern begrüßt wurde, erlebte im Kleinen, was Stimmung am Seilersee bedeutet. Aber nicht nur auf dem Eis, sondern auch vor der Halle war der Bedarf der Fans, das neue Team kennen zu lernen, riesengroß. Hunderte standen an, um bei der ersten Autogrammstunde der Saison Unterschriften ihres Teams zu ergattern. Obwohl für mehr als eine Stunde angesetzt, reichte die Zeit einfach nicht aus. Deshalb musste auch die Trainingseinheit noch einmal um eine Viertelstunde nach hinten verschoben werden. 

Vorher trafen sich Freunde und Bekannte im Biergarten auf dem Vorplatz, tranken gemütlich ein Bier, plauderten über die Erwartungen für die kommende Spielzeit. Die meistgestellte Frage – wie in jedem Jahr –: Funktioniert das Team? Diese Antwort können nach sieben Tagen Training nicht einmal die Spieler selbst beantworten. Jedoch man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Stimmung und Stimmungen passen, aber mehr zu sagen, ist viel zu früh. Teambuilding steht in diesen Tagen auch seitens der Trainer nicht auf dem Plan, das kommt erst später in dieser Testphase, dann, wenn man zum Turnier in die Schweiz fährt. Stattdessen haben es die erfahrenen Spieler im Team übernommen, für das Kennenlernen von Teamkameraden und Familien zu sorgen. 

„Es ist unglaublich wichtig, in Iserlohn anzukommen. Deshalb habe ich in der letzten Woche alle Jungs mit ihren Familien zu mir nach Hause eingeladen“, erzählt Verteidiger Christopher Fischer, der einer der Kandidaten für das Kapitänsamt in dieser Saison ist. Einer übrigens wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit noch aus dem Kader der Sauerländer verabschieden. Nachwuchsmann Nouri Bettahar sucht gemeinsam mit Manager Karsten Mende nach einem neuen Club. Der aus Bad Nauheim zurückgekehrte Stürmer spielt in den Planungen für die aktuelle Roosters-Mannschaft keine Rolle. Rob Daum hatte in der vergangenen Saison oft beklagt, dass er sich mit seiner Mannschaft nicht von Beginn der Saison an vorbereiten konnte. Diesmal ist es anders. Da wächst der Druck auf den Trainer selbst. 

Der aber präsentierte sich gewohnt gut organisiert und strukturiert, lud jeden Morgen ab 9 Uhr zur Taktikschulung, anschließend ging es zur Umsetzung aufs Eis. Mit kurzer Unterbrechung dauerte die Lektion im Schnitt über zwei Stunden. Danach ging es für das gesamte Team noch in den Kraftraum. Michael Clarke und Daine Todd zogen sich schon in der ersten Woche kleine Blessuren zu, müssen pausieren, ernst aber sind die Verletzungen nicht. „Die erste Woche ist immer die Härteste. Aber Rob macht es gut, erklärt sehr intensiv, was er von uns will“, beschreibt Dieter Orendorz die vergangenen Tage. Das sehen auch viele andere Spieler so. Die Stimmung ist positiv, denn die Roosters haben sich viel vorgenommen. „Ich will den Roosters zur erfolgreichsten Saison verhelfen“, sagte schon Stürmer Travis Turnbull. Jetzt geht es um die Umsetzung...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare