Personelle Erwägungen vor der Reise nach Krefeld

+
Im letzten Spiel des Jahres 2014 wollen die Iserlohn Roosters am Dienstagabend in Krefeld auch auswärts ihre Bilanz aufbessern und sich mit einem Sieg aus dem alten Jahr verabschieden.

Iserlohn -  Mike York flitzte mit seiner Tochter übers Eis, Ryan Button bekam „Spezialtraining“ von seinem über Weihnachten aus Kanada angereisten Vater. Betreuer André Grillo übte Penaltys gegen Daniar Dshunussow, nur die jungen Spieler machten ein paar Übungen mit Cheftrainer Jari Pasanen. „Optional“, nennt der Finne einen solchen Tag, der Seltensheitswert hat, gerade mittendrin in den drei englischen Wochen rund um Weihnachten und das neue Jahr.

Von Mirko Heintz

Während die meisten Spieler nur ein bisschen im Kraftraum oder der Sauna Entspannung suchten, blieb die Arbeit vor dem schweren Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen heute um 19.30 Uhr im Königpalast auf ein Minimum begrenzt. „Wir dürfen es nicht übertreiben, müssen hin und wieder einfach eine Auszeit gönnen, ich brauche frische Jungs für die nächste Aufgabe.“

Pasanen weiß, mehr angeschlagene oder verletzte Spieler kann er sich nicht leisten. Aktuell bekommen die Sauerländer noch vier komplette Reihen aufs Eis, das aber muss aufgrund der Belastung so bleiben. Ausfälle gibt es genug. Zu Jeff Giuliano gesellten sich zuletzt auch Derek Whitmore (Haarriss im Fuß) und Collin Danielsmeier (Haarriss in der Hand). Beide können zwar Mitte Januar wohl wieder ins Spielgeschehen eingreifen, bis dahin aber darf nicht viel mehr passieren. Ryan Button kehrt dagegen gegen Krefeld in den Kader der Sauerländer zurück hat seine gesundheitlichen Probleme überstanden. Dennoch denkt man am Seilersee darüber nach, ob und wie die letzte verbliebene Lizenz für einen ausländischen Akteur nutzbar gemacht werden kann.

„Wir werden sehr intensiv darauf achten, was jetzt mit Jeff Giuliano passiert. Wir brauchen die Tiefe in der Mannschaft“, unterstreicht Manager Karsten Mende. Der ehemalige Nationalspieler nimmt seine Fürsorgepflicht für den kleinen US-Amerikaner sehr ernst, will aber für den Club kein Risiko eingehen. „Ich denke, wir werden aktiv werden, auch wenn das letzte Wort darüber noch nicht gesprochen ist. Sollte das grüne Licht kommen, werden wir einen Stürmer in Erwägung ziehen.“ Jack Connolly, Bruder des am Seilersee spielenden Chris, spielt entgegen mancher Gerüchte keine Rolle in Mendes derzeitigen Überlegungen. „Ich will dieses Thema für die Zukunft nicht ausschließen, derzeit aber weiß ich, dass er sich in Schweden sehr gut aufgehoben fühlt“, sagt Mende.

Der Manager geht allerdings davon aus, dass in den kommenden Tagen weitere Vertragsverlängerungen mit aktuellen Spielern möglich sind. Das gilt auch für die immer mehr von den Fans herbeigesehnte Unterschrift von Nick Petersen.

In Krefeld geht es jetzt erst einmal darum, von der ersten Minute volle Leistungsfähigkeit aufs Eis zu bringen, anders als in den letzten Auswärtspartien. Der 3:2-Erfolg gegen Ingolstadt belegt, auch mit den Pinguinen wird zu rechnen sein. Die Liga wird enger und enger.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare